ABBA THE SHOW begeistert in der Arena Trier

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Nach einem Jahr Pause war es wieder soweit: ABBA THE SHOW gastierte wieder in der Arena Trier. Etwas war anders bei der Neuauflage, die Halle war nämlich dieses Mal proppevoll. Das fiel auch Ulla Schmitt aus Trier auf, die sich als waschechter ABBA-Fan outete und der Coverband bei bisher jedem Konzert zugejubelt hat. Pünktlich um 20 Uhr fiel der Vorhang und eine imposant gestaltete Bühne erstrahlte in einem traumhaften Rot-Ton. Gebannt richteten sich alle Blicke nach vorne und das Publikum traute seinen Augen kaum, als die beiden Frontfrauen Katja Nord und Camilla Dahlin das Podium betraten, denn sie sahen den Originalen Anni-Frid und Agnetha zum Verwechseln ähnlich. Vom ersten Akkord begab sich die Band gemeinsam mit dem Publikum auf eine Zeitreise in die 70er-Jahre. Alle Details waren haargenau aufeinander abgestimmt: Kostüme, Musik und Performance. 

Das erste Stück, “Light Show“, bildete den gelungener Auftakt zu einem mitreißenden Abend und versetzte die Zuschauer sofort in eine fröhliche Stimmung. Spätestens mit dem Song “Fernando“ legten die Besucher ihre Zurückhaltung ab. Nicht nur, weil sie von den Sängerinnen animiert wurden, mitzusingen, sondern weil dieser Song es einem ABBA-Fan nicht erlaubt, still zu sitzen. Als kleine Hilfestellung zum mitsingen wurde der Text auf die Leinwände projiziert. Jetzt kamen auch zum ersten Mal, als besonderes Highlight der Show, zwei Musiker der Urbesetzung auf die Bühne. Einer von ihnen, der Saxophonist Ulf Andersson, war auch schon mit der Originalformation auf Tour und hatte mit dem Song “Intermezzo“ sogar einen Solopart. Wenn jemand etwas von der hohen Kunst des Saxophonspielens versteht, dann er. Mit von der Partie war auch ein weiteres Originalbandmitglied, der ehemalige Gitarrist Mats Ronander. Er war auf der Bühne gar nicht mehr zu bremsen und brachte seine rote Gitarre förmlich zum Glühen.
Kurz vor der Pause ertönte mit “Mamma Mia“ ein weiterer Superhit, der dem Auditorium ganz besonders gut gefiel. Das Publikum war schon jetzt hellauf begeistert – die meisten Besucher konnten fast alle Texte mitsingen, viele hatten sie wohl seit 40 Jahren nicht vergessen. Ein schönes Gefühl nach all den Jahren die altbekannten Töne wieder zu hören.

 

Den Höhepunkt der zweiten Hälfte des Konzerts bildete der Titel, auf den scheinbar alle gewartet hatten: “Dancing Queen“. Nun hielt es wirklich niemand mehr auf den Sitzen. Die ganze Halle wurde zum Konzertsaal, alle tanzten, klatschten und sangen lauthals mit. Ein atemberaubender Augenblick! Von nun an waren Sitzplätze eigentlich überflüssig, denn die meisten Zuschauer blieben stehen und klatschten euphorisch mit. Ein mitreißender Song jagte den nächsten. “Gimme! Gimme! Gimme!“ gefolgt von “Super Trouper“ und “So Long“. Dann ertönte die Hymne des Eurovision Song Contest. Es folgte eine kurze Laudatio des Dirigenten und spätestens jetzt war allen Fans klar, es war der Auftakt zur Reminiszenz an den Sieg beim ESC im Jahr 1974, den ABBA mit dem Titel “Waterloo“ errungen hatte. Ein wahrhaft krönender Abschluss – oder doch nicht? Nein, denn bevor es wirklich vorbei war, bedankten sich die Sänger beim wundervollen National Symphony Orchestra of London und natürlich bei ABBA dem Original, mit “Thank You For The Music“. Das gesamte Publikum stieg mit ein und sang ABBA eine Dankeshymne der besonderen Art.

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