Eintracht Trier reicht Drittliga-Planungen beim DFB ein

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TRIER. Frankfurt am Main hat in den nächsten Tagen gleich in mehrfacher Hinsicht eine ganz besondere Bedeutung für den SV Eintracht Trier 05: Kommenden Freitag, 22. Februar, ab 19 Uhr, trägt das Team mit der Porta auf der Brust bei der SG Eintracht Frankfurt II sein erstes Regionalliga-Pflichtspiel für dieses Jahr aus; eine Woche später kommt es im Moselstadion zur 2013er Heimpremiere gegen den FSV II (1. März, 19 Uhr). Außerdem: Zwischen diesen beiden Spielterminen wird sich ein Kurier auf den Weg von der Mosel an den Main machen, um wichtige Unterlagen bei der DFB-Zentrale in der Otto-Fleck-Schneise persönlich abzugeben. Das dazu notwendige Testat der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG wird in Kürze erwartet.

Als aktueller Regionalliga-Südwest-Vierter nimmt der SVE (natürlich) am Lizenzierungsverfahren für die Drittliga-Saison 2013/14 teil. Ein ganzes Bündel an Unterlagen haben Geschäftsstellenleiterin Tanja Schäfer und Geschäftsführer Dirk Jacobs in den vergangenen Wochen zusammen gestellt, um alles fristgerecht bis spätestens 1. März einreichen zu können.

Im Zulassungsverfahren, an dem die Eintracht in den vergangenen Jahren stets mit Erfolg teilgenommen hat, gilt es, die Nachweise im technisch-organisatorischen und im wirtschaftlichen Bereich zu erbringen. „Der DFB erteilt nur solchen Klubs die Spielberechtigung für die Dritte Liga, die ihre Leistungsfähigkeit nachweisen können“, erklärt Dirk Jacobs.

Nachdem die Stadt Trier als Eigentümerin das Moselstadion zuletzt noch einmal auf Vordermann gebracht hat (unter anderem Sanierung der Toiletten, Bau von Verkaufsbuden, Blocktrennung anhand von zusätzlichen Zäunen) erwartet der SVE-Geschäftsführer hier erst recht keinerlei gravierende Beanstandung durch den DFB. In diesem Zusammenhang weist Jacobs noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass die Baumaßnahmen im Zuschauerbereich ausdrücklich vom DFB gefordert sind: „In den vergangenen Jahren hatten wir hier nur eine vorübergehende Anerkennung erhalten, mit der Auflage im Lizenzierungsverfahren, hier nachzubessern und entsprechende Trennungen vorzunehmen.“

Und auch auf dem wirtschaftlichen Sektor dürfte es aufgrund der soliden Vereinspolitik grünes Licht aus Frankfurt geben.

Der kalkulierte Zuschauerschnitt liegt im Falle eines Aufstieges bei 2800 (In der laufenden Regionalliga-Runde sind rund 1800 Besucher im Schnitt notiert; einige lukrative Heimspiele stehen derweil noch aus). Die Sponsorengelder würden sich nach jetzigem Stand in jedem Fall leicht erhöhen. Besonders stolz ist Geschäftsführer Jacobs auf die breite Basis an Geldgebern: „120 kleine, mittlere bis hin zu Großunternehmen sind bei uns überwiegend schon seit vielen Jahren engagiert. Das spricht für eine feste Verbundenheit und eine sehr gute Zusammenarbeit.“ Dass der Drittliga-Etat über die Zwei-Millionen-Marke klettern würde, hängt vor allem mit den Fernsehgeldern zusammen, die in Höhe von 711.000 Euro fließen würden – aktuell muss der SVE als Viertligist bekanntlich nahezu ohne TV-Zahlungen auskommen. Erste Rückmeldungen aus der DFB-Zentrale dürfte es Mitte April geben.

Wesentlich unbürokratischer erteilt die in Karlsruhe ansässige Regionalliga Südwest GbR die Spielgenehmigungen für die neue Saison. Die Vereine haben nur einige grundsätzliche Anforderungen zu erbringen, die für Vereine wie den SV Eintracht Trier 05 normalerweise kein Problem darstellen (unter anderem lizenzierte Trainer, bestimmte Anzahl von Jugendmannschaften, bauliche Vorrichtungen im Stadion). Bis Ende Juni ist zudem eine Kaution in Höhe von voraussichtlich 35.000 Euro zu hinterlegen. (red)

 

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