Goldmann Dolphins ziehen ins Final-Four Pokalturnier ein

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TRIER. Die GOLDMANN Dolphins Trier haben die Sensation vollbracht und sind im diesjährigen Pokalwettbewerb des DRS (Deutscher Rollstuhlsport-Verband) ins  Final-Four-Turnier eingezogen. Mit 100:91 schlugen sie den Gegner Tabellenführer RSC Rollis Zwickau. Um den Final Four Pokal wird am 23. und 24.04.2013 in Hannover gespielt.

Um 20.08 Uhr war die Sensation in der Sporthalle Wolfsberg am gestrigen Samstagabend perfekt. Spieler und Fans konnten ihr Glück kaum fassen. In einer auf hohem Niveau und mit einer enormen Offensiv-Power auf beiden Seiten geführten Partie bezwangen die Dolphins den zweifachen Pokalsieger, Bundesliga-Tabellenführer und amtierenden Vizemeister aus Zwickau mit 100:91 (25:20; 51:48; 74:68) letztendlich auch verdient. Lediglich drei Einwechselspieler standen den Trierern zur Verfügung. Die Dolphinis wurden von ihren 200 Fans in einem wahren Pokal-Fight bis zum Ende bedingungslos unterstützt und in den Schlussminuten mit stehenden Ovationen gefeiert. Die Partie begann mit hoher Intensität, die über die ganze Spieldauer auf beiden Seiten nie abreißen sollte. Die Dolphins erwischten schon im 1. Spielviertel den besseren Start, konnten hochprozentiger punkten und so bereits für viele überraschend nach den ersten 10 Spielminuten in Führung gehen (25:20), die sie im weiteren Spielverlauf nicht mehr abgeben sollten. Wer nun glaubte, die Gastgeber würden dem Druck über die gesamte Spieldauer nicht standhalten, sollte an diesem Abend eines besseren belehrt werden. Der Gast, der keineswegs unter Wert spielte, wurde angetrieben von seinem britischen Nationalmannschafts-Trio Ghaz Choudry, Ade Orogbemi und Matt Sealy sowie Center Adam Erben. Er versuchte nach der Halbzeit alles, um dem Spiel eine entscheidende Wende zu geben. Aber die Trierer wussten stets eine passende Antwort, die Mannschaft schaukelte sich mit zunehmender Spieldauer zur stärksten Saisonleistung auf. Nicht wenige behaupteten, noch nie so ein gutes Trierer Team seit mittlerweile 17 Jahren Bundesliga-Zugehörigkeit gesehen zu haben. Dies alles wurde angetrieben und inszeniert von einem sich seit Wochen in absoluter Weltklasseform befindlichen Spielertrainers Dirk Passiwan, der der überragende Mann des Abends werden sollte.  Die Trierer agierten auf hohem Niveau, wenn es was zu bemäkeln gab, dann höchstens die Defensivleistungen auf beiden Seiten, die letztendlich zu dem hohen Resultat führen sollte. Trotz zwei aufeinanderfolgender Dreipunkteerfolge des starken Orogbemi in der Schlussminute änderte sich nichts mehr an der überraschenden Niederlage der Sachsen. Die Dolphins ließen sich  den Sieg nicht mehr nehmen. Auch 35 Punkte des stärksten Zwickauers Ghaz Choudry reichten nicht um in Führung zu gehen . Nicht nur Dirk Passiwan, sondern auch Brad Baugh (13), Kim Robins (12) und Tyler Saunders (10) konnten zweistellig punkten. Der Trierer Spielertrainer lobte zu Recht eine herausragende Teamleistung und resümierte: „Der ganzen Mannschaft gehört mein Lob. Wir waren eine verschworene Einheit und haben stets an die Sensation geglaubt. Das Final Four ist eine echte Prestigeveranstaltung für uns und eine zusätzliche Belohnung für ein Team, dass Woche für Woche im Training Gas gibt und sich stets im Laufe derSaison weiter entwickelt hat. Ich glaube, wir haben langsam den Anschluss an die absolute deutsche Spitze hergestellt. Schade nur, dass wir in der Rückrunde durch unsere Ausfälle doch arg gehandicapt sind und waren, sonst wäre in dieser Saison noch mehr drin gewesen.“ Aber noch ist die Saison für die Trierer nicht beendet. Auch wenn die Chancen auf ein Erreichen der Play-Offs in der Meisterschaftsrunde gering sind, stehen nach dem letzten Spieltag der Bundesliga nächste Woche in Zwickau, mit der Europapokal- Erstrunde in Notwill/Schweiz (7.-10.03.) und jetzt auch dem unerwarteten Pokal-Final-Four (23./24.3. in Hannover) weitere hochrangige Aufgaben im Terminkalender der Goldmann Dolphins.

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