TBB Trier: In Braunschweig zurück in die Spur kommen

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TRIER. Nach dem Ausflug in den Beko BBL Pokal geht es jetzt wieder um Ligapunkte: Die TBB Trier fährt nach Braunschweig und hat dort am Samstag gleich mehrere Ziele. Ein Sieg sollte zum einen her, um die „Mini-Niederlagenserie“ gegen ratiopharm ulm (einmal in der Liga, einmal im Pokal) aus den Köpfen zu vertreiben und sich Luft nach unten zu verschaffen. Zum anderen ist gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig noch eine ärgerliche Rechnung aus der Hinrunde offen: Im ersten TBB-Heimspiel der laufenden Saison gewann die Mannschaft von Headcoach Kostas Flevarakis knapp mit 70:72, erst im letzten Braunschweiger Angriff konnte der Kameruner Routinier Harding Nana das Spiel für die Gäste entscheiden.

Viel ist seitdem passiert. Die TBB Trier spielte eine gute Hinrunde und belohnte sich dafür mit der Teilnahme an der Qualifikationsrunde zum Beko BBL Pokal, Braunschweig dagegen schwächelte, verlor zuletzt sechs mal in Folge und steht aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz, allerdings punktgleich mit den FRAPORT SKYLINERS auf Nichtabstiegsplatz 16.

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Der Druck liegt am Samstag also bei den Gastgebern, die die Woche über Zeit zur Vorbereitung hatten, während Trier am Mittwoch in Ulm spielte. TBB-Headcoach Henrik Rödl unterstreicht die Wichtigkeit der Partie. „Natürlich macht es einen Unterschied, wenn man ein Spiel mehr hat, zumal wir ja selten zusätzlich unter der Woche spielen – aber das Spiel am Mittwoch haben wir gewollt und wir haben es uns verdient, und wir wissen, dass wir uns schnell zusammenreißen müssen. Braunschweig ist der Auftakt in eine wichtige Phase mit vielen schweren Auswärtsspielen, und es wäre ein guter Anfang, wenn wir dort gleich ein Zeichen setzen könnten.“

Zeichen setzen, das wollen allerdings auch die Phantoms. Der letzte Sieg gelang am 22.12.2012 (gegen die Neckar RIESEN Ludwigsburg), danach folgten sechs Niederlagen gegen allerdings schwierige Gegner wie Berlin, Bayern München, Quakenbrück und Bamberg (2x). Geschuldet ist das zumindest zum Teil einer gewissen Fluktuation im Kader. Thaddeus McFadden und Casey Mitchell, letzterer immerhin Topscorer mit 13,1 Punkten im Schnitt, sind nicht mehr in Braunschweig, geholt wurde zunächst der kanadische Nationalspieler (und langjährige Freund von Triers Jermaine Bucknor) Jermaine Anderson, dem in bisher acht Spielen 7,3 Punkte und zwei Assists pro Spiel gelangen. Braunschweigs letzte Verpflichtung ließ aufhorchen: Der 32jährige Tscheche Lubos Barton bringt die Erfahrung aus sieben Jahren in der spanischen Liga mit an die Oker, spielte zuletzt für Juventud Badalona und steht außerdem im Kader der tschechischen Nationalmannschaft. Coach Flevarakis verspricht sich von ihm „Ruhe und Stabilität in schwierigen Situationen“. Auch Center Eric Boateng (9 Punkte / 6,4 Rebounds) und Power Forward Harding Nana (10/5) könnten die Trierer Verteidigung vor Probleme stellen.

Großes Augenmerk liegt in dieser Saison aber vor allem auf einem Braunschweiger Eigengewächs: Dennis Schröder. Mit gerade mal 19 Jahren hat sich der Point Guard bei den Phantoms fest in der Rotation etabliert, spielt im Schnitt knapp 26 Minuten und markiert 12,4 Punkte und 3,4 Assists pro Spiel. Die TBB dürfte sich noch gut daran erinnern, dass er im ersten Aufeinandertreffen am zweiten Spieltag in Trier drei von fünf Dreiern traf und am Ende mit 16 Punkten vom Trierer Parkett ging – ein Grundstein für den 70:72-Auswärtssieg der Phantoms.

Erster Sprungball in der Volkswagen Halle in Braunschweig ist am Samstag um 19:30 Uhr. Der TBB-Livestream meldet sich circa 20 Minuten vorher live aus Braunschweig. Dieses Mal mit Kommentator Dennis Schwalm, Radiomoderator und Basketball-Experte aus Bremerhaven, und Co-Kommentator Tom Rüdell, Pressesprecher der TBB Trier. (red/cw)

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