TBB Trier: Pokaltraum ausgeträumt – 70:99 Niederlage

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ULM/TRIER. Der Traum vom Top 4 in Berlin ist ausgeträumt.Vizemeister ratiopharm Ulm ließ TBB Trier auch im dritten Aufeinandertreffen keine Chance und besiegte die Moselstädter mit 70:99. Ulm war in allen Belangen überlegen und gewann verdient. Bester Trierer Punktesammler war Barry Stewart mit 15 Punkten. Allan Ray überragte auf Seiten der Gäste mit 24 Punkten.

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Mit dieser Einstellung mussten die Mannen von Henrik Rödl ins abermalige Duell mit dem Vizemeister gehen, wenn man beim dritten Duell siegreich vom Parkett gehen wollte. Eine Mammutaufgabe – vor allem weil man dieses Mal nicht auf den Heimvorteil bauen konnte. Dennoch hatten sich über 50 Schlachtenbummler auf den Weg in die Domstadt gemacht.

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Den Spruch „Aller guten Dinge sind drei“ hatte sich aber vor allem Allan Ray von ratiopharm Ulm zu Herzen genommen. Der Shooting Guard verwandelte zu Beginn der Partie drei Dreier hintereinander und brachte sein Team schnell mit 4:9 in Führung. Lance Jeter durch einen weiteren Treffer von jenseits der 6,75-Meter-Linie und John Bryant per Layup bauten Vorsprung sogar auf 4:14 aus. Trier hatte sich viel vorgenommen für das Spiel bei den starken Ulmern – und drohte schon gleich am Anfang den Anschluss zu verlieren. Vier Punkte von Seiferth und ein Dreier von Stewart, dessen Leistungssteigerung bitter notwendig war, brachten die Moselstädter wieder auf Schlagdistanz (11:14). Die Freude war allerdings nur von kurzer Dauer. Keaton Nankivil und Ray mit seinem vierten Dreipunktetreffer nahmen den TBB Bemühungen wieder den Wind aus den Segeln. Stewart sorgte mit seinen Punkten sechs und sieben für das 18:24 nach dem ersten Spielabschnitt. Vieles erinnerte an die Partie am vergangenen Sonntag. 

Im zweiten Durchgang zunächst das gleiche Bild. Vier Punkte von Vitalis Chikoko und weitere Zähler von Doreth und Saibou brachten TBB Trier zunächst wieder auf Tuchfühlung (25:27), ehe die Dreier-Maschinerie der Hausherren wieder ins Laufen kam. Distanztreffer von Philipp Schwethelm und Per Günther leuteten die stärkste Phase der Hausherren ein, die auch durch einen Harper-Dreier nicht gestoppt werden konnte. Wie im BEKO-BBL Hinspiel wurde Trier im zweiten Viertel schon der Zahn gezogen und die Vorentscheidung herbeigeführt. Ein 9:0 Lauf und drei Minuten ohne Punkte der TBB ließen den Vorsprung wieder zweistellig werden (29:43), bis zur Halbzeit lag man sogar mit 17 Punkten im Hintertreffen (33:50). Nicht nur, dass man offensiv nicht den Rhythmus fand – auch die Defensive, das Prunkstück des Trierer Spiels unter Henrik Rödl, scheint gegen die variantenreichen und spielstarken Domstädter komplett wirkungslos zu sein. Nach den Erfahrungen der beiden vorangegangenen Partien konnten nur Berufsoptimisten an das Top 4 in Berlin glauben. 

Auch der Start in die zweiten 20 Minuten gab keinen Anlass zu Freudensprüngen. Ein Korbleger vom jungen Deutschen Daniel Theis bedeutete einen Rückstand von 21 Punkten (37:58). Problematisch war auch, dass Trier es nicht verstand kleine Schwächephasen im wenig fehleranfälligen Spiel der „Spatzen“ auszunutzen. Die Trefferquote blieb auf niedrigem Niveau, der Rückstand pendelte sich bei über 20 Punkten ein. Nate Linhart fand offensiv überhaupt nicht ins Spiel, wurde nach 26 Minuten punktlos ausgewechselt. Barry Stewart spielte effektiver als zuletzt, konnte die schwachen Auftritte seiner Kollegen aber auch nicht auffangen. Das Spiel plätscherte vor sich hin. Sobald die Moselstädter ein paar Zähler näher herankam, hatte Ulm die richtige Antwort parat. Komplette Spielkontrolle – TBB Trier hatte nicht den Hauch einer Chance. Auch der dritte Durchgang ging mit 19:24 an das Heimteam. Mit 52:74 ging es in den Schlussabschnitt.

Im letzen Viertel drohte Trier dann sogar ein Desaster. Ulm spielte sich in einen Rausch, Ray streute seine Dreipunkttreffer fünf und sechs ein. Auch Nankivil und Theis hatten Gefallen an der schwächelnden Trierer Defense gefunden – beim 61:91 und noch fünf zu spielenden Minuten  hieß die Devise „Schadensbegrenzung“. Rödl gab vor allem der zweiten Fünf die Chance – Mönninghoff und Saibou nutzten sie. Auch Thorsten Leibenath ließ seine jungen Talente Profiluft schnuppern. Das Spiel beendete Daniel Theis passend mit einem Dreipunktwurf zum 99:70 – zumindest die obligatorische Kiste Bier, die bei 100 erzielten Punkten zur Verfügung gestellt werden muss, musste kein Ulmer zahlen. Für Trier heißt es jetzt, den Kopf nach den schwierigen letzten Spielen und den Niederlagen frei zu bekommen. In Braunschweig wartet die nächste schwere Aufgabe. (cw)

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