TBB Trier: Double-Feature gegen den Vizemeister

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TRIER. Das wird spannend! Weil Richard Schmidt der TBB Trier ratiopharm ulm als Gegner in der Pokal-Qualifikationsrunde zugelost hat, müssen Henrik Rödls Männer innerhalb von vier Tagen gleich zweimal gegen den deutschen Vizemeister von 2012 ran.

Den Coach freut es, auch wenn er natürlich, wie alle Trierer lieber ein Pokal-Heimspiel gehabt hätte: „Wir wissen, dass wir in Ulm eine schlechte Vorstellung abgeliefert haben, und wir brennen auf diese zweite Chance, darauf, dort noch einmal hin zu fahren und den Eindruck zu korrigieren.“

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Vor dem Pokal-Mittwoch in Ulm, mit Chance auf das Ticket nach Berlin, geht es aber erst einmal am Sonntag in Trier um zwei Punkte in der BBL – vor den Kameras von SPORT1. Die Partie ist das erste Spiel mit Trierer Beteiligung seit dem 30. Oktober 2010 (TBB Trier – Telekom Baskets Bonn), das live im Fernsehen übertragen wird.

ratiopharm ulm präsentiert sich nicht erst seit dem Sieg gegen den FC Bayern München (83:75) am letzten Sonntag in bestechender Form, belegt aktuell den zweiten Tabellenplatz. Henrik Rödls Bezeichnung „schlechte Vorstellung“ für das Hinspiel am 26.12.2012 ist sicher nicht übertrieben. Ulm siegte klar mit 73:58, ließ der TBB über die volle Distanz nicht den Hauch einer Chance. Vor allem mit der Zonenverteidigung der Hausherren konnten Howell, Linhart und Co. überhaupt nichts anfangen. Bereits zur Halbzeit war die Partie mit 47:21 entschieden.

Ulm baut dabei im dritten Jahr auf die Dienste eines Mannes, der aus einem stark besetzten Kollektiv herausragt, wie der Turm, den er körperlich darstellt: John Bryant. Der kalifornische Center mit der Surferfrisur bringt bei 211cm Körperlänge 130 Kilo auf die Waage. Für seine Masse ist Bryant erstaunlich beweglich, dominiert beide Zonen und trifft wenn nötig auch aus der Distanz: 16.7 Punkte und 12.6 Rebounds in knapp 29 Minuten sind Ligaspitze und bedeuten mächtig viel Arbeit für Andi Seiferth und Vitah Chikoko.

Bryants kongenialer Partner heißt Per Günther. Der Point Guard der Deutschen Nationalmannschaft legt pro Spiel 12,6 Punkte bei guten Quoten auf und sorgt für die Tempokontrolle im Ulmer Spiel. Beim ALLSTAR Day in Nürnberg spielten sie gegeneinander – und sorgten mit ihrer „Dirty Dancing“-Einlage (Bryant „ermöglichte“ dem 27 Zentimeter kleineren Günther den ersten Dunking seiner professionellen Karriere, indem er ihn über sich hob wie weiland Patrick Swayze Jennifer Grey) für große Erheiterung in Basketball-Deutschland.

Auch um die beiden herum harmoniert der Kader. Routinier Allan Ray (früher Boston Celtics), Point Guard Lance Jeter, sowie die beiden Deutschen Philipp Schwethelm (vom FC Bayern München ausgeliehen) und Daniel Theis (kam aus Braunschweig) stießen neu dazu. Kapitän Steven Esterkamp, Dane Watts, Keaton Nanikivil, Sebastian Betz und Marcel Heberlein wurden allesamt mit Ulm Vizemeister. Sie haben zusammen eine traumhaft erfolgreiche Saison bis zum bitteren Ende erlebt. Die beiden Talente Till-Joscha Jönke und Kay Gausa ergänzen den Kader.

Ein Gegner, vor dem man Respekt haben muss – nicht nur, weil man ihn schon kurz darauf, mit den Erkenntnissen aus dem Heimspiel, noch einmal treffen wird.

„Das Spiel gegen Ulm ist sicher eins der schwersten Heimspiele, die man haben kann – sie haben gerade München und Istanbul geschlagen, und gegen uns waren sie an Weihnachten überragend. Wir brauchen schon ein besonderes Spiel in besonderer Atmosphäre, um da bestehen zu können. Aber gerade nach der Niederlage am letzten Wochenende ist die Mannschaft natürlich motiviert, es besser zu machen“, so Henrik Rödl, Headcoach der TBB Trier. (red/cw)

Das Pokalspiel in Ulm interessiert Rödl dabei zunächst nur am Rande. „Der Mittwoch hat wieder einen ganz anderen Stellenwert – das ist unsere Belohnung für eine gute Hinrunde, und wir haben nur diese eine Chance auf das TOP FOUR in Berlin. Das weiß Ulm natürlich auch, vielleicht gelingt uns ja trotzdem die ganz große Überraschung. In der Vorbereitung ist alles wie immer, wir denken von Spiel zu Spiel, werden uns das Spiel vom Sonntag genau ansehen und uns dann auf den Mittwoch vorbereiten. Wichtig ist aber zunächst das Heimspiel.“

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