TBB Trier: Letztjähriger Halbfinalist Würzburg kommt

0

TRIER. Das Hinspiel war eine knappe Kiste und auch beim Rückspiel in der heimischen Arena wird TBB Trier wieder an die Grenzen gehen müssen, um siegreich vom Parkett zu gehen. Der Halbfinalist der letzten Saison, s.Oliver Baskets Würzburg, gibt seine Duftmarke in Deutschlands ältester Stadt ab. Auch ohne den von John Patrick geprägten „Guard-Terror“-Spielstil sind die Franken ein gefährlicher Gegner mit Playoffambitionen.

Nach dem Hinspiel in Würzburg waren beide Coaches ein wenig fassungslos. Ein „Spiel der Fehler“ sei es in Würzburg gewesen, so Henrik Rödl, das die TBB trotzdem 62:69 gewonnen habe. Und sein Kollege Marcel Schröder verstand nicht, wie die s.Oliver Baskets Würzburg ein Spiel verlieren konnte, „in dem wir 27 Ballverluste forciert und 20 Offensivrebounds geholt haben“.

Anzeige

Sparkasse Trier

Wer jetzt denkt, dass am 24.11. in der s.Oliver-Arena Not gegen Elend auf dem Parkett stand, liegt falsch: Das Spiel hatte Niveau – aber vor allem kämpferische Intensität. Beide Mannschaften schenkten sich keinen Zentimeter Platz, erzwangen Fehlwürfe durch harte Defense. Am Ende kam Trier mit diesem Druck besser klar, war vor allem in der Verteidigung das kleine Quäntchen besser und holte den „wichtigsten Sieg der Saison“ (Rödl).

Was passiert nun am Sonntag? An der Ausgangssituation hat sich nicht allzu viel geändert. Würzburg ist immer noch Playoff-Kandidat, hier verpflichtet die Halbfinal-Teilnahme aus dem Vorjahr. Die Gäste hatten zuletzt allerdings einiges Verletzungspech: Point Guard John Little fiel nach einer Blinddarm-OP länger aus, für ihn kam Courtney Pigram, der sich zwar nach sechs Spielen mit 10,3 Punkten und 3,8 Assists durchaus positiv präsentiert, aber auch schon einmal mit einer Trainingsverletzung auflief. Dann musste Kapitän Ben Jacobson an der Schulter operiert werden – für ihn ist die Saison gelaufen, wieder kam mit Osiris Eldridge ein neuer Mann. Noch kein Pflichtspiel konnten die Würzburger mit komplettem Kader bestreiten – das zehrt. Das Resultat aus Lazarett und zwischenzeitlichem Reisestress im europäischen Wettbewerb: Würzburg ist immer noch, genau wie vor dem Hinspiel, „nur“ Tabellenzwölfter, während Trier sich ,nicht zuletzt dank des letzten Heimsieges gegen Ludwigsburg, vorsichtig weiter nach oben orientiert.

Zu unterschätzen sind die Gäste dennoch nicht: Mit Topscorer Dwayne Anderson, dem bulligen Center Jason Boone, und dem ehemaligen Frankfurter Jimmy McKinney punkten weitere drei Würzburger im Schnitt zweistellig. Lamont McIntosh und Alex King stehen für hohe Intensität. Der ehemalige Trierer Power Forward Oliver Clay, der in sein zweites Jahr in Würzburg geht, sowie Max Kleber, Maurice Stuckey (Leihe von den Brose Baskets), Alex King und Christoph Henneberger komplettieren Schröders Kader. Vor allem King übernahm zuletzt mehr und mehr Verantwortung.

Henrik Rödl warnt also – mal wieder: „Wir erwarten einen hochkarätigen Gegner, der sich vielvorgenommen hat – Würzburg hat immer noch die ‚Playoffs‘ auf der Fahne stehen und hat uns im Hinspiel einen sehr harten Kampf geliefert. Es war, trotz oder wegen der vielen Fehler vielleicht der wichtigste Sieg der bisherigen Saison. Wir erwarten, dass die s.Oliver Baskets alles versuchen werden, diese Scharte auszuwetzen. Die Qualität dafür haben sie ohne Zweifel.“

Seit dem „Spiel der Fehler“ haben die Baskets vier Spiele gewonnen und vier verloren – zuletzt gelang, nach drei Niederlagen in Folge, der „Prestige-Sieg“ gegen die Neckar RIESEN Ludwigsburg. Bei denen hatte erst kurz vor deren Gastspiel in Trier der ehemalige Würzburger Headcoach John Patrick angeheuert – eine Frage der Ehre.

Im Trierer Kader sind alle Spieler fit, gesund und ausgeruht. Die verlängerte Pause dank verschobenem Berlin-Spiel und Beko BBL ALLSTAR Day wurde zur Erholung genutzt, einige Spieler waren zu Hause bei ihren Familien, andere haben Urlaub gemacht. Insgesamt nach einer Woche Vorbereitung gute Voraussetzungen, um die gleiche Intensität aufs Parkett zu bringen wie im Hinspiel. Wenn möglich, das dürfte sich nicht nur Henrik Rödl wünschen, mit etwas weniger Fehlern.

Tickets für die Partie TBB Trier gegen s.Oliver Baskets Würzburg sind an allen VVK-Stellen von Ticket Regional, online unter www.tbb-trier.de/tickets und unter der Tickethotline 0651-9790777 erhältlich. Die Geschäftsstelle der TBB Trier ist am Samstag von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Bis dahin gibt es auch noch das Ticketpaket „Sieben auf einen Streich!“ mit Eintrittskarten für alle verbleibenden TBB-Heimspiele der Hauptrunde zu reduzierten Preisen.
Und: Wie immer gelten alle Tickets auch als Fahrkarte im kompletten Verkehrsverbund Region Trier – Fahrplaninfos unter www.vrt-info.de. Die Türen der Arena öffnen am Sonntag um 15 Uhr.(red/cw)

 

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.