Lokale Agenda zieht positives Fazit aus „Rio +20“

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    TRIER. 20 Jahre Klimakonferenz in Rio de Janeiro- für die Lokale Agenda 21 Grund genug, das Jahr 2012 unter das Motto  „Rio +20“ zu stellen. Mit 20 Veranstaltungen warb die Agenda für mehr Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit. Vor allem die Zusammenarbeit mit der Stadt hat sich im vergangen Jahr als nutzenbringend erwiesen. Auch für das Jahr 2013 sind vielfältige Projekte geplant.

    Bunt gemischt war das Programm im Jubiläumsjahr: Baumpflanzaktionen, Trommeln für die Nachhaltigkeit oder Werbung für den fairen Handeln waren nur einige der 20 Programmpunkte, die insgesamt etwa 2500 Bürger und Bürgerinnen besuchten. “Dieses Engagement ist wichtig, weil wir im Kleinen die Fehler vermeiden müssen, die im Großen zu erdrückenden Problemen führen“, sagt Dieter Sadowsky, neuer Vorsitzender der Lokalen Agenda 21. Besonders fruchtbar war im vergangenen Jahr die Zusammenarbeit zwischen Lokaler Agenda und der Stadt Trier. So war die Stadt 2012 erstmals Mitveranstalter des sogenannten Weltbürgerfrühstücks. Bei diesem öffentlichen Frühstück sollen den Bürgern fair gehandelte Produkte schmackhaft gemacht werden. Die Etablierung des Weltbürgerfrühstücks in den vergangenen Jahren brachte Trier auch den Titel „Fairtrade- Stadt“ ein. Oberbürgermeister Klaus Jensen steht zu den Bemühungen rund um die Nachhaltigkeit in Stadt und Region: „Auch wenn Fehler gemacht werden, ist man in Sachen Nachhaltigkeit bislang auf einem guten Weg, wie zum Beispiel die Schaffung neuer Mischwälder zeigt.“ Auch 2013 werden Lokale Agenda und die Stadt Trier verschiedene Projekte auf den Weg bringen. So soll zum Beispiel im Bereich Wohnen nachgebessert werden. Angestrebt wird die Schaffung bezahlbaren Wohnraums, der den neuesten energetischen Standards entspricht. “Das Thema Wohnen ist für uns eine Zukunftsaufgabe“, sagt Charlotte Kleinwächter, Geschäftsführerin der Lokalen Agenda 21. In Bezug auf die Mobilität sieht der Verein Nachbesserungsbedarf. Für die Nutzung von Fahrrad und ÖPNV statt dem Auto möchte die Agenda deshalb in diesem Jahr besonders eintreten. Derzeit wird auch nach einem Stadtviertel gesucht, das sich als autofreies Quartier einrichten lässt. Dieses Viertel müsste an den ÖNVP besonders gut angebunden sein, um den Verzicht auf das Auto attraktiv zu machen.  Das Jahr 2013 steht insbesondere aber auch unter dem Motto „Nachhaltige Beschaffung“. Jensen kündigte an, dass die Stadtverwaltung und andere öffentliche Einrichtungen ihren Materialbedarf künftig umwelt- und sozialverträglich decken wollen. Außerdem möchte die Stadt besonders das Konzept des “Public Gardenings“ unterstützen. Dieses Konzept sieht vor, dass Bürger auf öffentlichen Flächen Obst und Gemüse anbauen können. Das Grünflächenamt ist derzeit bereits auf der Suche nach geeigneten Flächen im Stadtgebiet.

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