Wirtschaftskraft in der Region schwächelt

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    TRIER. Jeder Erwerbstätige in der Stadt Trier hat 2010 nach jüngsten Berechnungen des statistischen Landesamtes durchschnittlich 48.854 Euro zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) beigetragen. Das sind 84,8 Prozentpunkte weniger als noch für 2009 gemeldet (94,6).

    Dem liegt allerdings kein lokaler Konjunktureinbruch zugrunde, sondern vor allem eine verbesserte Berechnungsmethode des statistischen Landesamtes. Die Daten aus 2010 sind mit den Daten aus 2009 nicht direkt vergleichbar, wohl aber das Verhältnis zwischen Region und Land in den einzelnen Jahren. Die größten Unterschiede in den BIP- Werten innerhalb der Region zeigen sich im Kreis Trier- Saarburg. Lag dort im Jahr 2009 das BIP gemessen am Landeswert bei 93,1 Prozentpunkten, erreichte es 2010 lediglich 77,8 Prozent.
    Insgesamt fällt die Wirtschaftskraft in der Region aber schwächer aus, als bislang angenommen. Für die Industrie- und Handelskammern heißt das vor allem: die Standortbedingungen müssen dringend verbessert werden.
    Hauptgeschäftsführer Dr. Jan Glockhauer appelliert: „Die Region darf sich auf dem Erreichten nicht ausruhen. Moderate kommunale Steuern und Abgaben, eine gute Verkehrs- und Bildungsinfrastruktur, unternehmensfreundliches Verwaltungshandeln, gemeinsame Anstrengungen zur Fachkräftesicherung: All das sind Instrumente, um einen Aufwärtstrend anzustoßen.“ Die IHK Trier wird zur Unterstützung der Unternehmen in diesem Jahr besonders auf die Themen Fachkräftesicherung, Existenzgründung, Unternehmenswachstum und Nachfolge aufmerksam machen. So wird die Kammer zum Beispiel ein Projekt zur Prävention und Bewältigung von Unternehmenskrisen starten, einen Fachkräftemonitor anlegen und sich im Rahmen des IHK- Jahresthemas „Infrastruktur- Wege für morgen“ dafür einsetzen, die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft dank guter Anbindungen, Mobilität und verzahnter Netze zu sichern.

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