Identität des Nitteler Bankräubers vermutlich geklärt

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    NITTEL. Bei dem Mann, der am Donnerstag, 17. Januar, die Geschäftsstelle der Volksbank in Nittel/Mosel überfallen hat, handelt es sich höchstwahrscheinlich um den bundesweit gesuchten Serientäter Paul Philip Erxleben. Der 31-Jährige steht im Verdacht, im vergangenen Jahr vier Banküberfälle begangen zu haben, darunter den Raubüberfall auf die VR-Bank in Thalfang am 12. April 2012.

    Der Mann war wegen fünf weiterer Banküberfälle, die er zwischen 2005 und 2008 im Bereich Koblenz begangen hatte, zu achteinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Ende Januar 2012 nutzte er einen Freigang zur Flucht aus einer Justizvollzugsanstalt in Berlin. Der 31-Jährige dürfte auch am Donnerstag, 17. Januar, um  12.23 Uhr die Geschäftsstelle der Volksbank in Nittel betreten und zwei Angestellte mit einer Pistole bedroht haben. Da die Bank jedoch nicht über Bargeld verfügt und Geschäfte nur über Karte abgewickelt werden können, flüchtete der Täter nach wenigen Minuten ohne Beute zu Fuß. An der anschließenden Fahndung beteiligten sich auch die Polizeien aus Luxemburg und dem Saarland, sowie ein Polizeihubschrauber der rheinland-pfälzischen Polizei. Erxleben ist weiterhin auf der Flucht. Aufgrund der bisherigen Ermittlungen, insbesondere auch der Fotos der Überwachungskamera besteht der Verdacht, dass sich bei dem Täter um den gesuchten 31-jährigen Paul Philip Erxleben handelt.

    Ihm werden darüber hinaus folgende weitere Überfälle auf Geldinstitute vorgeworfen:

    12. April 2012:            VR-Bank in 54424 Thalfang

    31. August 2012:         VR-Bank in 66909 Herschweiler-Pettersheim

    4. September 2012:     VR-Bank in 76872 Freckenfeld

    16. Oktober 2012:       SpK in 66333 Völklingen-Wehrden

     

    Erxleben ist 185 cm groß, schlank und hat eine gepflegte Erscheinung. Er hat einen dunklen, südländischen Teint. Der Mann spricht hochdeutsch, französisch, englisch und russisch. Zur Tatzeit war er mit einem dunklen Sakko und einem grau-beigen Pulli bekleidet. Er trug einen zwei- oder dreifarbigen Schal, eine schwarze Mütze und dunkle Handschuhe. Weiterhin trug der Mann eine Brille mit dunklem Gestell. Mütze und Brille dürfte er zur Maskierung getragen haben. Der Tatverdächtige ist wahrscheinlich mit einem Fahrzeug geflüchtet. Möglicherweise hält er sich noch in der Region oder im angrenzenden Saarland, Luxemburg oder Frankreich auf. Die Ermittlungsbehörden wenden sich mit Bildern des Flüchtigen an die Öffentlichkeit mit der Bitte um Unterstützung.

     

    Wer sachdienliche Hinweise zu dem Raubüberfall in Nittel oder zum Aufenthaltsort von Paul Philip Erxleben machen kann, wird gebeten, sich an die Kripo Trier, Telefon 0651/9779-2110 oder 0651/9779-2290 oder an jede andere Polizeidienststelle zu wenden. Die geschädigten rheinland-pfälzischen Geldinstitute hatten bisher eine Belohnung in Höhe von insgesamt 6.000 Euro ausgesetzt für Hinweise, die zur Klärung der Taten und zur Festnahme des Täters führen. Das gestern überfallene Geldinstitut hat weitere 1.000 Euro Belohnung ausgesetzt. Die Zuerkennung und Verteilung der Belohnung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges und ist nur für Privatpersonen bestimmt und nicht für Beamte, zu deren Berufspflichten die Verfolgung von Straftaten gehört.

     

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