Eintracht Trier: Beschwerde über Polizeieinsatz

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TRIER. Harsche Kritik muss die Trierer Polizei derzeit einstecken. Ihr Verhalten während der Heimspiele der Eintracht Trier sorgt offenbar regelmäßig für Wut und Aufregung unter Teilen der Fans. Die Vorkommnisse beim Testspiel gegen Kaiserslautern am vergangenen Samstag nahmen einige Fangruppen nun zum Anlass für eine Beschwerde, die lokalo vorliegt. Von Seiten der Polizei liegt bislang keine Stellungnahme vor. Man müsse den Einsatz erst auswerten, heißt es dort. Von Lisa Bergmann

Sechs Trierer Fangruppen unterzeichneten das Schreiben, indem sie die von der Polizei eingesetzten Methoden zur Trennung der beiden Fanlager bemängeln.  Die angewandten Maßnahmen hätten für eine “aggressive Grundstimmung“ gesorgt und “unnötiges Konfliktpotenzial“ provoziert. Nach dem Ende des Spiels verließen zunächst die Anhänger der gegnerischen Mannschaft das Moselstadion, während die Trierer Fans ihren Block zunächst nicht verlassen durften. So sollte ein Aufeinandertreffen der beiden Fangruppen außerhalb des Stadions vermieden werden. Dieses Vorgehen wird auch als Blocksperre bezeichnet. Bei den Fangruppen Insane Ultra, Bonkers, Suburbia Rebels, Supporters Club Trier 01, Fanclub Wittek und Reisetruppe Delikat, die gemeinsam die Stellungnahme verfasst haben, trifft diese Maßnahme auf Unverständnis. Es sei „bundesweit einmalig“,  dass für die Heimfans eine Blocksperre verhängt würde und sich die Anhänger der Gastmannschaft frei in der Stadt bewegen könnten.“ Besonders sauer aufgestoßen ist den Fans das Verhalten der Polizei während der Sperre. Die Polizei habe die Fans der Eintracht “auf eine äußerst aggressive, repressive und arrogante Art und Weise“ daran gehindert, das Stadion nach Ende des Spiels zu verlassen. Beschimpfungen und Drohungen, nach Darstellung der Fangruppen auf beiden Seiten, waren die Folge. Auch der SVE selbst ist von den Vorwürfen betroffen. Der Verein träte nicht für die Rechte der Fans ein, heißt es.

Dem widerspricht eine Stellungnahme des Clubs, unterschrieben von Vorstand, Geschäftsführer und Geschäftsstellenleiterin, die der SVE am heutigen Freitag veröffentlichte. “Wir vom SV Eintracht Trier 05 stehen in ständigem Kontakt mit der Polizei. Ziel ist es, in Gesprächen, die in naher Zukunft stattfinden, eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung für Besucher im Moselstadion zu finden“, heißt es dort. Dem Vorwurf, man habe den Fans während der Sperre den Gang zur Toilette verweigert und sie buchstäblich im Regen stehen lassen, widerspricht der Verein ebenfalls vehement: “Die Blocksperre wurde diesmal so umgesetzt, dass es den Fans sehr wohl möglich war, die Toilette aufzusuchen, wie auch unter dem Dach der Gegentribüne zu verweilen.“ Die Fans kündigten an, die Vorfälle beim Testspiel und zwei weiteren Spielen im vergangenen Jahr durch einen Fananwalt prüfen zu lassen.

1 KOMMENTAR

  1. Die „Vereine“ = Firmen müssen für die Polizeikosten aufkommen.
    Es kann nicht sein, das die Beamten keine Zeit haben um Streife zu laufen oder Verkehrskontrollen durchzuführen, aber die Fußballvereine bekommen regelmäßig 200 Ordner geschenkt bekommt.

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