Wittlich hat eine neue Halle für Großveranstaltungen

    0

    WITTLICH. Das EVENTUM Wittlich, die neue Großsporthalle mit Mehrzwecknutzung, ist fertig. Am 1. Februar kann diese imposante Halle erstmals besichtigt werden. In den Eröffnungswochen vom 23. Februar bis 23. März 2013 finden neben einem Klassik-Konzert Sportveranstaltungen und für die Jugend ein Rockkonzert statt. Am 15. Februar wird in der neuen Halle an Bundesaußenminister a.D. Hans-Dietrich Genscher der Georg-Meistermann-Preis der Stiftung Stadt Wittlich verliehen. Damit ist das breite Spektrum an Veranstaltungen, welches in der Halle möglich ist, weitgehend abgedeckt. Der Schul- und Vereinssport hat am Tag der Eröffnung bereits von der Halle Besitz ergriffen.

    Der Planungsauftrag für die Großsporthalle wurde vom Stadtrat am 8. Juli 2008 an die Architektengruppe Naujack/ Rumpenhorst GmbH aus Koblenz erteilt. Planender Architekt war Joachim Rind. Der Planung stimmte der Stadtrat am 23. September 2008 zu. Im Februar 2011 war Baubeginn. Die neue Sporthalle ist als Solitärbau mit einem ebenerdig angeordneten, um die Spielfläche herumlaufenden Foyer konzipiert. Die 27 mal 45 Meter große Sport- und Spielfläche liegt abgesenkt 3,3 Meter tiefer. Hierdurch wird erreicht, dass die Halle trotz der erforderlichen Raumhöhe von 7,8 Metern eine städtebaulich vertretbare Höhe einhält und die vorhandenen Gebäude in der Umgebung nicht überragt. Der Haupteingang liegt auf der Westseite des Gebäudes und ist zum Maare-Mosel-Radweg hin orientiert. Zwischen dem Radweg und der Halle liegt ein großzügiger Vorplatz. Die Zugänge für die Schüler und Sportler liegen auf der den beiden Schulen zugewandten Seite. Dort kann über zwei Außentreppen direkt die Sportfläche erreicht werden. Die Großsporthalle hat eine bebaute Fläche von 2.283 Quadratmetern, die Brutto-Grundrissfläche beträgt 3.625 Quadratmeter. Die Kubatur des Bauwerks beträgt 26.342 Kubikmeter.

    Sämtliche Nebenräume (WC-Anlagen, Umkleiden, Geräte- und Technikräume) befinden sich „unter der Erde“. Dies hat den Vorteil, dass das umlaufende Foyer frei von Einbauten ist und der Blick auf die umlaufende Glasfassade und nach außen nicht gestört wird. Nur die zwei Kioske rechts und links neben dem Haupteingang und der Aufzug auf der gegenüberliegenden Seite ragen in den Raum hinein. An der Längsseite der Spielfläche ist eine Tribüne angeordnet. Auf dem festen Teil dieser Tribüne gibt es in drei Reihen 240 Sitzplätze, der in vier Blöcke unterteilte mobile Tribünenteil bietet weitere 426 Sitzplätze. Insgesamt stehen somit 666 Einzelsitze zur Verfügung.

    Die Bodenplatte der Halle wie auch die Wände und Decken wurden als Betonkonstruktion ausgebildet. Die Stützen in der unteren Ebene sind ausbetonierte Stahlstützen. Die weit spannende Dachkonstruktion besteht aus einem Trägerrost von Stahlfachwerkträgern, die im Randbereich 1,25 Meter und im mittleren Feldbereich 2,50 Meter hoch sind. Die Spannweiten des mittleren Feldes betragen etwa 30 x 45 Meter. Die Stahlkonstruktion bleibt im gesamten Hallenbereich sichtbar. Über die verglaste Fassade und die Oberlichtbänder wird die Großsporthalle mit Tageslicht versorgt. Die Dachflächen wurden hochwärmegedämmt und mit einer extensiven Begrünung bepflanzt.

    Auf dem Dach der Großsporthalle wurde eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 50,96 kWpeak (maximal mögliche Leistung einer Solaranlage bei Standardbedingungen) installiert. Die Gesamtkosten für diese Anlage, die bereits seit dem 12.10.2012 am Netz ist, lagen unter 100.000 Euro. Der dort erzeugte Strom reicht aus, um neun „Durchschnittshaushalte“ ein Jahr lang zu versorgen. Die Anlage soll jährlich rund 46.000 kWh Strom produzieren. Die Anlage wird von der Renergie Stadt Wittlich GmbH betrieben, einem Gemeinschaftsunternehmen der Stadt Wittlich mit dem RWE. 

    „Boogie-Woogie“ gegenüber dem Haupteingang

    Der Künstler Egidius Knops aus Berlin hat in dieser Woche die Großsporthalle mit einem Kunstwerk mit dem beschwingten Namen „Boogie – Woogie“ verschönert. Nach der Beschreibung des Künstlers soll die Skulptur „Bewegung – Rhythmus – Dynamik – Lebensfreude, Tanz und Spiel“ ausdrücken. Der künstlerisch anspruchsvolle und gelungene Entwurf konnte sich in der Sitzung der Auswahljury am 30. Mai 2012 gegen vier weitere Vorschläge durchsetzen. Der anschließend tagende Kulturausschuss stimmte dem Vorschlag der Jury zu und vergab den Auftrag.

    Errichtet wurde das 6 Meter hohe und 8 Meter breite Kunstwerk auf der Aktionsfläche vor dem Besuchereingang der Sporthalle. Die beiden tragenden Säulen sind 4 Meter hoch und haben einen Durchmesser von 30 Zentimetern. Sie bestehen aus Stahlrohr, welches von 12 Millimeter starken, miteinander verschweißten Röhren umgeben ist. Die filigrane Skulptur wurde auf die Säulen aufgesetzt und bildet so ein Tor. Verwendet werden Chromnickelstahl und laminiertes Glas. „Der Besucher und Benutzer der neuen Großsporthalle wird empfangen von einem Reigen von Formen und Farbe. Geometrische und zufällige Formen assoziieren Luftballons, Bälle, Sonne, Mond, Wind und Sterne“, so beschreibt Egidius Knops seinen Entwurf. Diese „Rhapsodie in Rot, Gelb und Blau“ soll die Fantasie anregen und die Besucher auf einen Morgen, Nachmittag oder Abend mit Sport und Spiel fröhlich einstimmen.

    HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

    Please enter your comment!
    Please enter your name here

    Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.