Eintracht Trier: 1:1 im Test gegen Kaiserslautern

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TRIER. Dank der tatkräftigen Mithilfe einiger Eintracht Anhänger, gelang es Platzwart Sascha Quint den schneebedeckten Rasen bespielbar zu machen. Die Trierer spielten vor 1246 Zuschauern im Moselstadion von Beginn an auf Konter, Kaiserslautern gab den Ton auf dem Platz an. Dennoch schaffte es die Eintracht in der 50. Minute durch Fahrudin Kuduzovic in Führung zu gehen. Fabian Derstroff gelang in der 87. Minute noch der Ausgleich für die Gäste.  Am Ende leuchtete ein nicht unverdientes 1:1 Unentschieden von der Anzeigetafel.

Die Gastgeber gingen bissig in die ersten Zweikämpfe – von Zurückhaltung wegen des dünnen Kaders war nichts zu sehen. Große Probleme auf dem Rasen, der zwischen den Sechzehnmeterräumen noch von einer dünnen Schneeschicht bedeckt war, hatte vor allem Linksverteidiger Fouad Brighache. Bereits in der dritten Minute führte einer seiner Ballverluste fast zum Gegentreffer, doch die Flanke des ehemaligen Mainzers Mimoun Azouagh  konnte in letzter Sekunde von der SVE-Abwehr zur Ecke geklärt werden. FCK-Testspieler Felipe hatte den Ball freistehend erwartet.

Nun übernahm Kaiserslautern, das ohne Stammtorhüter Tobias Sippel und Alexander Bunjaku in die älteste Stadt Deutschlands gereist war, mehr und  mehr die Kontrolle über das Spiel. Zwingend wurden die Roten Teufel dabei allerdings nur selten. Meist waren es individuelle Fehler im Spielaufbau der Eintracht, die zu Kontermöglichkeiten für den Zweitligisten führten.  Diese wurden aber nicht konsequent zu Ende gespielt , so dass Schlussmann Stephan Loboué kaum  gefordert wurde. Auch Trier konterte nach einer Ecke von Azouagh, der daraus resultierte Weitschuss von Di Gregorio war aber insgesamt zu harmlos und eine leichte Beute für Gästekeeper Hohs (8.).  Erst in der 16. Minute musste Loboué sein Können unter Beweis stellen: Nach schöner Hereingabe von Bugera köpfte Zuck den Ball knapp am linken Pfosten vorbei.

Danach verflachte das Spiel wieder – der schwer zu bespielende Rasen machte ein flüssiges Kombinationsspiel unmöglich. Erst nach einer halben Stunde wurde es wieder gefährlich vor dem Trierer Tor. Wolfert ließ eine gute Kopfballchance nach Flanke von Azouagh liegen, direkt im Anschluss versuchte sich Fabian Dick aus rund 25 Metern per Freistoß – Loboué klärte zur Ecke.  In der 37. Minute bekam auch die Eintracht die erste Ecke zugesprochen. Im Anschluss an die Ecke verfehlte Maximilian Watzka ein Abelski-Zuspiel nur knapp.  Kurz vor der Halbzeit hatten der FCK dann seine beste Chance:  Testspieler Felipe scheiterte freistehend am Trierer Schlussmann. Insgesamt machte die Trierer Defensive, vor allem die Innenverteidigung, einen sehr guten Job gegen die zwei Klassen höher spielenden Pfälzer. Das Eckenverhältnis von 1:11 aus Trierer Sicht zeigte dennoch deutlich die Kräfteverhältnisse.

In der Halbzeit wechselte Trainer Roland Seitz die Torhüter – Andreas Lengsfeld kam für Stephan Loboué. Gästecoach Franco Foda tauschte die komplette Elf aus. Von Qualitätsverlust war bei erstligaerfahrenen Akteuren wie Idrissou , Simunek und Weiser aber nichts zu merken. Dennoch waren es die Moselaner, die das erste Highlight im zweiten Durchgang setzten. Nach einer Flanke von Abelski verfehlte Pagenburg zunächst den Kopfball, der hinter ihm lauernde Kuduzovic versenkte das runde Leder jedoch aus sieben Metern ( 50.) zur Führung.

Gleich nach Wiederanpfiff hatte Idrissou den Ausgleich auf dem Kopf, scheiterte jedoch am stark reagierenden Andreas Lengsfeld (52.). Danach verpufften die Angriffe der Roten Teufel meist schon vor dem Trierer Strafraum. Danach wechselte auch Roland Seitz kräftig durch. Zwischen der 61. Und 65. Minute durften gleich vier Spieler vom eisigen Spielfeld unter die warme Dusche. Unter anderem konnte sich Testspieler Ferdinando Rega 30 Minuten lang zeigen. Der 22-jährige Italiener fühlt sich auf beiden Außenbahnen zu Hause, konnte dem Spiel aber keine nennenswerten Impulse geben. Stattdessen setzte sich Lautern wieder in der Trierer Hälfte fest. 

Nachdem Julian Derstroff in der 73. Minute noch am glänzend parierenden Lengsfeld gescheitert war, machte er es kurz vor Schluss besser und markierte auf Zuspiel von Testspieler Mahmadou Bah (87.) das 1:1. Insgesamt lieferten die 05er, vor allem defensiv, ein gutes Spiel und können viele positive Erkenntnisse aus dem Test mitnehmen. Roland Seitz wird neben der gezeigten spielerischen Qualität  vor allem darüber glücklich sein, dass zu Burak Sözen, Markus Fuchs und Fabian Zittlau keine weiteren Ausfälle hinzugekommen sind.  (cw)

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