TBB Trier: Revanche gegen die RIESEN nehmen

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TRIER. Die 76:90 Niederlage in Bonn ist noch gar nicht so recht verdaut, da wartet schon der nächste Gegner auf TBB Trier. Mit den Neckar Riesen Ludwigsburg gibt ein gefährlicher Gegner seine Visitenkarte in der Arena Trier ab – das Hinspiel verloren die Moselstädter mit 60:71. Die Barockstädter kommen mit neuem Coach in die älteste Stadt Deutschlands: Der zweifache „Coach of the Year“, John Patrick, leitet ab sofort die Geschicke an der Seitenlinie. Vor der zweiwöchigen Spielpause wartet Schwerstarbeit auf die Mannen von Henrik Rödl.

Das ging schnell: Am 8. Dezember 2012 verlor die TBB Trier ihr Auswärtsspiel bei den Neckar RIESEN Ludwigsburg mit 71:60. Grund war ein Gegner, der besser war, als die Tabellensituation vermuten ließ – und eine der wenigen wirklich schlechten Trierer Vorstellungen in der Hinrunde. Weil der Rückrundenspielplan nicht ganz chronologisch ist, kommt die Möglichkeit zur Revanche bereits vier Wochen später – gegen ein Team mit neuem Coach.

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Was hat sich in der Zwischenzeit getan? In Trier bekanntlich viel: Henrik Rödl verlängerte seinen Vertrag, die TBB verlor gegen drei Topteams der Liga und gewann gegen Bayreuth und den MBC, qualifizierte sich damit für den Pokal – in der Halbzeit lost Ruder-Olympiasieger Richard Schmidt die Qualifikationsrunde aus.

Und in Ludwigsburg? Auch viel. Der Sieg gegen Trier im Dezember schien ein Signal zu sein. Nach fünf Niederlagen in Folge konnte das Team von Headcoach Steven Key doch noch gewinnen. Doch drei weitere Pleiten (gegen Gießen, Braunschweig und Hagen) folgten. Zum Jahresende bezwangen die RIESEN die s.Oliver Baskets in Würzburg mit 75:79. Steven Key rettete das nicht: Am 6. Januar gab das Management seine Beurlaubung bekannt, nachdem sein Team das Derby gegen Tübingen mit 73:78 verloren hatte und wieder auf den siebzehnten Tabellenplatz fiel. Tags darauf wurde mit John Patrick (früher Göttingen, dann Würzburg) ein in der Liga prominenter Nachfolger vorgestellt, der jetzt noch eine halbe Saison Zeit hat, die Schwaben vor dem Abstieg zu retten.

Damit sind die Vorzeichen ähnlich wie vor vier Wochen: Trier geht favorisiert in diese Partie, sollte sich aber hüten, diesen Gedanken aufkommen zu lassen. Die noch sehr präsente Hinrunden-Schlappe zeigt, wo die Schwaben gefährlich sind. Power Forward Ivan Elliott war Topscorer im Hinspiel, traf aus allen Lagen und hatte am Ende 19 Punkte auf dem Zettel – ein klarer Punktsieg gegen seinen direkten Gegenspieler Brian Harper. Aufbauspieler Kammron Taylor ist Topscorer der Saison für die RIESEN, markiert 14 Punkte und 3.6 Assists im Schnitt. Ihm folgt der erfahrene Center John Turek mit 13.9 Punkten und 5.3 Rebounds pro Partie, der im Dezember kein großer Faktor war, aber von David Weaver mit sieben Punkten, sieben Rebounds und 100 Prozent von der Freiwurflinie kompetent vertreten wurde. Und Nationalspieler Lucca Staiger blieb im Hinspiel mit zwei von sieben Dreiern zwar unter seinen Möglichkeiten, ist mit einer Quote von 41,3% von draußen jedoch immer brandgefährlich. Auch Joshua Jackson kann scoren, brachte im Dezember viel Energie ins Spiel und machte Henrik Rödls Team so das Leben schwer. 

Es wird eine Kopfsache für die TBB werden: Konzentriert auftreten, dem Gegner nichts erlauben und möglichst schnell zum eigenen Spiel finden, anstatt sich das der Gäste aufzwingen zu lassen – dann kann es was werden mit der „schnellen Revanche“.

Für Henrik Rödl ist die Partie ein Schlüsselspiel: „Gerade vor der Pause, die wir jetzt haben, wollen wir unserem eigenen Publikum nochmal einen Sieg schenken – auch als Antwort auf die ärgerliche Niederlage in Bonn. Ludwigsburg hat gegen uns im Dezember sehr gut gespielt, wir müssen davon ausgehen, dass sie das wieder tun. Das ist unabhängig vom Trainerwechsel ein Gegner, den wir sehr ernst nehmen. Und wir werden alles tun, um dieses Spiel zu gewinnen.“

Erster Sprungball der Partie TBB Trier gegen den die Neckar RIESEN Ludwigsburg ist am Mittwoch, 9. Januar um 20 Uhr in der Arena Trier. Tickets gibt es an allen Vorverkaufsstellen von Ticket Regional, online unter www.tbb-trier.de/tickets sowie unter der Tickethotline 0651-9790777.  Die Abendkasse der Arena Trier öffnet um 18:00 Uhr. Alle Eintrittskarten gelten gleichzeitig als Fahrschein im Verkehrsverbund Region Trier (Fahrplan und weitere Infos unter www.vrt-info.de).

Wird es ein Heimspiel?

In der Halbzeitpause der Partie Trier vs. Ludwigsburg lost Ruder-Olympiasieger Richard Schmidt die Paarungen zur Qualifikationsrunde im Beko BBL Pokal aus.

Schon vor Ende der Hinrunde war es offiziell: Die Brose Baskets, EWE Baskets Oldenburg, ratiopharm ulm, die Artland Dragons, der FC Bayern München und TBB Trier sind die sechs Mannschaften, die sich in der Beko BBL für die Qualifikationsrunde des Pokal-Wettbewerbs qualifiziert haben. In der gesonderten Pokal-Tabelle, in der die Begegnungen vom Ausrichter des Beko BBL TOP FOUR 2013, Alba Berlin nicht gewertet werden, liegen diese Teams auf den Plätzen eins bis sechs und können von diesen zum Stichtag auch nicht mehr verdrängt werden.

Die drei Paarungen der K.O.-Runde werden am Mittwoch in der Halbzeitpause in der Arena Trier ausgelost. Die Paarungen zieht der Olympiasieger im Rudern, Richard Schmidt. Der gebürtige Trierer gewann im vergangenen Jahr in London mit dem Deutschland-Achter die olympische Goldmedaille.

Die Gewinner der Qualifikationsrunde komplettierten das Teilnehmerfeld für das Beko BBL TOP FOUR am 23./24. März in der Berliner o2 World. Die Halbfinals werden am Samstag, den 23. März, um 17:15 Uhr und 20:00 Uhr ausgetragen, das Spiel um Platz drei (12:15 Uhr) und das Finale (15:00 Uhr) am Sonntag, den 24. März. (red/cw)

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