TBB Trier: Bon(n)bon zum Ende der Hinrunde

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TRIER. Die Pokalteilnahme ist sicher, nun soll gegen die Telekom Baskets Bonn der erfolgreiche Abschluss der Hinrunde folgen. TBB Trier kann dabei auf die Unterstützung von mehr als 200 TBB Fans bauen, die das Team lautstark im Telekom Dome unterstützen werden. Henrik Rödl erwartet ein schweres Spiel, gegen ein Team, das bislang hinter den Erwartungen zurückblieb.

Basketball ist ein Statistik-Sport: Gezählt wird während einer Partie so gut wie alles, und fast jede Zahl, die sich im normalen Spielverlauf ermitteln lässt, ist mehr oder weniger aufschlussreich. Nimmt man die Statistiken der beiden Kontrahenten Telekom Baskets Bonn und TBB Trier in der Saison 2012/13 etwas genauer unter die Lupe, fällt vor allem ein Gegensatz auf. Trier lässt im Schnitt nur 68,7 Punkte seiner Gegner zu – Bonn dagegen markiert pro Spiel 83,8 Zähler. Beides sind Topwerte in der jeweiligen Kategorie und dieser Gegensatz verheißt eine interessante Partie – welchem der beiden Teams wird es gelingen, sein Spiel aufzuziehen? Der besten Verteidigung, oder der besten Offensive der Liga?

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Schaut man auf den bisherigen Saisonverlauf, fällt die Prognose vielleicht knapp zu Gunsten der TBB Trier aus. Das Team von Henrik Rödl spielte bisher eine hervorragende Hinrunde, steht aktuell auf Platz sieben der Beko BBL und leistete sich lediglich in Ludwigsburg und in Ulm wirklich schlechte Spiele. In allen anderen Partien war man mit einer Mischung aus disziplinierter Verteidigung und explosivem Fastbreak-Basketball immer mindestens ebenbürtig – oft sogar besser. Die Trierer Bilanz ist mit 18:14 Punkten positiv, die Teilnahme am Beko BBL-Pokal gesichert.

Die Telekom Baskets Bonn dagegen kamen nicht ganz problemfrei durch die erste Saisonhälfte. Platz 13 steht derzeit für die Rheinländer zu Buche. Zum Liga-Alltag kommt für die Männer von Headcoach Mike Koch die Doppelbelastung in der Eurochallenge, in der sie es bis in die Runde der letzten 16 geschafft haben. Da kam das Personalproblem auf der Power-Forward-Position zur Unzeit: Patrick Ewing Jr. wurde kurz vor Weihnachten entlassen, ein „anderer Spielertyp“ sei vonnöten, hieß es. Den sollte der NBA erprobte Marqus Blakely verkörpern – er fiel allerdings durch den obligatorischen Medizincheck.

Das alles hinderte die produktivste Offensive der Liga allerdings nicht daran, zuletzt in Hagen spektakulär mit 103:101 zu gewinnen. Und das auch noch mit einem Double-Double (23 Punkte/12 Rebounds) des 22-jährigen, deutschen Centertalents Jonas Wohlfarth-Bottermann, der sich mit Chris Ensminger, dem mit 39 Jahren ältesten Spieler der Liga, die Arbeit am Bonner Brett teilt. Trierer Fans mag das an George Evans und Maik Zirbes erinnern.

Unbestrittener Kopf der Bonner Mannschaft ist aber Jared Jordan, den viele den besten Point Guard der Liga nennen. Ein Beleg dafür sind starke 8,4 Assists pro Spiel, die sich der 28-Jährige mit dem großen Nachnamen zusammen mit 10 Punkten und 4 Rebounds auf den Statistikbogen schreibt. Neben Jordan dürfte Trierer Fans vor allem Benas Veikalas auf den kleinen Bonner Positionen in Erinnerung sein. Der Litauer schoss die Trierer beim letzten Gastspiel auf dem Hardtberg fast im Alleingang von der Dreierlinie ab. Kyle Weems und Robert Vaden runden mit zusammen über 25 Punkten die Bonner Offensive ab, und auch die deutschen David McCray, Andrej Mangold und Fabian Thülig haben bereits reichlich Beko BBL-Erfahrung.

TBB-Headcoach Henrik Rödl warnt denn auch davor, das Spiel in Bonn auf die leichte Schulter zu nehmen – und gehört auch zum Kreis der Jared-Jordan-Fans: „Bonn ist auch nach den personellen Veränderungen stabil. Sie gehören offensiv zu den talentiertesten dieser Liga, außerdem haben sie mit Jared Jordan vielleicht den besten Aufbauspieler der Beko BBL. Ihn zu stören wird eine unserer Hauptaufgaben sein.“

Viel Arbeit also auf allen Positionen für die TBB Trier, die sich dieser Aufgabe im Telekom Dome mal wieder nicht alleine stellen muss: Der Trierer Fanclub Fastbreak 1997 e.V. fährt mit zwei Doppeldecker-Bussen nach Bonn, zahlreiche Selbstfahrer und damit rund 200 Trierer Fans werden auf dem Hardtberg erwartet. Rödl freut es: „Derbys sind immer besonders, mit vielen Trierer Fans, die mitreisen; letztes Jahr war es mit 400 Unterstützern ein Riesenerlebnis. Aber richtig gut wird es natürlich nur dann, wenn man konkurrenzfähig ist und eine Chance hat, um den Sieg zu spielen. Das ist natürlich auch dieses Jahr unser Ziel.“

Für die Daheimgebliebenen meldet sich Chris Schmidt im TBB-Livestream ab 16:30 Uhr live aus Bonn. Erster Sprungball im Telekom Dome ist am Sonntag um 17 Uhr.(cw/red)

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