TBB Trier: Ohne Druck nach Bamberg

0

TRIER. Englische Woche für die TBB Trier – bereits am heute steht die nächste schwere Auswärtsaufgabe beim Meister, Pokalsieger und Tabellenführer Brose Baskets Bamberg an. Dabei kommt es zu einem Wiedersehen mit dem „Jungen aus der Region“ Maik Zirbes. Der 2,08-Meter Hüne wechselte vor der Saison zu den Franken. Henrik Rödl kündete im Vorfeld der Partie an, dass man sich auch „in der schwersten Partie des Jahres mit den Besten messen will“.

Der Jubel über die Vertragsverlängerung von Trainer Henrik Rödl ist noch kaum verklungen, da geht es für die TBB Trier schon wieder zurück in den harten Liga-Alltag: Am späten Dienstagvormittag startete der Teambus der TBB an der Arena Trier zum nächsten Auswärtsspiel. Zielort: Bamberg in Franken. Gegner am Mittwoch um 19:30 Uhr: Die Brose Baskets – amtierender Meister, Pokalsieger und aktueller Tabellenführer. In den letzten drei Jahren konnten die Mannen von Headcoach Chris Fleming jeweils das Double gewinnen.

Anzeige

Sparkasse Trier

Es könnte das vielzitierte „leichteste Spiel der Saison“ sein – in Bamberg gewinnt nach landläufiger Meinung sowieso niemand – Trier könnte also befreit aufspielen. Das mag früher gegolten haben – für sein aktuelles Team lässt Henrik Rödl diese Denkweise nicht gelten: „Unsere Mannschaft tickt nicht so, dass sie Spiele im Vorhinein abschreibt. Wir wollen uns mit den Besten messen, und wir wollen immer unser Bestes geben. Das wird also nicht das leichteste, sondern das schwerste Auswärtsspiel der Saison, gegen eine Mannschaft, die zu Hause quasi unschlagbar ist. Aber auch gegen diese Teams müssen wir spielen und wollen sehen, wie weit wir sind.“

In der Tat sind die Brose Baskets auch dieses Jahr wieder dominant, stehen mit zehn Siegen aus zwölf Spielen an der Tabellenspitze – allerdings zurzeit dicht gefolgt von Alba Berlin, die den Franken am Sonntag eine ihrer beiden Niederlagen zugefügt haben. Die empfindliche 90:75 Niederlage war nach dem spektakulären Euroleague Coup gegen Partizan Belgrad wohl zu verkraften.

Unschlagbar ist Bamberg also nicht – allerdings sind die Brose Baskets auch dieses Jahr wieder sehr stark besetzt: Bostjan Nachbar, früher unter anderem bei den New Jersey Nets und zuletzt im russischen Kazan unter Vertrag, gilt mit seinem kompletten Spiel als der Superstar der aktuellen Beko BBL. Dem bosnischen Power Forward mit der großen Spielübersicht gelingen 14,3 Punkte und fünf Rebounds pro Partie, dazu verteilt er 1.5 Assists in durchschnittlich knapp 29 Minuten.

Um ihn herum hat Chris Fleming ein starkes Team mit viel Erfahrung geformt. Anton Gavel, Casey Jacobsen und der nach langer Verletzung zurückgekehrte John Goldsberry sind  alteingesessene „Bamberger“, dazu kommen mit Sergerio „Teddy“ Gipson und Sharrod Ford zwei gereifte Rückkehrer mit Beko BBL-Erfahrung. Gipson war in Paderborn, Ford in Berlin tätig.

Die, aus Trierer Sicht, interessanteste Personalie ist natürlich Maik Zirbes. Der gebürtige Traben-Trarbacher reifte unter Henrik Rödl zum Starter auf der Centerposition, wurde „Most Improved Player“ und Nationalspieler. Bei den Franken tritt er jetzt in die Fußstapfen von Tibor Pleiß und soll am Brett für Unruhe in der gegnerischen Zone sorgen. Das „Experiment Zirbes“ funktioniert – durchschnittlich 10,3 Punkte und 5,3 Rebounds pro Spiel geben keinerlei Anlass zu Kritik. Henrik Rödl freut sich für seinen ehemaligen Schützling. „Maik hat da einen großen Schritt gemacht, spielt mit Bamberg an der deutschen Tabellenspitze und gleichzeitig im internationalen Wettbewerb. Es ist schön zu sehen, dass das funktioniert. Ich freue mich natürlich, ihn wieder zu sehen und bin gespannt, was wir ihm entgegensetzen können.“

Die Brose Baskets sind zu Hause bislang ungeschlagen, ihre beiden „Ausrutscher“ passierten in Quakenbrück (78:72) und zuletzt in Berlin (90:75). Noch in der Vorwoche schoss der dreifache Double-Gewinner Phoenix Hagen mit 107:80 aus der heimischen Stechert-Arena.

Trier reist mit komplettem und gesundem Zehner-Kader und dem Selbstbewusstsein aus dem Heimsieg gegen Bayreuth nach Bamberg. Wieder einmal übrigens nicht alleine – der Trierer Fanclub Fastbreak hat trotz des ungünstigen Wochentags eine Auswärtsfahrt auf die Beine gestellt und wird mit Kleinbussen anreisen. Außerdem meldet sich wie immer der TBB-LiveStream mit Kommentator Chris Schmidt live aus der Halle. Sendestart unter www.basketball-stream.de ist um 19:00 Uhr. (red/cw)

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.