TBB TRIER: Der nächste Kracher – Dru is back

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TRIER. Denkt man als Externer an die EWE Baskets Oldenburg, dürfte einem zunächst der Meistertitel 2009 in den Sinn kommen. Trierer denken sicher noch an Don Beck, Ralph Held und Carl Brown, die nach ihrer Zeit in Trier ein weiteres gemeinsames Kapitel an der Hunte anfingen. Ein erfolgreiches dazu: nur zweimal verpassten die EWE Baskets in den letzten zehn Jahren die Playoffs, dafür wurden sie 2009 unter Becks Nachfolger Predrag Krunic Meister. Am Samstag, 20 Uhr, fordert der Titelanwärter die TBB Trier in der Arena.

Erfolg weckt Begehrlichkeiten, erst recht wenn auch noch der Etat stimmt – und so trennte man sich nach einem enttäuschenden zehnten Platz im letzten Jahr von Krunic und verkündete schon vor Ende der Spielzeit Sebastian Machowski, ehemals New Yorker Phantoms Braunschweig, als dessen Nachfolger.

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Der fand den relativen Luxus vor, einen guten Teil des Teams aus dem Vorjahr halten zu können – lediglich fünf Neuzugänge vermeldete Oldenburg vor der Saison. Und davon kennt man die meisten: Julius Jenkins, ein ganz großer Name der letzten Jahre, wechselt vom Double-Gewinner Brose Baskets nach Oldenburg; Chris Kramer war der Point Guard der „Überraschungsmannschaft 2011“, den s.Oliver Baskets. Konrad Wysocki, 51-maliger deutscher Nationalspieler, kam aus Polen zurück in die Beko BBL. Und Dru Joyce schließlich wechselte aus Trier gen Norden – nach zwei Spielzeiten in denen er sich bei der TBB als einer der besseren Point Guards der Liga etabliert hatte.

Dabei geblieben sind unter anderem Rickey Paulding, seit 2007 in Oldenburg und damit so etwas wie das Gesicht der Baskets, Robin Smeulders, Jannik Freese, Ronnie Burrell und Center-Routinier Adam Chubb, auf den die TBB ganz besonderes Augenmerk legen muss – der 31-jährige US-Amerikaner ist derzeit in Bestform. 12,8 Punkte und 8,4 Rebounds legt Chubb dieses Jahr pro Spiel auf. Das sind absolute Topwerte.

Mit neuem Coach und teilerneuerter Mannschaft präsentieren sich die EWE Baskets recht stabil: Vier Siege aus den ersten fünf Spielen, darunter ein Auswärtssieg beim FC Bayern München zum Auftakt, sorgten für einen guten Start. Danach wechselten sich Siege mit Niederlagen ab. Vom letzten Spieltag steht allerdings ein sensationeller „Blowout“ gegen Phoenix Hagen zu Buche; die „Thunderbirds“ fertigten am vergangenen Samstag die „Feuervögel“ mit 113:62 ab. Ein intelligent gecoachter Kader mit guter Infrastruktur im Rücken, das schreit mindestens nach einem Platz in den Top Vier. Die Baskets-Geschäftsführung will, vorsichtig formuliert, „in die Playoffs“. Das sollte in jedem Fall drin sein.

Triers Trainer Henrik Rödl sieht das ähnlich: „Oldenburg ist eine Mannschaft, die mit guten Spielern gespickt ist, sie ist zurecht unter den ersten Fünf und ein realistischer Titelanwärter. Ein starker Kader, der von Sebastian Machowski sehr gut eingestellt ist und gerade einen Lauf hat – da kann man sich schon denken, dass das am Samstag nicht einfach für uns werden wird.“

Auf seinen ehemaligen Point Guard freut sich der Coach, allerdings wie immer nur bis zum ersten Sprungball: „Für Dru Joyce war es ein guter und richtiger Schritt, in solch einer Mannschaft spielen zu können. Seine Saison verläuft bisher sehr positiv; in der letzten Zeit war er wohl angeschlagen und nicht in Topform, aber ich denke, das ist ausgestanden. Gerade in Trier wird er doppelt motiviert sein.“ An der Motivation dürfte es auch bei den Gastgebern nicht scheitern, schließlich läuft es auch für Trier im Moment gut: „Wir sind alle fit und haben einen sehr wichtigen Sieg gegen Würzburg im Rücken. Jetzt wollen wir gerne sehen, wie wir uns gegen ein Team der Tabellenspitze schlagen.“

Die Partie beginnt um 20 Uhr, die Arena öffnet um 18 Uhr. Die Geschäftsstelle der TBB Trier ist am Samstag von zehn bis 14 Uhr für Ticketkäufer geöffnet. Alle Tickets gelten als Fahrschein im Verkehrsverbund Region Trier, genaue Fahrplaninfos unter www.vrt-info.de. (red/et)

Bis morgen, Freitag, 15 Uhr, gibt es auf unserer Facebook-Seite noch Tickets zu gewinnen.

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