Die Wahrheit der Frau K.T.

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    Es gibt Menschen, die machen sich ihre eigene, ganz spezielle Wahrheit. Simone Kaes-Torchiani (CDU), Triers umstrittene Baudezernentin, gehört spätestens von heute an auch zur Kategorie der Wahrheits-Beuger. Jetzt behauptet sie, am Freitag gesagt zu haben, der Unglücksbaum vom Rautenstrauch-Park sei zur Zweitkontrolle vorgesehen gewesen. Eine glatte Lüge.

    Gegenüber lokalo schwieg Kaes-Torchiani am Montag nach der Baumfällaktion ihrer Mitarbeiter im Rautenstrauch-Park – und das, obwohl unsere Redaktion das städtische Presseamt mehrmals aufgefordert hatte, einen O-Ton der Dezernentin zu ihren Aussagen auf der Pressekonferenz von Freitag zu übersenden.

    Gegenüber den Kollegen vom Online-Magazin 16vor äußert sich Kaes-Torchiani. Demnach habe sie bereits am Freitag bei der Pressekonferenz darauf hingewiesen, dass der Unglücksbaum und der heute gefällte Baum zur Zweitkontrolle ausgewiesen gewesen seien.

    Das ist eine glatte Lüge.

    Mehrmals hatte der Autor dieses Kommentars nachgehakt, mehrmals hatten auch die anderen anwesenden Kollegen und Kolleginnen nachgefragt. Immer wieder gab es ausweichende Antworten – vorderhand von Kaes-Torchiani, aber auch von Oberbürgermeister Klaus Jensen (SPD).

    Einhelliger Tenor auf dem Podium war: Man müsse zunächst das von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebene Gutachten abwarten, um eventuell weitere Schritte einleiten zu können. Mehr hatten die Protagonisten aus dem Stadtvorstand nicht zu sagen.

    Der Autor dieses Kommentars fragte nach: „Sind jetzt außerplanmäßige Maßnahmen vorgesehen, um weitere Unfälle möglicherweise verhindern zu können?“

    Antwort Kaes-Torchiani: „Nein.“

    Weitere Frage: „Was spricht dagegen, die Kastanien im Stadtgebiet jetzt noch einmal genauer zu untersuchen?“

    Antwort Kaes-Torchiani: „Das ist nicht vorgesehen außerhalb der üblichen Kontrollen. Unsere Bäume sind scheckheftgepflegt.“

    In keinem der Medienberichte, die auf die Pressekonferenz folgten, findet sich auch nur ein Ansatz zu der angeblich von Kaes-Torchiani getätigten Aussage. Auch nicht in der offiziellen Pressemitteilung des Rathauses vom selben Tag.

    Doch damit nicht genug: Bereits am Freitag während der Pressekonferenz muss klar gewesen sein, dass das Grünflächenamt am heutigen Montag im Rautenstrauch-Park eine Nachkontrolle machen würde. Das geht auch aus der E-Mail der Stadt auf die lokalo-Anfrage hervor. Trotz mehrmaliger Nachfrage verlor die Dezernentin am Freitag auch dazu kein Wort – keine Information, kein Hinweis, keine Antworten.

    Klar ist jetzt: Simone Kaes-Torchiani hat die Bürgerinnen und Bürger von Trier offensichtlich bewusst getäuscht. Sie hat die Öffentlichkeit belogen – nimmt man die heutigen Medienberichte als Maßstab.

    Das ist nicht hinnehmbar und muss Konsequenzen haben. Oberbürgermeister Klaus Jensen, dessen Rolle in der Angelegenheit ebenfalls nicht eindeutig geklärt ist, muss jetzt dafür sorgen, dass Kaes-Torchiani entweder zur Wahrheit zurückkehrt oder selbst die Konsequenzen zieht. Der Trierer Stadtrat aber täte gut daran, das Thema unter höchster Dringlichkeit auf seiner nächsten Sitzung zu behandeln. Die Bürgerinnen und Bürger zu täuschen und zu belügen, ist für eine Politikerin unentschuldbar.

    ZUM ARTIKEL

    Stadt lässt Baum im Rautenstrauch-Park fällen

    DER ARTIKEL ZUR PRESSEKONFERENZ VON FREITAG:

    Tod einer Trierer Seniorin – Viele Fragen, kaum Antworten

    1 KOMMENTAR

    1. jetzt zurückzutreten hieße ja charakter zu haben/zeigen;machen sie sich keine illusionen herr thielen, das sind eigenschaften die diese frau nicht hat und auch nicht kennt.

    2. Lügen haben bekanntlich kurze Beine und dann hat man auch kein richtiges Rückgrat was bei einem eventuellem Rücktritt auch nicht sehr förderlich ist.

    3. Allem Anschein nach, wird hier doch etwas zu kräftig gelogen von Seiten der Verantwortlichen.
      Beim Tod eines Menschen hört der Spaß auf; so oder so.
      Bevor die Dezernentin sich weiter in „Unstimmigkeiten“ verstrickt, sollte sie selbst die Konsequenzen ziehen.

    4. Hat Frau KT nicht vor nicht allzulanger Zeit behauptet, was der Stadtrat beschließe wäre ihr egal, da sie sowieso macht, was sie für richtig hält?!?
      Das zeigt die Geisteshaltung der Dame. Die Lüge jetzt ist nur ein kleiner Mosaikstein im Gesamtbild.

    5. @A. Overath: Vollkommen richtig, hier ist wirklich Schluss! KT hat in dieser ganzen tragischen Angelegenheit ohnehin schon eine sehr fragwürdige Figur abgegeben, aber das schlägt dem Fass den Boden aus. Die Stadt muss heute reagieren, allen voran OB Jensen – oder er hat seine Glaubwürdigkeit und Durchsetzungskraft komplett verloren. Man kann zwar Mitleid haben mit dem Mann, zwischen zwei Frauen der Sorte KT und AB gefangen zu sein, aber das ist nun mal sein Job! Herr Jensen, zeigen Sie endlich Stärke – die Bürger werden es ihnen danken!!

    6. Die Frau und der OB sind ganz clever, die lenken mit dem Gutachten doch nur ab. erstens sollte die Staatsanwalt von sich aus ermitteln und nicht umgedreht.(Fahrlässigkeit)dann sollte die haftungsfrage ganz klar geklärt sein. den letztentlich geht es hier um entschädigungsfragen. zudem was soll die ganze eierei. wenn mann sich so in aussagen verzetelt hat man nichts in der politik verloren und ganz sicher nicht in der regionalen politik. den man bekommt vertrauen geschenkt von den menschen vor ort.aber dann wird ihrgend ein kleiner arbeiter dafür veranwortlich gemacht.

    7. diese KT ist ein Flintenweib Erster Klasse….Aber heute Abend feiert sie und die anderen Schiessbuden Figuren des Stadtvorstandes ordentlich die Eröffnung des Weihnachtsmarktes als sei nichts geschehen. Sie alle müssen sich ja den Bruchstücke huldigen .

    8. ich habe mal nachgerechnet: 30.000 Bäume in Trier werden zwischen Juli und Dezember in „Augenschein“ genommen. Wenn man die Arbeitszeit der „Augenscheinnehmer“ durch die Anzahl der Bäume teilt kommt man auf eine „Augenscheinzeit“ von 2 Minuten aber nur wenn die Bäume in Reih und Glied stehen, das ist die Zeit der Anfahrt zum Baum, aussteigen aus dem Auto usw. nicht mitgerechnet. Sollte man sich mal durch den Kopf gehen lassen…

    9. Mich verblüfft die große Einigkeit der Prsse: TV, 16VOR und lokalo berichten nahezu deckungsgleich. Mann kann also davon ausgehen, dass Frau Kaes-Torchiani tatsächlich die Unwahrheit sagt.
      Moselmann, die Unterbesetzung der Ämter ist ja bekannt, was aber trotzdem nicht zu Fehler führen darf, die Menschenleben kosten. Das ist einfach grob fahrlässig.

    10. Ein Rücktritt und eine öffentliche Entschuldiging sind die einzig akzeptabelen Schritte in diesem Fall.
      Frau K-T hat soviele Baustellen und ist nicht in der Lage ihre Arbeit und ihr Amt korrekt zu führen.
      Da ist der Verlust eines Menschenleben leider der Gipfel.
      Was kostet die Baumprüfung und wie zuverlässig ist sie?
      Ist der Bedarf hier richtig kalkuliert?
      Wieviele Bauprojekte mussten den in den letzten Jahren nachfinanziert werden, weil ihr Amt keine Kosten abschätzen kann? Schauen Sie sich doch nur die Presseberichte der letzten Monate an, dann werden genug Beispiele gefunden, um einen Rücktritt (Rauswurf) zu rechtfertigen.
      Leider hilft das der Toten nicht mehr.
      Aber Genug ist Genug!

    11. KT; Birk, aber auch Jensen tragen Schuld an dieser Situation in der sich unsre Stadt befindet, dabei ist dieser tragische Vorfall nur,und das bitte ich richtig zu verstehen ,der traurige Höhepunkt von Versagen.
      Werfe ich den beiden erstgenannten Versagen,
      Unfähigkeit, ja eigentlich auch Inkompetenz vor,
      so frage ich mich, wie ist der Chef dieser Leute zu bewerte?
      Turnusmäßige Betroffenheit, wegen dies oder das,moderieren dies, oder das ,ist zu wenig!
      Beschränken Sie sich auf das was Sie sind, der Partner einer erfolgreichen Frau!

    12. Die Berichterstattung ist im Vergleich zu den anderen Trierer Medien mehr als provokativ und wirkt insgesamt allemal unsachlich. Die Kommentare zeigen noch mehr wie inaktiv macher Bürger zu sein scheint. Wie wenn eine Dezernentin die Schuld für diesen Vorfall tragen würde. Grundsätzlich bleibt doch erst die Auswertung des Gutachters abzuwarten und wenn dann scheint hier eher der Amtsleiter des Grünflächenamtes beteiligt zu sein.
      Im gesamten Stadtvorstand schein Frau Kaes-Torchiani die einzige zu sein, die wenigstens ein wenig Arbeit macht um vergleich zu den anderen Figuren!!!
      Alle Redner hier möchte ich gern mal in dieser Position sehen und dann ihr handeln bewerten. Wer hier so groß tön hat sicher zu Hause selbst einen riesigen Haufen an Steinen liegen!

    13. @ unfassbar. Der Nickname ist richtig gewählt. Was du hier von dir gibst, ist unfassbar. Die Berichterstattung ist hier im Vergleich zu anderen Trierer Medien klar und eindeutig. Wer gelogen hat, hat gelogen. Wer den Vergleich zwischen einem herabfallenden Dachziegel zieht und einem umstürzenden Baum zieht, der ein Menschenleben gekostet hat, wird von den von dir so gelobten Medien noch mit Samthandschuhen angefasst. Das, und das Verhalten der Frau KT muss man „unfassbar“ nennen.

    14. @unfassbar
      Die Zeiten, in denen die Trier einen Kuschelkurs mit ihren Politikern gefahern sind, sind vorüber.
      Bitte aufwachen!!
      Die Bürger sind schon lange nicht mehr froh mit dem was in der Stadt und mit unserer schönen Stadt passiert.
      Durch die letzten Aktionen des Stadtvorstands (z.B. Schulkonzept)ist das Fass übergelaufen.
      Nun fordern die Bürger dass unsere Politiker Rückgrad zeigen und die Verantwortung für ihre Dezernate übernehmen.
      Immer nur den schwarzen Peter auf andere zu schieben wird nicht mehr tolleriert.

      Die Menschen in den neuen Bundesländern haben einen Staat gestürzt, da sollten sich unsere Stadträte nicht wundern, wenn wir Trierer unseren Stadtrat aus dem Rathaus jagen.

    15. @UNFASSBAR
      KLAR DOCH;ENTWEDER SIND SIE SELBST KT;ODER EINER DIESER RADFAHRER;VORSICHT MARKE WECHSELN;FÜR AUSLAUFMODELLE GIBT ES BALD EINE ERSATZTEILE MEHR !

    16. Ist eigentlich bekannt, wie der Stand der Dinge ist? War/ist eine neue Verhandlung ? Hat die Stadt /der Verantwortliche bereit Entschädigungen an die Opfer gezahlt? Was ergaben die Ermittlungen, bezüglich der Verantwortung der Dezernentin. Fragen über Fragen! Mann könnte glatt glauben, im Wahlkampf will man das Thema untergehen lassen.
      Bitte lokalo.de, bleibt am Ball und hakt nach.

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