TBB Trier: Kühlen Kopf in heißer Atmosphäre bewahren

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TRIER. Morgen um 19 Uhr tritt die TBB Trier zum Gastspiel in die „s.Oliver Arena“ gegen die dort heimischen Baskets aus Würzburg an. Über die Regionalliga, ProA und ProB stiegen die Würzburger ins deutsche Oberhaus auf und stießen gleich bis ins Halbfinale vor. Mitverantwortlich für diesen Erfolg war Coach John Patrick, von dem man sich allerdings nach der letzten Saison trennte. Seitdem liegt die sportliche Verantwortung wieder in den Händen von Aufstiegstrainer Marcel Schröder (33), der zwischenzeitlich als Patricks Assistent fungierte.

Zumindest Patricks sportliche Linie will Schröder weiterführen – schnell, hart, aggressiv soll es in Würzburg auch weiterhin zur Sache gehen. Das Personal dafür steht Schröder zur Verfügung. Mit Jason Boone, Ben Jacobson und John Little ist das sogenannte „Göttinger Trio“ erhalten geblieben. Auch der momentane Topscorer Dwayne Anderson (14,2 Punkte pro Spiel) spielte bereits unter John Patrick für die BG Göttingen. Anderson kommt bislang als Joker von der Bank – sicherlich eine ungewöhnliche Vorgehensweise beim Umgang mit dem erfolgreichsten Punktesammler des Teams.  Ivan Elliott und Chris Kramer wechselten innerhalb der Beko BBL nach Ludwigsburg und Oldenburg, mit Jimmy McKinney (Fraport Skyliners) und Lamont MacIntosh (2006 bis 2009 Artland Dragons) kamen ligaerfahrene Akteure hinzu, die für viel Energie und bissige Verteidigung stehen.

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Auch am Brett hat Würzburg sich prominent verstärkt: Chris McNaughton kam von den Eisbären Bremerhaven und bildet auf der Center-Position mit seinen 2,11-Metern den Ausgleich zum eher bulligen Jason Boone (2,03-Meter / 115 Kilogramm / 13 Punkte und sieben Rebounds im Schnitt). Der ehemalige Trierer Power Forward Oliver Clay, der in sein zweites Jahr in Würzburg geht, sowie Max Kleber, Maurice Stuckey (Leihe von den Brose Baskets), Alex King und Christoph Henneberger komplettieren Schröders Kader.

Trotz aller Ambitionen und vielleicht auch realistischen Erwartungen an den Saisonverlauf: Aktuell stehen die Würzburger nach neun Spielen nur auf Platz zwölf der Beko BBL. Eine Serie aus drei Niederlagen gegen ratiopharm ulm, die EWE Baskets Oldenburg und die Artland Dragons verhagelte den Baskets die Bilanz, zuletzt verlor Schröders Team mit 64:78 bei Phoenix Hagen. Die s.Oliver Baskets haben dabei aktuell auch mit dem anstrengenden europäischen Spielplan zu kämpfen: Drei verschiedene Länder und drei Spiele – in nur neun Tagen. Zweimal mussten die Schützlinge von Coach Schröder im EuroCup (Bandirma/ Türkei, Valencia/Spanien) antreten, dazwischen der Alltag in der Beko BBL gegen Phoenix Hagen. Drei Niederlagen in Folge – und Strapazen, die erst einmal weggesteckt werden wollen. Sicherlich auch eine Chance für die Trierer Basketballer.

TBB-Trainer Henrik Rödl ist sich allerdings sicher: „Würzburg ist eins der besten Teams der Liga“, und dabei interessieren ihn Tabellenstände wie immer herzlich wenig. „Sie sind sehr heimstark, nicht zuletzt, weil ihre Halle klein und andauernd ausverkauft ist. Für alle Gegner ist es sehr schwer, hier zu bestehen, auch für uns wird das eins der schwierigsten Auswärtsspiele der Saison. Wir müssen die Kontrolle über das Spiel behalten, vor allem in der Defense einen kühlen Kopf bewahren und ihren Rhythmus stören – dann sehe ich eine Chance für uns.“ Rödl kann dabei auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Das Selbstvetrauen dürfte nach dem dominanten Sieg gegen Gießen auch wieder zurückgekehrt sein.

Sprungball in der s.Oliver Arena in Würzburg ist am Samstag, 24. November um 19 Uhr. Der TBB-Livestream mit Moderator Chris Schmidt meldet sich ab 18.30 Uhr live mit ersten Infos und Analysen zum Spiel. Der Trierer Fanclub Fastbreak Trier unterstützt die TBB Trier wieder einmal zahlreich. Ein ganzer Reisebus voller TBB-Fans wird sich um 14 Uhr auf den Weg nach Würzburg machen.(red/cw)

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