Unglück in der City – Eine Tote – Jensen verspricht Aufklärung

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TRIER. In der Trierer Innenstadt hat sich am Mittag eine Katastrophe ereignet. Vom Rautenstrauch-Park aus stürzte eine Kastanie auf die Wilhelm-Rautenstrauch-Straße und begrub eine Frau unter sich, die getötet wurde. Für die Fußgängerin kam jede Hilfe durch die Einsatzkräfte zu spät. Entgegen anderslautenden Medienberichten gab es allerdings keine weiteren Schwerverletzten. Ein Mann wurde am Fuß verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert. 18 weitere Menschen erlitten Schocks. Sie wurden teils vor Ort, teils aber auch in den Kliniken versorgt. Am Abend versprach OB Klaus Jensen eine „lückenlose Aufklärung“ des Unglücks.

Um 13.23 Uhr ging der Notruf bei Polizei und Feuerwehr ein. Drei Minuten später waren die Einsatzkräfte vor Ort. Ihnen bot sich ein Bild des Schreckens. Der mächtige Baum war aus dem Rautenstrauch-Park quer auf die Wilhelm-Rautenstrauch-Straße gestürzt, gegen die Fassade des gegenüberliegenden Hauses gekracht und begrub dann einen Menschen unter sich.

„Ich habe zuerst gedacht, es sei eine Bombe explodiert“, berichtet ein Augenzeuge, der sich zur Zeit des Unglücks im anliegenden Café aufhielt, gegenüber lokalo. Kurz zuvor war noch Kinder einer Schulklasse durch die Straße gelaufen. Sie kamen unverletzt davon. Für die Getötete allerdings kam jede Hilfe durch die Einsatzkräfte zu spät. Die Helfer konnten den Ort des Unglücks nur noch mit Planen und Tüchern vor Schaulustigen abdecken.

Wann die Leiche geborgen werden kann, steht zur Zeit ebenfalls noch nicht fest. Beigeordneter Thomas Egger, der aus den städtischen Haushaltsberatungen heraus zum Unglücksort geeilt war, sagte: „Das ist ein tragischer Unfall. Die Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei sind eingeschaltet. Ein Gutachter wird jetzt den Unglückshergang ermitteln.“ Egger drückte allen Betroffenen sein Mitgefühl aus.

18 Personen, darunter viele Jungendliche, mussten in der näheren Umgebung oder in den umliegenden Krankenhäusern wegen Schocks behandelt werden. Die Einsatzkräfte waren auch mit psychologisch geschultem Personal vor Ort, um erste Hilfe zu leisten.

Am Abend hat Oberbürgermeister Klaus Jensen mit großer Betroffenheit auf das tragische Geschehen reagiert. „Mein tief empfundenes Mitgefühl gilt den Angehören des Todesopfers und den Verletzten“, sagte Jensen. Zugleich versprach er, sich für eine lückenlose Aufklärung des Vorfalls einzusetzen. Feuerwehr- und Ordnungsdezernent Thomas Egger sowie Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani eilten zur Unglücksstelle und machten sich ein Bild von dem Geschehen.

Warum der Baum umgestürzt ist, ist noch nicht geklärt. Kripo und Staatsanwaltschaft haben die Untersuchungen aufgenommen. Ein Baumgutachter wird für morgen erwartet. (et)

1 KOMMENTAR

  1. Wenn ich lese Einzelfall sträuben sich bei mir die wenigen Haare.Während der Amtszeit von Klaus Jensen sind gefühlt so viele gesunde Bäume im Stadtbereich gefällt worden,wie selbst bei Schroer nicht. Von der Weidenbegrünung am Moselufer die seit Jahrzehnten Nistplätze für viele Vögel waren , ganz zu schweigen, Vor ca. 2 Jahren ist genau das Gleiche vor der Antoniuskirche am Viehmarkt passiert. Das es dort nicht zur Katastrophe führte war nur dem Umstand zu verdanken , daß es Nachts passierte. Auf meine Anfrage, wieso bei den heutigen Möglichkeiten die Gesundheit bzw. Krankheit der Bäume nicht festgestellt werden konnte , bekam ich die lapidare Antwort“Es ist doch nichts passiert“. Auch dieser Baum ist wegen erheblicher selbst für den Laien sichtbarer Fäulniss oberhalb der Wurzel einfach abgebrochen. Durch röntgen an der richtigen Stelle im Vorfeld hätte dies wie auch jetzt im Rautenstrauchpark verhindert werden können.

  2. Selbst ein Laie kann auf den Pressebildern einen Pilzfruchtkörper am Stammfuß erkennen!!
    Mein Gott, die Frau hätte noch Leben können…
    Eine Baumkontrolle bedeutet eben nicht mal eben spatzieren zu gehen, sondern sich einen Baum GENAU zu inspizieren. Ich wittere hier eine FARCE. Unverantwotlich, feige,laienhaft und grob fahrlässig!

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