TBB Trier: „Wir unterschätzen keinen – auch Gießen nicht“

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TRIER. Ein Traditionsstandort mit Problemen, das sind die LTi Gießen 46ers nicht erst seit der letzten Saison, als der sportliche Abstieg nur mit einer Wildcard zu verhindern war. Das war jedoch nicht immer so: 2004/05 schafften es die Gießener zuletzt bis ins Halbfinale – damals mit Chuck Eidson und Lou Campbell als go-to-guys und Stefan Koch, heute Artland Dragons an der Seitenlinie. Danach wurde es zweistellig – seit 2005 kämpft das Gründungsmitglied des deutschen Basketball-Oberhauses in der Beko BBL ums Überleben. Am Sonntag sind die 46ers Gast der TBB Trier – um 17 Uhr in der Arena.

Ungefährlich macht der stetige Kampf gegen den Abstieg die Hessen keineswegs: Nicht nur die Trierer Fans werden sich an die letzte Spielzeit erinnern, als ein gewisser Barry Stewart seinem alten neuen Verein TBB Trier das Leben extra schwer machte: 19 und 20 Punkte gelangen Stewart gegen Trier, sechs von sechs Dreiern in der Partie in Gießen. Und auch Meister Bamberg schoss der 24-Jährige damals im roten Trikot ab – sein „Buzzer Beater“ bedeutete den Sensationssieg.

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Das aber ist Vergangenheit, Stewart ist zurück in Trier, und die 46ers haben kräftig umgebaut: Als Nachfolger von Björn Harmsen kam Mathias Fischer auf den Gießener Trainerstuhl – zuvor in Österreich Meister und Pokalsieger mit den Allianz Swans Gmunden. Im Team blieb bildlich gesprochen kein Stein auf dem anderen, lediglich Center-Routinier Elvir Ovcina und der deutsche Guard Achmadschah Zazai sind noch dabei, kamen verletzungsbedingt aber erst in vier Spielen zum Einsatz.

Neu dazu kam unter anderem Shooting Guard Ryan Brooks, der bereits 2010/11 für die Hessen spielte und zurzeit mit 16,6 Punkten im Schnitt ihr produktivster Akteur ist. Ihm dicht auf den Fersen sind Small Forward Jimmy Baxter (15.5) und Power Forward LaQuan Prowell (13.1). Beide spielten 2011 in Griechenland bei Ilysiakos Athen schon erfolgreich zusammen. Den Spielaufbau übernimmt in diesem Jahr DiJuan Harris, mit Jasmin Perkovic (Deutscher Meister mit Oldenburg 2009), einem kroatischen Dreier-Spezialisten für die Position vier, hat Gießen sich ganz aktuell nochmals verstärkt.

Der Rest des Teams besteht ganz im Sinne des Neuanfangs aus jungen Deutschen, denen der Trainer Vertrauen und die damit verbundene heiß begehrte Spielzeit geben will. Zwei Namen stechen aus Trierer Sicht heraus: Oskar Faßler wechselte vor dieser Saison aus Trier nach Gießen; Andy Büchert wuchs in Trier auf und machte hier seine ersten Schritte als Basketballer, landete nach Zwischenstopps in Ehingen, Bremerhaven und Hagen schließlich bei den 46ers. Aus Hagen kam schließlich noch Dominik Spohr, der ebenfalls in Gießen den nächsten Schritt gehen möchte.

Der Neuanfang mit Fischer ist Gießen zuzutrauen, der Klassenerhalt auch – der Start in die Saison lief allerdings recht unrund. Die 46ers stehen aktuell auf dem letzten Tabellenplatz, einem Auftaktsieg gegen Phoenix Hagen folgte eine Niederlagenserie über sieben Spiele – darunter aber Partien gegen den FC Bayern München oder den Deutschen Meister Brose Baskets. Zuletzt unterlag Gießen nach aufopferungsvollem Kampf auch nur knapp mit 82:86 den Artland Dragons.

TBB-Trainer Henrik Rödl warnt daher vor einem gefährlichen Gegner: „Wir unterschätzen grundsätzlich niemanden – auch Gießen nicht. Sie hatten ein schweres Auftaktprogramm, es hätte für sie auch anders laufen können, und gegen Artland waren sie nahe dran am Sieg. Wir wollen natürlich nach zwei ärgerlichen Niederlagen zurück in die Spur, aber das ist gegen Gießen keine leichte Aufgabe. Wir haben aus den letzten beiden Spielen viel gelernt, und ich bin mir sicher, dass meine Mannschaft die nötige Konzentration und den nötigen Einsatz aufbringt. Ich persönlich freue mich außerdem sehr auf ein Wiedersehen mit Oskar Faßler.“

Spielbeginn in der Arena Trier ist am Sonntag um 17 Uhr, die Türen der Arena öffnen sich um 15 Uhr. Karten sind im Vorverkauf erhältlich unter 0651-9790777, www.tbb-trier.de/tickets sowie bei lokalo in Kooperation mit Ticket Regional. Die Geschäftsstelle der TBB Trier ist außerdem am Samstag von zehn Uhr bis 14 Uhr geöffnet. Alle Tickets gelten ferner als Fahrschein im Verkehrsverbund Region Trier – Fahrplan und weitere Infos unter www.vrt-info.de. (red/et)

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