Aktionen gegen Rüstungsgeschäfte

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TRIER. Burkhart Braunbehrens von der Rüstungsschmiede Krauss-Maffei, ein Gewerkschafter, ein Konversionsexperte und ein Rüstungskritiker diskutieren am Mittwoch, 14. November, um 19.30 in der Volkshochschule Trier das Pro und Contra von Rüstungsexporten. Die von Stefan Weinert (Bistum Trier) moderierte Diskussionsveranstaltung ist Teil der Trierer Aktionswoche gegen Rüstungsgeschäfte.

Die im Netz kursierende „Fahndung mit Belohnung“ für den Rüstungsgesellschafter und Teilnehmer der Podiumsdiskussion in Trier ist beendet: „Burkhart Braunbehrens wurde wegen guter Führung aus der symbolischen Haft entlassen. Als Eigentümer handelte er zwar bis 2012 vollkommen verantwortungslos, ist nun aber im Be­griff, einen Akt politischer Schönheit zu begehen und seine politische Verantwortung als Waffen­händler wiederzufinden,“ schreibt die Initiative für politische Schönheit, die symbolisch 25.000 Euro für seine Verhaftung ausgesetzt hatte.

Die weiteren Teilnehmer der Trierer Runde, die Stefan Weinert (Rundfunk im Bistum Trier) moderiert, sind: Jan Grebe (Internationales Konversionszentrum Bonn, BICC), Dominic Kloos (Ökumenisches Netz Rhein-Mosel-Saar/Aktion Aufschrei) sowie Horst Schmitthenner (Ehemaliger Bundesvorstand der IG Metall).

Die Veranstaltung ist Teil der bundesweiten „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“ unter Schrimherrschaft von Margot Käsmann. „Der Aufschrei gegen den starken Ausbau des Exports von Rüstungsgütern in den letzten Jahren – Deutschland ist führend in Europa und drittgrößter Rüstungsexporteur weltweit – hat viele Gründe: Millionen von Verstümmelungs­opfern, tausendfacher Tod, die Profitgier des militärisch-industriellen Komplexes und die durch Bindung von Haushaltsgeldern verursachten Entwicklungshemmnisse in Ländern des globalen Südens“, schreibt die AG Frieden in einer Pressemitteilung.

Am heutigen Montag startet die Aktionswoche mit dem Spielfilm „Lord of War“, der die dunklen Kanäle der Waffenbeschaffung thematisiert, Broadwaykino (19.30 Uhr). Am Dienstag berichtet Emanuel Matondo zunächst um 16 Uhr an der Universität Trier (ESG, Im Treff 19) und um 19.30 Uhr im Kokolores (Domfreihof 1b, direkt neben der Volkshochschule) über die Auswirkungen von Waffenexporten im südlichen Afrika.

Beim abschließenden Aktionsworkshop „Politischen Strassentheater“ am 15. November mit den Schauspielerinnen Anita Bertolami und Shiva Grings sind noch Plätze frei (ab 16.30 Uhr bei der Lokalen Agenda, Palaststr. 13, Anmeldungen an buero@agf-trier.de).

Kontakt und weitere Informationen unter: www.agf-trier.de und www.oekumenisches-netz.de.

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