Junge Union: „Birk muss anfangen zu liefern“

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TRIER. Die Junge Union erwartet von Dezernentin Angelika Birk (Grüne) in der Debatte um die Schulpolitik in Trier eine Verwaltungsvorlage noch in diesem Jahr. Ferner spricht sich die Jugendorganisation der CDU in einer Presseerklärung für den Erhalt der drei Realschulen Plus im Stadtgebiet (Nelson- Mandela, Kurfürst-Balduin und Johann-Amos-Comenius) aus. „Diese müssen gestärkt werden“, schreibt die JU. Der Schulentwicklungsplan dürfe nicht losgelöst von den anderen Konzepten der Stadt gesehen werden.

Um weitreichende Entscheidungen in der Schulpolitik zu treffen, dürfe der Schulentwicklungsplan nicht losgelöst von all den anderen Konzepten der Stadt Trier – etwa dem Flächennutzungsplan und Mobilitätskonzept – getroffen werden, heißt es in einem Grundsatzpapier der JU, das diese bereits im Oktober erstellt hat. „Es muss mit offenen Karten gespielt werden“, fordert die Jugendorganisation der CDU. Dies vermisse die JU bei der zuständigen Dezernentin Angelika Birk.

„Birk muss anfangen zu liefern“

Vor einer Umsiedlung oder Schließung einer Grundschule müsse ein klarer Fragenkatalog mit entscheidenden Kriterien ausgearbeitet und für jede von einer Schließung bedrohten Grundschule beantwortet werden. Dieser Fragenkatalog müsse nicht nur die Schülerzahlen, Räume und pädagogischen Konzepte sowie den Wert des Gebäudes, des Grundstückes und den Investitionsstau berücksichtigen, sondern auch auf die Mehrnutzung der Gebäude verweisen. Grundschulgebäude seien oftmals Bürgerhäuser für einzelne Stadtteile und böten meist für gewachsene Strukturen und Vereine innerhalb des Stadtteils Räumlichkeiten, ohne die solche nicht existieren könnten. „Wenn diese Orte, die mehr als nur Gebäude sind, wegfallen, können weitere Angebote nicht mehr gehalten werden, und die Lebensqualität in diesen Stadtteilen würde sich verschlechtern. Daraus folgt, dass diese Stadtteile künftig für neue Einwohner weniger attraktiv wären. Wenn es dann zu einer politischen Entscheidung für oder gegen ein Gebäude kommt, muss diese akzeptiert und von allen getragen werden“, so die JU.

„Realschulen Plus halten“

Es sei der Jungen Union wichtig, dass die drei Realschulen Plus im Stadtgebiet (Nelson- Mandela, Kurfürst-Balduin und Johann-Amos-Comenius) erhalten bleiben und gestärkt werden. „Wir sind gegen die Schließung der Kurfürst-Balduin Realschule Plus in Trier-West“, betont die JU. Weiter spricht sich die Nachwuchs-Organisation gegen den „unter fälschlichen Aussagen und mündlicher Vereinbarung von Bürgermeisterin Birk und der ADD gefallenen Beschluss vom Stadtrat aus, die Realschule Plus in Trier-Süd erneut zu verlegen und nach Trier-Nord in das Geschwister Scholl Gebäude umzusiedeln“.

Die JU befürworte den Schulstandort Ehrang mit einer Realschule Plus und einem G8-Gymnasium und sieht „in dem gefassten Beschluss vom Stadtrat, die dortige gemeinsame Orientierungsstufe abzuschaffen, eine Entzerrung der dortigen Probleme“. (siehe LOKALO-EXKLUSIV). Die Umwandlung in eine Integrierte Gesamtschule sei zurzeit ebenfalls nicht wünschenswert, da die Anmeldezahlen der Gymnasien zeigten, dass alle bestehenden Gymnasien benötigt würden. (red/et)

1 KOMMENTAR

  1. Applaus! Endlich bezieht eine politische Gruppe mal Stellung – und dann auch noch mit durchdachten Äußerungen! Wie sagt man heutzutage doch gleich: I like!

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