LOKALO-EXKLUSIV: Mainz gibt grünes Licht für FSG

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TRIER/MAINZ. Das Mainzer Bildungsministerium hat der Auflösung der Gemeinsamen Orientierungsstufe (GOS) zwischen Friedrich-Spee-Gymnasium und Realschule plus am Mäusheckerweg in Ehrang zugestimmt. Das bestätigte ein Sprecher des Ministeriums am Dienstag auf Anfrage von lokalo. Somit wird es bereits vom kommenden Schuljahr an zwei getrennte Orientierungsstufen in Ehrang geben – eine für das G8-Gymnasium und eine weitere für die Realschule plus. Der Trierer Stadtrat hatte am 16. Oktober die Auflösung der GOS beantragt.

Damit kann sich das Friedrich-Spee-Gymnasium bereits in der kommenden Woche am 14. November beim „Tag der offenen Tür“ (siehe EXTRA) interessierten Schülern und deren Eltern als reines GTS8-Gymnasium präsentieren. „Die Schulen können bei ihren Informationsveranstaltungen im November bereits von der neuen Ausgangslage ausgehen“, heißt es in der Antwort des Ministeriums gegenüber lokalo. Soll heißen: Vom kommenden Schuljahr 2013/2014 an hat die Ehranger Bildungseinrichtung eine eigene Orientierungsstufe. Die Schülerinnen und Schüler der aktuellen fünften Klassen werden noch ein Jahr in der Orientierungsstufe bleiben – dann in der sechsten Klasse.

FSG-Schulleiter Hajo Hammann wollte sich am Dienstag gegenüber lokalo nicht zur Entscheidung des Ministeriums äußern: „Ich bitte um Verständnis“, sagte Hammann. „Da ich über die Entscheidung noch nicht informiert bin, möchte ich erst das offizielle Schreiben des Ministeriums abwarten.“

Die Antwort des Ministerium zur lokalo-Anfrage im Wortlaut:

„Das Bildungsministerium hat sich bereits ausdrücklich der Einschätzung der Schulaufsicht in der ADD angeschlossen, dass das so genannte ’schulische Bedürfnis‘ für die schulartübergreifende Orientierungsstufe zwischen dem Friedrich-Spee-Gymnasium und der Realschule plus Trier-Ehrang entfallen ist. Damit wurde dem Antrag der Stadt Trier als Schulträger zur Auflösung dieser Orientierungsstufe stattgegeben. Das aus formalrechtlichen Gründen notwendige Beteiligungsverfahren verschiedener Gremien in den beiden Schulen sowie von Personal- und Elternvertretungen ist von der ADD eingeleitet.

Das bedeutet: Die Schulen können bei ihren Informationsveranstaltungen im November bereits von der neuen Ausgangslage ausgehen. Die Fristen in dem Beteiligungsverfahren sind zudem so gelegt, dass die endgültige Organisationsverfügung der ADD zur Aufhebung der schulartübergreifenden Orientierungsstufe bis zum Anmeldetermin für das Schuljahr 2013/2014 in den beiden Schulen vorliegt.

Die Aufhebung der schulartübergreifenden Orientierungsstufe greift erstmals für die neuen Fünftklässler/innen im Schuljahr 2013/2014. Sie werden dann in zwei getrennten Orientierungsstufen aufgenommen. Die Schülerinnen und Schüler, die derzeit noch die schulartübergreifende Orientierungsstufe in der Klassenstufe 5 besuchen, besuchen diese auch noch im nächsten Schuljahr (dann in der Klassenstufe 6).“ (et)

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1 KOMMENTAR

  1. Endlich, endlich….! Endlich kann das FSG zeigen, was wirklich in ihm steckt – und das ist auch wichtig und gut so. Da haben auch die bösartigen Kommentare in einer gewissen Zeitung, wo sich die Kinder, die gerne auf ihr FSG gehen, abfällig als vermeintliche „Eliteschüler“ abkanzeln lassen mussten, nichts daran ändern können. Es hat – auch in der Politik (!) – tatsächlich die Vernunft gesiegt, ohne parteipolitisch vernebeltes Wunschdenken von geschönten Sozialrealitäten, die es eben nur im Parteiprogramm, aber nicht in der Wirklichkeit gibt. Und: Auch engagierte und begabte Kinder haben ein Recht auf Förderung, das wird nur gerne allzu oft vergessen. Denn ohne die richtige Ansprache und Förderung wird auch deren Potenzial nicht abgerufen. In einer Schule, wie dem FSG, hat man dies längst erkannt.

  2. 6. November 2012 – nicht nur der Tag, an dem die Amerikaner entscheiden,wer neuer Präsident der USA wird…..
    Auch der Tag, an dem offenkundig wird, dass bei beharrlichem Engagement vieler Beteiligter (Schulleitung, Kollegium, Elternvertretung des FSG; Elternvertretung der Gymnasien in Trier (AGT) und Unterstützung der politischen Parteien im Stadtrat (außer: GRÜNE, LINKE)gegen den Willen der Schuldezernentin das Unmögliche Wirklichkeit wurde: Die gemeinsame Orientierungsstufe, die keinem Schüler/keiner Schülerin in den 5. und 6. Klassen gerecht werden konnte – weder den Realschule plus Schülern noch den Gymnasialschülern – wurde aufgelöst.

    Eine Entscheidung, die im Interesse der betroffenen Schüler und Schülerinnen und ihren Eltern, sowie den Lehrkräften, die in den Klassen 5 und 6 der Gemeinsamen Orientierunsstufe unterrichtet haben, gefällt worden ist!

    Jutta Albrecht
    (Mitglied der AGT u. Schulelternsprecherin MPG)

  3. Nach vielen Jahren dann doch endlich eine Entscheidung im Interesse der Lehrer, Eltern und vor allem der Schüler!
    Glückwunsch an die, deren unermüdlicher teils jahrelanger Einsatz für die Sache dann doch noch zum Erfolg geführt hat. Und Glückwunsch an die bei denen die Einsicht dann doch noch kam.
    Ich hoffe es werden sich noch viele Eltern und Schüler für die angenehme Atmosphäre an der Schule und das engagierte Lehrpersonal entscheiden.

  4. Da haben alle Versuche vom grünen Volksfreund wie zuletzt von Frau Wolf dann doch nicht genützt. Der Ober-IGS-Freak Dieter Überallredner Lintz wird vor lauter Zorn sicher in den Teppich beißen. Wasser predigen aber Wein saufen, so kennt man diesen Herrn.

  5. Möge es ein Hochflorteppich sein, gewebt aus FSG und den viel diskutierten kleinen, aber engagierten Schulen in der Nachbarschaft. In diesem Sinne: Guten Appetit!

  6. @ Jasmin:

    dass ich die Schülerschaft vergessen habe zu erwähnen tut mir sehr leid und bitte ich zu entschuldigen!

    Durfte ich mich doch beim Überreichen der Petition vor dem Rathaus am Freitag, 8.9.2012 an Schuldezernentin Birk seitens der SV und beim „Laternenfest“ am Abend davon überzeugen, dass das Wahrnehmen politischer Mitspracherechte in der Schulgemeinschaft und die Identifikation mit der eigenen Schule von der Schülerschaft des FSG in beeindruckender Weise demonstriert wurde.

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