„Bewusstsein für Geschichte und Kultur wecken“

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TRIER. Die Sparkasse Trier investiert weiter in die Zusammenarbeit mit den Trierer Museen und Schulen. Über die hauseigene Stiftung ermöglicht das Geldinstitut Schulklassen aus Stadt und Landkreis kostenlose Führungen und Workshops im Rheinischen Landesmuseum und im städtischen Museum Simeonstift. Jeweils 100 Führungen stehen sowohl im Landesmuseum als auch im Simeonstift zur Verfügung. „Das Angebot wird sehr stark nachgefragt“, so Sparkassen-Vorstand Remigius Kühnen. „Ich gehe davon aus, dass wir das Projekt über unsere Stiftung fortsetzen werden.“

Die sechste Klasse der Integrierten Gesamtschule (IGS) vom Trierer Wolfsberg tut es. Viele andere haben es schon getan. Und wer es noch tun möchte, rennt bei den beiden Trierer Museen und der Sparkasse offene Türen ein. „Unser Anliegen ist es, die Jugend zu fördern“, sagt denn auch Sparkassen-Vorstand Remigius Kühnen. „Wir verstehen uns als Partner für die Schulen.“

Mit einem Etat von rund 350.000 Euro steht die hauseigene Stiftung des Kreditinstitutes zwar erst am Anfang. Viele Projekte sind dennoch bereits gefördert und unterstützt worden. Wie eben auch in der Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Landesmuseum und dem städtischen Museum am Simeonstift. Beide Häuser bieten seit Mai Führungen und Workshops für Schulklassen aus der Stadt und dem Landkreis an. Insgesamt 100 pro Museum.

Im Landesmuseum wurden seit dem Frühjahr bereits 80 Führungen gebucht. „Hauptsächlich natürlich zu unseren Schwerpunkten der römischen Geschichte“, sagt Mechthild Nyses-Eiden, die stellvertretende Leiterin des Hauses. Rund 1.500 Schülerinnen und Schüler haben sich bisher von den Exponaten im Landesmuseum begeistern lassen. Auch im Simeonstift ist die Nachfrage groß. 46 Schulklassen mit mehr als 700 Kindern und Jugendlichen sind bislang durch die Räume neben der Porta Nigra geschlendert, haben sich in die Geschichte der Stadt einführen und davon verzaubern lassen.

Das alles ist für die Schulen und Eltern kostenlos. Die Stiftung der Sparkasse übernimmt alle Kosten – vom Eintritt bis hin zum museumspädagogischen Angebot, das sich die Schule aus dem reichen Vermittlungsprogramm der beiden Museen aussuchen darf. „Das ist eine Investition in unsere eigene Zukunft, betont Kühnen. „Gerade in der Zusammenarbeit mit den Schulen wollen wir erreichen, dass in den Kindern ein Bewusstsein für Geschichte und Kultur geweckt wird.“ Wie etwa bei der neuen Ausstellung „WeinReich“ im Simeonstift. Der Workshop dazu für Kinder heißt „Die kleinen Rebläuse“ – selbstverständlich ganz ohne Alkohol.

Das Konzept der Zusammenarbeit zwischen Sparkasse und Museen ist nach einem Vorbild aus dem Saarland entstanden. Dort praktiziert das Papiermuseum schon seit Jahren mit Unterstützung der örtlichen Sparkasse die Kooperation zwischen Schulen und Museen. Ein Paradebeispiel, das jetzt auch für Trier gilt. Dabei richtet sich das Angebot der beiden Häuser explizit an alle Schulen – von der Grundschule bis hin zur Förderschule. Der Weg dorthin ist zudem einfach und unbürokratisch. Lehrer, die das Angebot der beiden Museen nutzen wollen, können sich entweder per E-Mail oder telefonisch mit dem Museum in Verbindung setzen. Alles weitere wird dann über die Stiftung geregelt.

Kühnen ist sich sicher, dass das Projekt Zukunft hat: „Es wird ja so viel geredet über angeblich bildungsferne Schichten. Es wird lamentiert und gejammert. Aber dagegen kann man etwas tun. Und das machen wir in Zusammenarbeit mit den beiden Museen.“ Sicher ist sich Kühnen auch, dass das Projekt mit Unterstützung seines Hauses fortgesetzt wird. „Davon gehe ich aus, schließlich haben wir hier etwas begonnen, was man nicht nach 100 Führungen einfach beenden kann.“ (et)

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