Umfrage: Gute bis sehr gute Lage bei Unternehmen

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TRIER. Rund 800 Mitgliedsunternehmen in der Region Trier wurden von Creditreform zur aktuellen Geschäftslage und Finanzsituation befragt. Nach der Konjunkturumfrage von Creditreform Trier sprechen dabei über die Hälfte der Befragten (54 Prozent) von einer guten bis sehr guten Geschäftslage Ihres Unternehmens. Dabei sehen lediglich 39 Prozent der Unternehmen die Geschäftslage ihrer eigenen Branche als gut bis sehr gut. 59 Prozent beurteilen die Lage der Branche lediglich befriedigend bis ausreichend, und zwei Prozent bewerten diese gar als mangelhaft bis ungenügend.

Die eigene Auftragslage sehen immerhin 47 Prozent der Befragten im guten bis sehr guten Bereich. Die Mehrheit (52 Prozent) beziffert diese jedoch nur als befriedigend bis ausreichend. Dies sah vor einem Jahr noch etwas positiver aus. Gut ein Prozent ist mit der eigenen Auftragslage mehr als unzufrieden. Im Vergleich zum Vorjahr, als vielfach regional noch viele von erkennbarem Aufschwung gesprochen haben, wird dies jetzt viel pessimistischer gesehen. 61 Prozent der Befragten bemerken keine Anzeichen von Aufschwung; lediglich 22 Prozent würden momentan Aufschwungtendenzen zustimmen.

Im laufenden Jahr sehen lediglich 32 Prozent der Unternehmen eine Umsatzsteigerung; im Vorjahr war es noch gut die Hälfte der Befragten. Immerhin rechnen 52 Prozent eine stabile Umsatzentwicklung in 2012 (16 Prozent befürchten allerdings Umsatzeinbrüche).

Die Aussichten für 2012 in Bezug auf die Umsatzentwicklung sind noch etwas verhaltener: 54 Prozent sehen im kommenden Jahr eine stabile Umsatzentwicklung, und nur 30 Prozent der Unternehmen rechnen noch mit einer Umsatzsteigerung – 16 Prozent rechnen gar mit sinkenden Zahlen. Die wirtschaftpolitischen Turbulenzen und finanzpolitischen Verwerfungen haben hingegen bei einem Großteil der Befragten keinerlei Auswirkungen auf ihre Kooperationen mit Banken oder alternativen Finanzierungsinstrumenten wie Leasing, Factoring oder Warenkreditversicherungen.

Die Zahlungsweise der Kunden im Vergleich zum Vorjahr wird von der Mehrheit gleichbleibend (82 Prozent) betrachtet – 15 Prozent attestieren ihren Kunden allerdings eine schlechtere Zahlungsmoral als im Vorjahr, und nur drei Prozent sehen ein verbessertes Zahlungsverhalten (in der Vorjahresumfrage lag dieser Wert noch bei 15 Prozent).

Bei der Betrachtung der Zahlungsweise der deutschen und luxemburgischen Kunden sind dabei erneut kaum Unterschiede auszumachen. 47 Prozent bescheinigen den deutschen Kunden eine gute bis sehr gute Zahlungsweise, den Luxemburger Kunden attestieren 49 Prozent eine ordentliche Zahlungsweise. 51 Prozent der deutschen Kunden und 45 Prozent der Luxemburger Kunden zahlen immerhin noch in befriedigender bis ausreichender Weise.

Insgesamt haben die anhaltenden wirtschaftpolitischen Turbulenzen und finanzpolitischen Verwerfungen, insbesondere rund um den EURO, Auswirkungen auf die Geschäftslage und die Erwartungen für das gesamte laufende und auch das kommende Jahr. Gegenüber dem Vorjahr sei die Haltung gedämpft, heißt es aus den Unternehmen. (red)

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