Grüne kontern Freie Wähler

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TRIER. Die Trierer Grünen kontern den Antrag der FWG für die kommende Ratssitzung, die Sanierung der Bustrasse an der Treveris-Passage vorerst wegen der angespannten Haushaltslage der Stadt auszusetzen. „Eine Sanierung im Bestand ohne Verbesserung der Situation für den Radverkehr kommt für uns nicht in Frage“, betont Anja Reinermann-Matatko für die Grünen-Fraktion.

Die Treviris-Passage sei ein wesentlicher Baustein der sicheren Nord-Süd-Querung in der Innenstadt. „Wir können darauf nicht verzichten, wenn wir den Radverkehrsanteil in Trier steigern wollen. Fehlende sichere Radverkehrsverbindungen sind seit Jahrzehnten der Hauptkritikpunkt der Trierer Radfahrer“, so Reinermann-Matatko. „Die Auffassung der FWG, es handele sich bei der Planung um eine Luxus-Sanierung, teilen wir nicht.“

„Gutachten für den Moselaufstieg oder Verbreiterung der Bitburger Straße: Das sind Projekte, bei denen die FWG nicht mit dem Konsolidierungsargument daher kommt. Aber sobald es um Fuß-, Radverkehr oder ÖPNV geht, werden die Finanzen als Totschlagargument für jegliche Verbesserungen heran gezogen“, kritisiert die Grüne.

„Die Sanierung der Treviris-Passage war uns in den Haushaltberatungen ein wichtiges Anliegen. Nach den uns vorgelegten Plänen kann die Baudezernentin auf Grüne Unterstützung zählen. Allerdings hätte die Priorität auf die Sanierung der Treveris-Passage gelegt werden sollen und nicht – wie geschehen – auf die Bitburgerstraße“, so Reinermann-Matatko.

Bedauerlich ist aus Sicht der Grünen ferner, „dass man offenbar auch in Mainz die Wichtigkeit des Projekts zur Förderung von Rad und ÖPNV in Trier nicht erkannt hat und die Förderzusage viel zu spät kommt.“ (red)

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