TBB Trier: Mit kühlem Kopf gegen eiskalte Eisbären

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TRIER. Die Fieberkurve, mit der in der aktuellen SportBild-Saisonvorschau die Platzierungen der letzten Jahre dargestellt werden, hat bei den Eisbären Bremerhaven einen hässlichen Haken: 2009 war das Team von der Küste nach drei Playoff-Teilnahmen urplötzlich Tabellenletzter, kam über die Wildcard zurück ins Oberhaus – und schaffte es prompt wieder ins Halbfinale 2010. Am Samstag, 20 Uhr, gastieren die Eisbären in der Arena – bei der TBB Trier. Karten gibt es noch bis Freitag auf der Facebook-Seite von lokalo zu gewinnen.

Fünf Playoff-Teilnahmen und ein sportlicher Abstieg in sechs Spielzeiten für die Eisbären sind durchaus bemerkenswert. Die Saison 2011/12 begann dann mit einer herben 56:75-Auswärtsniederlage in der Arena Trier; mehrere Monate hatte man die Playoffs in greifbarer Nähe, wegen einer Serie aus fünf Niederlagen zum Ende der Saison wurden die Männer von der Küste aber nur Elfter.

Die aus Trierer Sicht wichtigste Personalentscheidung der Gäste ist sicher der Wechsel von Philip Zwiener von Trier nach Bremerhaven. Der 27-jährige A-Nationalspieler nutzte im Sommer die Chance, bei einem Playoff-Anwärter in seiner alten Heimat (Zwiener stammt aus Bremen) anzuheuern und unterschrieb für zwei Jahre. Mit Stanley Burrell und Scott Morrison holte Coach Doug Spradley gleich zwei europaerfahrene Spieler dazu, die zudem schon aufeinander eingespielt sind: Point Guard Burrell und Center Morrison spielten zusammen beim polnischen Erstligisten Slupsk und schafften es dort in die Playoffs. Diese Erfahrung zahlt sich offenbar aus, Burrell und Morrison legen aktuell gute Statistiken für die Eisbären auf.

Mit Jacob Burtschi kam ebenfalls ein bekanntes Gesicht hinzu: Der Forward spielte in der Beko BBL erfolgreich in Hagen und Frankfurt, war zwischendurch bei Saragossa in der ersten spanischen Liga aktiv und überzeugt in Bremerhaven bisher vor allem als bester Rebounder, der zudem Nate Linhart die Steal-Krone streitig machen könnte: 2,8 Ballgewinne verzeichnet der 28-Jährige pro Spiel. Und auch Alex Harris kommt mit guten Referenzen, er war im letzten Jahr mit 12,5 Punkten im Schnitt Topscorer bei EnBW (heute Neckar RIESEN) Ludwigsburg.

In der jedes Jahr wichtigeren „deutschen Fraktion“ findet sich – neben Philip Zwiener – mit Forward Jermain Raffington, den Guards Anthony Canty und Jusuf El Domiaty sowie dem Eigengewächs Bazoumana Kante reichlich Talent.

Der diesjährige Kader der Eisbären sollte den hässlichen Haken und den bitteren elften Platz schnell vergessen machen – dieses Team spielt 2012/13 sicher wieder um die Playoffs mit. Nach eher verhaltenem Beginn mit drei Niederlagen in Folge (Bamberg, Würzburg, Ulm) gelangen zwei Siege gegen vermeintlich schwächere Teams (Gießen, Frankfurt) – und vor allem am vergangenen Mittwoch ein knapper Sieg gegen Tabellenführer EWE Baskets Oldenburg. Dank eines eiskalten Alex Harris, der in der Schlussphase vier Freiwürfe versenkte, gewannen die Eisbären das Nordderby in fremder Halle mit 75:72 und kletterten damit auf Rang acht der Tabelle.

Die TBB ist also gewarnt. Henrik Rödl spricht von einem sehr gefährlichen Gegner, kann aber bis auf Dragan Dojcin auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. “Die Eisbären sind ein klarer Playoff-Kandidat mit sehr erfahrenen Spielern im Team; nicht nur Stanley Burrell, Scott Morrison und Jacob Burtschi können Spiele entscheiden. Und was man von einem Philip Zwiener erwarten kann, muss ich in Trier ja niemandem erklären.”

Die Partie TBB Trier gegen Eisbären Bremerhaven beginnt am Samstag, 27. Oktober, um 20 Uhr. Die Arena öffnet um 18 Uhr. Alle Tickets gelten als Fahrkarte im Verkehrsverbund Region Trier (VRT). Tickethotline: 0651-9790777. (red/et)

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