Sparschweine werden gschlachtet

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BITBURG. Wer heute nicht spart, muss morgen einsparen. Griechenland, andere hoch verschuldete EU-Staaten, aber auch deutsche Bundesländer und viele andere öffentliche Haushalte sind Beispiele dafür. Was für Vater Staat gilt, lässt sich auch auf den einzelnen Menschen übertragen: Wer in jungen Jahren nicht das Sparen gelernt hat, hat es später schwer, mit seinem Einkommen auszukommen.

Deswegen werben die Volksbanken und Raiffeisenbanken im Eifelkreis Bitburg-Prüm und im Landkreis Vulkaneifel zum diesjährigen Weltspartag am 30. Oktober insbesondere bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen für den Spargedanken: „Das alte Motto hat nichts von seiner Aktualität eingebüßt: ‚Spare, lerne, leiste was – dann haste, kannste, biste was‘.“

Die Volksbank Eifel Mitte, die Volksbank Bitburg, die Raiffeisenbank Westeifel und die Raiffeisenbank Irrel gehen gut vorbereitet in den Weltspartag, der am 30. Oktober stattfindet. Zahlreiche Kinder und Jugendliche werden an diesem Tag mit ihren prall gefüllten Spardosen und Sparschweinen erwartet. Unter den Augen der fleißigen jungen Sparer werden die Genossenschaftsbank-Mitarbeiter Münzen und Geldscheine zählen, um das oft mühsam Ersparte dann auf einem Konto gutzuschreiben. Mit kleinen Präsenten wollen die Banken ihre jüngsten Kunden für das eifrige Sparen belohnen: „Wir schenken allen Kindern und Jugendlichen eine Fun-Karte. Die jungen Kunden können die Karte bis Jahresende für den Besuch von Kino, Eisbahn, Kinder Happyland oder Erlebnisbad einlösen.“

Vielfach tappen schon junge Menschen in die Verschuldungsfalle. Apps fürs Handy, Computerspiele, MP3-Player: Wer fernsieht oder im Internet surft, wird mit Werbung für Produkte, die Kinder und Jugendliche ansprechen, geradezu bombardiert. Minderjährige sind für Unternehmen längst eine zahlungskräftige Zielgruppe. Die Genossenschaftsbanker sind sich deshalb einig: Der Umgang mit Geld will rechtzeitig gelernt sein und ist Übungssache.

Wenn Kinder und Jugendliche das richtige Wirtschaften mit Geld üben sollen, muss man ihnen die Chance dazu geben. Das gilt nicht nur fürs Sparen. Sondern auch fürs Ausgeben. Die Banken bieten individuelle Lösungen bei der Unterhaltung des ersten eigenen Kontos. Eltern können zum Beispiel mit ihren Kindern einen monatlichen Verfügungsrahmen festlegen. So lässt sich sicherstellen, dass das Guthaben auf dem Konto kontinuierlich wächst. Mit dem Girokonto lernen Kinder schon früh die Grundregeln des Zahlungsverkehrs. Ein Dispositionskredit steht ihnen nicht zur Verfügung. Girokonten für Minderjährige führen die Banken ausschließlich auf Guthabenbasis. (red)

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