TBB Trier: Die Feuervögel schießen scharf

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TRIER. Basketball-Bundesligist TBB Trier steht vor einer schweren Auswärtsaufgabe: Am Samstag, 20. Oktober (19 Uhr) geht es gegen Phoenix Hagen. Ein Team, das vor allem durch seine offensive Spielweise auffällt – und damit schon so manchen Gegner vor Probleme stellte. Auch Trier hatte im letzten Jahr das zweifelhafte Vergnügen: Vor großer Kulisse in der altehrwürdigen Ischelandhalle, jetzt zur „Enervie Arena“ umgebaut, konnte die TBB die berüchtigten Hagener Dreierschützen nicht kontrollieren und verlor 76:83.

Phoenix Hagen übernahm 2004 die Zweitliga-Lizenz von BG Hagen und stieg damit zur Saison 2009/10 in die Beko BBL auf. Von Beginn an beeindruckte das Team von Ingo Freyer durch Offensivleistung – kein Team nimmt mehr und vor allem schnellere Würfe als die Hagener „Feuervögel“. Dennoch konnte Hagen in der letzten Saison dem Abstiegs-Tod nur knapp von der Schippe hüpfen: Am letzten Spieltag kam es zur entscheidenden Partie gegen die LTi GIESSEN 46ers, die die Feuervögel vor laufenden SPORT1-Kameras mit 85:72 für sich entschieden – Klassenerhalt.

Dem folgte ein Umbruch: Schmerzen bereitete Ingo Freyer vor allem der Weggang seines Kapitäns Zygimantas Jonusas (wechselte nach Italien), aber auch die Transfers von Marc Antonio „TJ“ Carter und Jordan Hasquet waren nicht ganz einfach zu kompensieren. Gehalten wurde Point Guard Davin White, der Mann, den alle nur den „Retter“ nennen, weil er maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt hatte. Mit David Bell kam ein alter Bekannter zurück: Der 31-Jährige spielte vor zwei Jahren schon einmal an der Volme.

Larry Gordon und Abe Lodwick passen ebenso in Freyers Offensivkonzept wie Forward Dino Gregory und die vielleicht spektakulärste Neuverpflichtung, Adam Hess, der von den Artland Dragons nach Hagen wechselte. Am Brett setzt Freyer auf Routine – die bekommt er von Bernd „Storch“ Kruel, mit 36 Jahren einer der dienstältesten Beko BBL-Akteure, und Björn Schoo (31). Kruel und Schoo könnten dabei gleichzeitig gegen bewegliche Center wie Andi Seiferth die Schwachstelle im Hagener Team sein – inwiefern das bei soviel geballter „Firepower“ aus der Distanz ins Gewicht fällt, bleibt allerdings abzuwarten.

Bisher steht Phoenix Hagen nach vier Spielen mit ausgeglichener Bilanz auf Platz elf der Tabelle. Zwei Siegen beim MBC (93:81) und zu Hause gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig (89:78) stehen zwei Niederlagen gegenüber: zum Auftakt in Gießen (68:73) und am letzten Spieltag, rekordverdächtig, in Berlin. Die “Albatrosse” hatten wohl das richtige Rezept gegen die Feuervögel entdeckt und gewannen klar und deutlich mit 109:67.

TBB-Headcoach Henrik Rödl, der mit seinem Hagener Kollegen Ingo Freyer zwei Jahre in Berlin zusammen spielte, ist gewarnt: „Hagen ist eine Mannschaft, gegen die wir uns immer schwer tun. Es erwartet uns hier ein wirklich hartes Auswärtsspiel. Hagen ist sehr explosiv und in seiner Arena vor allem heimstark. Sie spielen das gleiche Programm wie die letzten zwei Jahre, sehr offensiv geprägt, mit vielen guten Dreierschützen. Allerdings haben sie sich im Vergleich zum letzten Jahr nochmals personell verbessert und dieses Jahr auch schon zwei Spiele gewonnen. Wir müssen uns auf ein sehr schnelles Spiel einstellen und vor allem David Bell, Larry Gordon und Davin White im Auge behalten – allerdings besteht auch der Rest der Mannschaft aus guten Schützen. Man sollte Hagen nie zu leichten Würfen kommen lassen, denn die treffen sie sicher – und manchmal treffen sie auch die schweren. Dennoch denke ich, dass wir eine Chance haben: Bei uns sind alle Mann an Bord und werden für die Siegchance kämpfen.“

Spielbeginn in der „Enervie Arena“ in Hagen ist um 19 Uhr. Bereits ab 18.30 Uhr meldet sich Moderator Chris Schmidt zusammen mit seinem Co-Moderator mit Vorberichten, Analysen und Interviews im TBB-Livestream – live auch hier bei lokalo. (red/et)

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