Uraufführung von „Das Narrenschiff“

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TRIER. Es ist nicht nur eine Premiere, sondern sogar eine Uraufführung. Sven Grützmacher zeigt am Theater Trier „Das Narrenschiff“ – ein Tanzstück mit Musik von Claudio Monteverdi, Philip Glass, Mauricio Kagel, Franz Schubert.

Zwölf Menschen sind auf sich allein gestellt. Ein Schiff, eine Arche. Letzter Ort der Zuflucht. Die verrinnende Zeit hinterlässt ihre Spuren und wird zum Impuls für Ausbrüche verschiedenster Wesenszüge. Nur in Extremsituationen ist es möglich die Seele eines Menschen zu erblicken. Was bleibt? Die Liebe? Das Lachen? Oder treiben wir einfach weiter vor uns hin?

Grützmachers choreographische Annäherung ist ein Experiment, um die menschliche Psyche mit all ihren (merkwürdigen) Ausprägungen, die die Grenzen zwischen tragisch und komisch manchmal verschwimmen lassen, zu erkunden. Inspiriert von Sebastian Brants (1457 – 1521) spätmittelalterlicher Moralsatire „Das Narrenschiff“ (gedruckt 1494), hält Grützmacher dabei dem heutigen Zeitgeist den Spiegel vor und nimmt die menschlichen Schwächen und Verfehlungen ins Visier. Frei nach dem Motto: Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung!

Das Bühnenbild wird gestaltet von dem international renommierten in Trier und New York lebenden Künstler Bodo Korsig, der mit „Das Narrenschiff“ erstmals bühnenbildnerisch auf sich aufmerksam macht.

Theatercafé als Öffentliche Probe im Großen Haus

Bereits am Donnerstag, 25. Oktober, 19 Uhr, kann man beim Theatercafé, das diesmal in Form einer Öffentlichen Probe im Großen Haus präsentiert wird, einen Einblick in die Produktion bekommen. Dabei wird man neben Gesprächen mit der Produktionsleitung auch Ausschnitte aus dem neuen Tanztheaterstück sowie die Bühnenbildkreation des Künstlers Bodo Korsig kennen lernen.

Premiere: 3. November, 19.30 Uhr im Großen Haus

Weitere Vorstellungen im November: So., 11.11.2012, 19.30 Uhr | Fr., 16.11.2012, 20 Uhr | Fr., 23.11.2012, 20 Uhr. (red)

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