Prozess gegen Böhr im Frühjahr?

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TRIER/MAINZ. Laut einer Meldung der Deutschen Presseagentur (dpa) könnte der Prozess gegen den früheren Trierer CDU-Vorsitzenden und Chef der Landesunion, Christoph Böhr, bereits im kommenden Frühjahr beginnen. Böhr wurde von der Staatsanwaltschaft Mainz wegen Untreue und Betruges angeklagt (wir berichteten).

Die dpa beruft sich auf eine Mitteilung des Landgerichtes Mainz. Sollte es zu einem Prozess kommen, sei eine umfangreiche Beweisaufnahme zu erwarten, sagte ein Gerichtssprecher der Nachrichtenagentur. Die insgesamt vier Angeklagten haben allerdings nach der Anklageerhebung durch die Staatsanwaltschaft eine zweimonatige Frist zur Stellungnahme.

Böhrs Anwälte haben inzwischen gegenüber der dpa die Anschuldigungen gegen ihren Mandaten zurückgewiesen. Neben Böhr ist auch der ehemalige Fraktionsgeschäftsführer der CDU, Markus Hebgen, angeklagt. Dieser soll in einem Schreiben an die Staatsanwaltschaft von 2008, das der dpa vorliegen soll, behauptet haben, er habe Böhr und den ebenfalls angeklagten Carsten Frigge (Hamburger Ex-Finanzsenator) auf die ungesetzliche Finanzierung aufmerksam gemacht.

„Beide (Böhr und Frigge, d.Red) sagten mir damals, wenn wir die Wahl gewinnen würden, würde dies keinen interessieren, wenn wir sie verlieren würden, würden wir weggejagt werden. Überdies wurde die Frage aufgeworfen, wieso man den Nachfolgern eine volle Fraktionskasse hinterlassen solle“, heißt es laut dpa weiter in dem Schreiben Frigges. (red/et)

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Anklage gegen früheren Trierer CDU-Chef Böhr erhoben

KOMMENTAR von Eric Thielen

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