Theater Trier: „La Traviata“ feiert Premiere

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TRIER. Am kommenden Samstag, 13. Oktober, steht am Trierer Theater mit Giuseppe Verdis „La Traviata“ die nächste Premiere ins Haus. Für die Partie der Violetta konnte erneut die Sopranistin Adréana Kraschewski gewonnen werden, die zuletzt für die Darstellung der Titelrolle in Léo Delibes’ „Lakmé“ in der Spielzeit 2010/2011 die Auszeichnung „Trierer Theatermaske“ erhielt.

Die Inszenierung dieses Opernklassikers übernimmt einmal mehr die international renommierte Choreographin und Regisseurin Birgit Scherzer, die am Theater Trier schon mehrfach mit Aufsehen erregenden Regiearbeiten in Erscheinung trat – zuletzt 2011 mit der deutschen Erstaufführung der Oper „The Voyage“ von Philip Glass.

Von der Männerwelt begehrt, steht die faszinierende Violetta Valéry im Mittelpunkt der Haute Volée. Im Glanz der Glamourwelt hat sie jedoch den Glauben an ehrliche Gefühle längst verloren. Als ihr dann aber der junge Alfred seine glühende Liebe offenbart, erkennt Violetta die Sinnlosigkeit ihres bisherigen Daseins. Sie flieht mit Alfred in ein Liebesidyll, das keinen Bestand haben kann – Alfreds Reputation fordert von ihr den Verzicht. Ihre Rückkehr in das frühere Leben wird begleitet von Schüben einer unheilbaren Krankheit. Zudem wendet sich Alfred von ihr in einem öffentlichen Eklat ab. Violetta bleibt auf sich gestellt und geht zugrunde als eine „vom rechten Weg Abgeirrte“ – als Traviata.

Mit seinem 1853 in Venedig uraufgeführten Meisterwerk – heute zurecht eine der erfolgreichsten italienischen Opern überhaupt – gelang Giuseppe Verdi ein berührendes musikalisches Seelengemälde von außerordentlicher Schönheit. Aus der Romanvorlage von Alexandre Dumas formte Verdi ein eindringliches menschliches Drama, in dem die Protagonisten in Konflikt mit ihren vom Establishment zugewiesenen Rollen geraten: Die Tragödie entsteht durch die gesellschaftlich bedingte Unmöglichkeit, ihre Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung in reales Leben zu verwandeln. (red)

Premiere am Samstag, 13. Oktober, 19.30 Uhr im Großen Haus.

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