TBB-Agentur: „Wir arbeiten absolut vertrauensvoll zusammen“

0

LUXEMBURG/TRIER/MANNHEIM. Fußball-Regionalligist Waldhof Mannheim, Liga-Konkurrent von Eintracht Trier, steckt in Schwierigkeiten. Am Mittwoch kündigte der Klub an, gerichtlich gegen seinen neuen Trikotsponsor „parkplan“ vorzugehen, weil bisher noch kein Geld geflossen sei. Vermittelt wurde das Geschäft zwischen dem Traditionsverein aus der Quadratestadt und „parkplan“ von der Agentur „Pyramid“ in Luxemburg. „Pyramid“ wurde über den Basketball-Bundesligisten TBB Trier gegründet und vermarktet seit diesem Jahr alle Werbetätigkeiten des Vereins.

In Mannheim kochen die Emotionen derzeit hoch. Im Fanforum des ehemaligen Bundesligisten wird der Geschäftsführer des neuen Trikotsponsors „parkplan“, Gerald Zwerger, massiv angegriffen. Grund sind ausstehende Zahlungen. Die erste Rate des Sponsors wäre im August fällig gewesen, ist jedoch bis jetzt noch nicht beim Klub eingegangen. Heute berichtet der Mannheimer Morgen in seiner Online-Ausgabe, dass der Verein beim Landgericht Mannheim eine sogenannte „Urkundenklage“ gegen seinen Trikotsponsor „Parkplan AG“ eingereicht habe. „SV Waldhof zieht gegen Trikotsponsor vor Gericht“, titelt die Zeitung

„Ein Unding“, betonte der Präsident des Waldhof, Steffen Künster, am Donnerstag gegenüber lokalo. Künster ist alles andere als glücklich über das Vorgehen von Repräsentanten des Klubs gegen „parkplan“ und Geschäftsführer Gerald Zwerger. In einer Pressemitteilung hatte der Klub die gerichtlichen Schritte gegen seinen Sponsor angekündigt. „Alle Spielergehälter sind bezahlt, darüber hinaus ist die finanzielle Situation durch die Nichtzahlung der ersten Rate aber angespannt“, wird Präsidiumssprecher Immo von Fallois in der Mitteilung zitiert.

„So etwas macht man einfach nicht“, betonte hingegen Künster. „Parkplan ist ein zwar junges, aber absolut seriöses Unternehmen.“ So könne man als Verein mit einem Sponsor nicht umgehen. „Wir werden das vom Präsidium aus in der kommenden Tagen auch richtigstellen“, so Künster. Schließlich habe man bereits eine Lösung gefunden. „Und in spätestens 14 Tagen ist die ganze Angelegenheit vom Tisch.“ Ein Teilbetrag sei bereits eingegangen. „Und unser Partner wird auch seinen anderen Verpflichtungen nachkommen.“ Der Waldhof-Präsident spricht von einer Mücke, die zum Elefanten gemacht worden sei. „Nein, das ist eher schon ein Dinosaurier inzwischen, der da aus dieser kleiner Mücke gemacht wurde.“

Vermittelt wurde das Geschäft zwischen „parkplan“ und dem Regionalligisten vom Mannheimer Waldhof von „Pyramid“. Die Agentur mit Sitz im luxemburgischen Flaxweiler koordiniert inzwischen alle Marketing-Aktivitäten von Basketball-Bundesligist TBB Trier. „parkplan“-Geschäftsführer Gerhard Zwerger wird bei „Pyramid“ als Investor ausgewiesen. „Das ist richtig“, sagte Vorstand Michael Haubrich am Donnerstag gegenüber lokalo. „Aber Herr Zwerger hat bisher noch keine Aktien der Agentur gezeichnet.“ Sei somit auch kein offizieller Investor von „Pyramid“.

Die Verbindung zwischen Zwerger und „Pyramid“ kam nach Informationen von lokalo über den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern zustande. Sebastian Merten, bei „Pyramid“ für den Vertrieb und das Marketing zuständig und bis vor kurzem noch bei der TBB Trier als PR-Manager angestellt, war nach seinem Studium selbst für den FCK tätig gewesen. Auch Zwerger engagierte sich für den Fußballverein aus der Pfalz.

Bei „Pyramid“ ist man über die aktuelle Situation in Mannheim alles andere als glücklich. „Natürlich ist das nicht in unserem Sinne, wenn sich ein Geschäft, das wir vermittelt haben, so entwickelt“, räumte Haubrich ein. „Aber wir stecken ja nicht in der Sache drin.“ Seine Agentur bekomme nur dann Geld als Provision, wenn der Sponsor auch zahle. Mit dem Vertragsabschluss sei der Job von „Pyramid“ erledigt. „Trotzdem stehen wir derzeit in engem Kontakt zu unseren beiden Partnern, damit wir die Kuh möglichst schnell vom Eis bekommen“, so Haubrich. „Wir haben uns das anders gewünscht, aber wir können natürlich auch nicht in die Sponsoren hineinschauen, beziehungsweise auf deren Bankkonten.“

Das sieht auch Künster so. „Wir arbeiten absolut vertrauensvoll mit der Agentur in Luxemburg zusammen“, betonte der Präsident der SV Waldhof. „Da gibt es überhaupt nichts zu beanstanden“, so Künster. Man sei vom „Pyramid“-Konzept vollkommen überzeugt. „Alle unsere Partner sind wirtschaftlich top“, sagt den auch Haubrich. „Dass es in diesem Geschäft aber auch mal Schwierigkeiten geben kann, ist eben normal.“ Dann müsse man gemeinsam nach einer Lösung suchen. „Und das machen wir gerade“, so Haubrich. Letztlich sei ein Vertrag aber ein Vertrag, „der auch eingehalten werden muss“.

Für TBB-Vorstand Sascha Beitzel ist „Pyramid“ trotz der Probleme in Mannheim über jeden Zweifel erhaben. „Wir stehen voll dahinter“, betonte Beitzel am Donnerstag im Gespräch mit unserer Redaktion. „Pyramid“ arbeite seriös und zur absoluten Zufriedenheit der TBB. „Das Konzept besteht ja darin, Menschen zusammenzubringen, die sich für den Sport engagieren. Wenn es Probleme gibt, muss man die gemeinsam lösen. Dafür sind wir da.“ Auch Beitzel ist Investor bei „Pyramid“, die TBB Trier Hauptauftraggeber der Agentur. „Und mit dieser Zusammenarbeit sind wir auch ohne Abstriche zufrieden“, so Beitzel. (et)

1 KOMMENTAR

  1. Sehr geehrte Damen und Herren, es wäre nett, wenn sie anstatt Vereinsforum besser FanForum schreiben würden. Das Forum ist unabhängig vom Verein und dieser hat auch darauf keinerlei Einfluss. Das Forum wird ausschliesslich von Fans für Fans des SV Waldhof Mannheim betrieben. Schreibe dies nur, damit man hier keinen Missverständnissen aufsitzt.

    Lieben Gruß Markus Large
    http://www.waldhof-forum.de

  2. da ist der sumpf bei eintracht trier ja noch harmlos,bzw ziemlich trocken!!! da steht der oberboss der tbb (selbst investor bei der agentur der ehemaligen der treveri ag),und sagt alles ist zufriedenstellend! waldhof mannheim steht kurz vor der insolvenz,und trier muss gegen einen kandidaten weniger gegen den abstieg kämpfen,stimmt, alles ist zufriedenstellend!!!!

  3. TBB TBB und wieder TBB, wir leben in Deutschland und Sportart Nr. 1 ist FUSSBALL. Ich bitte mehr über Fussball zu berichten und nicht über diesen Gorillasport Korbball.

  4. @Rainer: Fussball gibt s genug beim Volksfreund, von der Bundesliga bis zur Kreisklasse! Ein bisschen Tolleranz gegenüber Fans anderer Sportarten wäre toll! Danke!

  5. Gorillasport? Gehören Sie auch zu den anständigen Deutschen, die sich fragen, warum „jemand wie“ Mesut Özil in der DFB-Auswahlsteht? Es klingt fast so…

  6. @ Rainer

    Nach diesem Kommentar bin ich mir sicher, dass jeder Gorilla einen höheren IQ hat, als du. An Leuten wie dir liegt es, dass Fußballfans pauschal als „Assi“ bezeichnet werden. Und wenn sie so etwas absondern, dann sind sie es auch.

  7. Davon abgesehen: Wir leben zwar in Deutschland (mir persönlich ist das relativ egal, ihnen, lieber Rainer aber wahrscheinlich nicht), aber wir leben auch in Trier. Und hier offenbart ein Blick auf den Zuschauerschnitt der jeweiligen Vereine Eintracht und TBB recht schnell, was die „Sportart Nummer 1“ ist.

  8. Wie King K schon sagt, wir leben in Trier, Sportart Nummer 1 ist also Basketball. Und Rainer, rassistische Äußerungen verbitte ich mir. Traurig genug, dass der Kommentar nicht sofort gelöscht wurde.

  9. Lieber Dennis,

    wir konnten nur wegen des von Rainer benutzten Begriffes „Gorillasport“ kein rassistisches Motiv unterstellen.

    Der Begriff „Gorilla“ ist nicht zwangsläufig rassistisch zu interpretieren. Ansonsten hätten wir den Kommentar nicht freigeschaltet.

    In diesem Fall ist der Wert der Meinungsfreiheit höher anzusetzen als mögliche persönliche Befindlichkeiten.

    Dafür bitten wir um Verständnis.

  10. Das sehe ich etwas anders. Der Kommentar war rassistisch und völlig unangebracht! Auch wenn man Gorillasport anders interpretieren kann war er doch rein nur zum zweck der Beleidigung gemeint! Mann sollte nicht nur diesen Beitrag löschen sondern auch den Ersteller für weitere Kommentare sperren! Was hat das mit Meinungsfreiheit zu tun???

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.