Grüne: Kein Verständnis für Votum

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TRIER. Mit Unverständnis reagiert die Grüne Stadtratsfraktion auf das Votum des Schulträgerausschusses vom Donnerstag: Die Auflösung der Gemeinsamen Orientierungsstufe (GOS) zwischen Friedrich-Spee-Gymansium und Realschule plus am Mäusheckerweg in Ehrang sei pädagogisch nicht zu begründen und deshalb nicht nachvollziehbar, so die Grünen zum lokalo-Bericht.

„Wenn nun ein Gymnasium die gemeinsame Orientierungsstufe einseitig aufkündigt, stellt das die Intention der Schulreform auf den Kopf. Es ist ungeheuerlich, dass die Eltern, Lehrer und Schüler der Realschule plus offensichtlich vor vollendete Tatsachen gestellt werden sollen. Sie haben sich mehrfach und nachdrücklich für einen Erhalt der GOS ausgesprochen“, so Gerd Dahm, schulpolitischer Sprecher.

Unverständlich sei die Kritik des Philologenverbands, das Friedrich-Spee-Gymnasium könne sein ganzes schulisches Potential als einziges Trierer G8/GTS-Gymnasium nicht voll entfalten. „Seit vielen Jahren hat das FSG eine erfolgreiche gemeinsame Orientierungsstufe mit der Comenius Realschule“, so Dahm.

Deshalb vermutet der Grüne Sprecher andere Gründe: „Es kann nur an der Veränderung des Schülerprofils der Realschule durch die Auflösung der Hauptschule und durch den Status Schwerpunktschule liegen. Da liegt der Hund begraben!“ Dahm zitiert empört entsprechende Aussagen des Philologenverbandes, in denen die geforderte und im Schulgesetz verankerte Inklusion an die Realschule plus delegiert wird. Die klare Botschaft sei: Wir entfalten unser volles Potential und die Anderen kümmern sich bitte um Inklusion.

Dass Gemeinsame Orientierungsstufen bei den Eltern durchaus angenommen werden – wenn das schulische Konzept stimmig ist und konsequent umgesetzt wird – zeige das Beispiel der erfolgreichen gemeinsamen Orientierungsstufe des Stefan-Andres-Schulzentrums in Schweich. Die Schülerzahlen seien kontinuierlich steigend.

„Die gemeinsame Orientierungsstufe war über viele Jahre ein Garant für akzeptable Anmeldezahlen. Mit der Einführung des G8-Gymnasiums ist die Möglichkeit, Schülerüberhänge an den innerstädtischen Gymnasien zum FSG zu lenken weggefallen. Dies wird tunlichst verschwiegen“, so der Grüne weiter. Vielleicht liege neben der Konkurrenz in Schweich auch hierin ein nicht unerheblicher Grund für den Schülerschwund am Mäusheckerweg. Sei es doch aus gutem Grund rechtlich nicht möglich ein Kind an ein G8-Gymnasium zu zwingen. (red/et)

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1 KOMMENTAR

  1. Die Grünen stellen die Wirklichkeit völlig auf den Kopf und bringen in die Schuldiskussion eine unangemessene Polemik. Der Philologenverband hat zu Recht darauf hingewiesen, dass den Spagat G8/GTS, GOS und Inklusion niemand leisten kann, auch nicht ein Gerd Dahm, auch nicht die von den Grünen geforderte IGS, die ausdrücklich von der Schulzeitverkürzung ausgenommen ist. Die Grünen sollten endlich aufhören, das Friedrich-Spee-Gymnasium zu bekämpfen. Wie lässt sich die Kritik der Grünen am G8/GTS-Konzept des FSG mit der Zustimmung zum G8/GTS-Hochbegabtengymnasium am Auguste-Viktoria-Gymnasium vereinbaren ? Die Grünen sollten auch aufhören, die Realschule plus für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Unverantwortlich ist es, wenn die Grünen die Realschule plus und das FSG an die Wand fahren wollen, nur um ihre Pläne der IGS zu realisieren. Die Verzögerungstaktik der Grünen ist längst durchschaut. Erst will man eine zweite IGS am Standort Mäusheckerweg, dann plötzlich die Verlegung der IGS vom Wolfsberg, das FSG soll auslaufen, dann muss der Schulentwicklungsplan angeblich erst abgewartet werden, dann soll die Abstimmung verschoben werden…Inwischen stehen Gerd Dahm und Angelika Birk alleine da. So ist das, wenn Ideologie auf Wirklichkeit trifft.

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