TBB Trier: Niederlage im vorletzten Test – Video

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AALST/TRIER. Die TBB Trier traf am Samstagabend mit einer arg verkleinerten Rotation im belgischen Aalst auf Generali Okapi Alstar – und unterlag mit 84:90 Punkten. Den Trierer Fans ist Alstar ein Begriff als beliebter Testgegner, außerdem als sportliche Heimat der Ex-Trierer Chris Copeland und auch Derek Raivio. Dragan Dojcin (Achillessehne), Jone Lopes (Lungenentzündung) und Vitalis Chikoko (Knöchel) wurden zu Hause gelassen oder geschont, Youngster Luka Buntic war mit der Regionalliga-Mannschaft unterwegs – auf den großen Positionen sah es also dünn aus für die TBB, die sich zwar redlich mühte, die Niederlage letztlich aber nicht abwenden konnte.

Es ist die anstrengende Phase kurz vor der Saison, zwischen Trainingslager und Testspielen. Der Saisonstart rückt näher, Trainingseinheiten und Vorbereitungsspiele müssen absolviert werden – auch wenn Spieler angeschlagen sind. Es geht nicht ums Ergebnis, sondern um den Plan. Das sieht auch Trainer Henrik Rödl so – trotz der Niederlage in Belgien.

Die Gastgeber starteten schnell und konzentriert. Der ehemalige Trierer Derek Raivio trifft den Dreier zum 7:2 bevor der neu-Trierer Brian Harper das Heft in die Hand nimmt und mit langem ersten Schritt von rechts auf den Korb zustürmt ein krachender, einhändiger Dunk zum 7:4. Harper sollte auch der überragende Trierer Akteur werden – einer musste ja die langen Kollegen vertreten.

Die TBB fand in die Partie, konnte sich durch konzentrierte Offensive und engagierte Defense Vorteile erarbeiten. Jarrett Howell erzwingt einen Ballgewinn gegen Derek Raivio, weil der nach Ansicht der Schiedsrichter länger als acht Sekunden in der eigenen Hälfte verbrachte; Howell und Bastian Doreth bringen Trier per Dreier mit sechs Punkten in Führung (15:21). Doch Aalst verteidigt ebenfalls aggressiv, die beiden Guards Anderson und Clark lauern ständig auf den Ballgewinn, das gelingt auch ab und zu und mündet in spektakulären Fastbreak-Aktionen – 22:24 nach dem ersten Viertel einer schnellen und unterhaltsamen Partie.

Im zweiten Viertel geriet die sowieso schon verkleinerte TBB in Foulprobleme, Mönninghoff musste früh mit drei Fouls auf die Bank. Dazu leistete sich Rödls Team einige Ballverluste – es fehlte bei nur noch „siebeneinhalb“ aktiven Spielern die Konstanz in der Rotation. Aalst nutzte diese Vorteile eiskalt, bediente entweder die langen Leute oder machte das Spiel über Raivio, Clark und Anderson schnell. Zur Halbzeit stand es 49:37 – deutlich aber noch nicht zu deutlich.

Trier gab sich nicht auf, im nunmehr dritten Jahr ist die kämpferische Einstellung ein Markenzeichen der Moselstädter. Harper suchte und fand das Duell gegen den deutlich kompakter gebauten Thomas Dreesen, kämpfte unermüdlich um jeden Rebound und verwertete Tip-Ins seiner Kollegen. Ein Dreier von Doreth und ein Korbleger mit der Pausensirene machen den Rückstand nach drei Vierteln wieder einstellig: 68:59.

Die TBB suchte im letzten Viertel ihr Heil in der Ganzfeldpresse, nahm dabei den ein oder anderen schnellen Korb der Gastgeber in Kauf – wieder war es Anderson, der per Alley Oop zum 84:73 abschließen konnte. Doch der Vorsprung der Belgier schmolz, wieder sind es Doreth per Dreier und Linhart mit aggressivem Zug zum Korb, die Trier im Spiel halten: 42 Sekunden vor dem Ende steht es 84:78. Doch Aalst gibt sich an der Freiwurflinie keine Blöße, bringt das Spiel mit 90:84 zu Ende. Ein weiterer lehrreicher Test für die TBB Trier – mit Licht und Schatten.

Rödl beurteilte das Spiel denn auch gewohnt realistisch: „Wir haben eine Mannschaft, die explosiv ist, die in kürzester Zeit Rückstände wettmachen kann, das hat man heute gesehen. Wir haben von außen getroffen und das Spiel schnell gemacht. Auf der anderen Seite müssen wir noch viel dazulernen, in einigen Situationen in der Offense und in der Verteidigung solider sein. Unsere großen Spieler Dragan Dojcin und Vitalis Chikoko haben uns heute gefehlt, dadurch hatten wir weniger Konstanz in der Rotation. Insgesamt war das heute ein guter Test, aber wir haben noch einige Hausaufgaben vor uns, um in der Liga konkurrenzfähig zu sein. Ich freue mich auf das Heimspiel gegen Antwerpen nächsten Samstag, bis dahin wird die Mannschaft einen weiteren Schritt gehen.“ (red/et)

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