Grüne: „Geburtshilfe erhalten“

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TRIER. In der Diskussion um eine mögliche Schließung der Geburtshilfestation im Elisabethkrankenhaus Trier spricht sich die Fraktion der Grünen im Stadtrat für deren Erhalt aus. Wegen Kürzungen droht der Station Gynäkologie/ Geburtshilfe im Klinikum möglicherweise das Aus.

„Mit Erstaunen haben wir die Berichterstattung zur Kenntnis genommen, nach der eine Schließung der Geburtshilfe im Elisabethkrankenhaus geplant ist“, schreibt das Ratsmitglied der Grünen, Corinna Rüffer, in einer Pressemitteilung. „Diese Information kommt für uns völlig überraschend.“

Bei der Zusammenschließung der beiden Krankenhäuser Ehrang und Elisabeth sei schließlich geregelt worden, „dass das Angebot an beiden Standorten erhalten bleiben soll“. Wenn nun, nach so kurzer Zeit, das Gegenteil im Raum stehe, komme die Frage auf, ob man mit dieser Planung hinterm Berg gehalten habe, um die Akzeptanz gegenüber der Strukturveränderung zu sichern.

Vor diesem Hintergrund fordern die Grünen „die Verantwortlichen dazu auf, offenzulegen, welche Bedingungen sich verändert haben und heute zu diesem Sinneswandel führen“.

Die Station im Elisabethkrankenhaus genieße einen sehr hohen Zuspruch, weil sie eine vorbildliche Versorgung in einem für den Medizinbetrieb untypischen überschaubaren und familiären Rahmen bietet. Die vielen in kürzester Zeit zusammengekommenen Unterstützer belegten diesen Eindruck.

„Wir wollen, dass in der Innenstadt weiterhin eine Wahlfreiheit besteht. Es gibt in Trier eine Knappheit an Hebammen, in der gesamten Region gibt es kein Geburtshaus. Aus Sicht von jungen und werdenden Familien wäre es geboten, über mehr Vielfalt nachzudenken, anstatt ein hervorragendes Angebot zu streichen. Wir werden mit den anderen Fraktionen im Trierer Stadtrat in Kontakt treten, um über eine gemeinsame Resolution zu beraten, die hoffentlich in der kommenden Ratssitzung verabschiedet wird“, so Rüffer. (red/et)

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