Grüne: „Schaufeln sich ihr eigenes Grab“

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TRIER. Anlässlich der Sitzung der Verbandsversammlung des ÖPNV-Zweckverbands VRT am kommenden Mittwoch in Daun stellen die Grünen aus der Stadt Trier, dem Kreis Trier-Saarburg, dem Kreis Bernkastel-Wittlich sowie dem Kreis Bitburg-Prüm mehrere Änderungsanträge zur Tarifplanung 2012. Die Anträge könnten allerdings nur im nicht-öffentlichen Teil der VRT-Sitzung eingebracht und daher auch nicht der Presse zugestellt werden, heißt es in einer Mitteilung der Partei.

Die von den Unternehmen beantragte Erhöhung der VRT-Tarife um 6,2 Prozent führe zu einer Fahrpreissteigerung von fast 13 Prozent in gerade einmal zwei Jahren. „Die Bahn hat bereits deutlich ausgesprochen, was dann folgt: Kunden, die nicht zwingend auf den ÖPNV angewiesen sind, springen ab. Die Erhöhung wird zu einem weiteren Rückgang der Fahrgastzahlen im VRT führen. Dies kann nicht das Ziel einer nachhaltigen Verkehrspolitik sein“, so Anja Reinermann-Matatko, Grünen-Mitglied in der Verbandsversammlung.

Anstatt immer nur Kosten und Erlöse gegenüber zu stellen, sollten endlich die Weichen für strukturelle Veränderungen im VRT gestellt werden. „Wir Grüne beantragen daher, dass für defizitäre Strecken untersucht wird, wie dort neue Kunden gewonnen werden können, sei es durch andere Streckenführungen, Fahrplangestaltung oder Steigerung des Komforts in den Bussen. Einer Tariferhöhung zum 1. Januar 2013 stimmen wir ebenso wenig zu wie angedeuteten unterjährigen Tarifsteigerungen“, betont Sabina Quijano, Vertreterin der Grünen aus dem Landkreis Trier-Saarburg.

Nach wie vor bestehe zudem große Unzufriedenheit mit der Transparenz im VRT-Preisgefüge: „Solange wir keinen Einblick in relevante Zahlen zur Kosten- und Erlösstruktur defizitärer Verkehrsunternehmen erhalten, müssen wir der VRT GmbH blind vertrauen. Die uns vorgelegten Tariffortschreibungen auf Indexbasis sind für uns nicht überprüfbar“, schreiben die Grünen

„Mit ihren Tarifforderungen schaufeln sich die Verkehrsunternehmen ihr eigenes Grab – ohne Rücksicht darauf, wie sehr dieses Verhalten dem ÖPNV in der Region schadet“, befürchtet Reinermann-Matatko. (red/et)

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