Eintracht Trier: Von den „Buben“ überrollt

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MANNHEIM/TRIER. Fußball-Regionalligist Eintracht Trier hat am Samstagnachmittag eine verdiente Auswärtsniederlage hinnehmen müssen. Der SVE unterlag dem SV Waldhof Mannheim vor 2494 Zuschauern im Carl-Benz-Stadion mit 1:3 Toren. Mannheim spielte nach der roten Karte für Wal Fall (30.) 60 Minuten in Unterzahl. Das Tor für Trier erzielte Markus Fuchs auf Vorlage von Chhunly Pagenburg zum zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer.

Die Trierer wurden in der ersten Halbzeit vom ehemaligen Bundesligisten aus dem Mannheimer Arbeiterviertel Waldhof geradezu überrannt. Dabei hatten die Kurpfälzer während der Woche noch große personelle Sorgen. So fiel unter anderem Stürmer Martin Hess – Neuzugang von den Sportfreunden aus Lotte – wegen Verletzung aus. Auf dem Platz war davon allerdings nichts zu spüren. Der Waldhof diktierte das Spiel praktisch nach Belieben.

In der 22. Minute brandete dann erstmals der Jubel im Carl-Benz-Stadion auf. Nach einem Eckball war es Kapitän Dennis Geiger, der aus dem Gewühl heraus zur 1:0-Führung für Mannheim vollstreckte. Fünf Minuten später legte der Waldhof gegen schlafmützige Trierer nach. Freistoß durch den Ex-Trierer Martin Wagner, Jure Colak war mit dem Kopf zur Stelle – das 2:0 für den SVW. Hochverdient, weil Mannheim in allen Belangen überlegen war.

Trier witterte Morgenluft, als der Mannheimer Wal Fall in der 30. Minute nach einer Tätlichkeit an Chhunly Pagenburg mit Rot vom Platz musste. Doch nach wie vor spielten nur die Waldhof-„Buben“ im Benz-Stadion. Dennis Franzin (40.) und wiederum Colak (45.) hätten das Ergebnis durch erstklassige Möglichkeiten noch höher gestalten können. Triers Trainer Roland Seitz hatte nach dem Platzverweis für Mannheim zwar taktisch reagiert und mit Markus Fuchs für Fahrudin Kuduzovic einen zweiten Stürmer gebracht – ohne jedoch damit seine Mannschaft aus der Lethargie reißen zu können. So war die Eintracht mit dem 0:2-Rückstand zur Pause noch gut bedient.

Auch nach dem Seitenwechsel kontrollierte der Waldhof, der mit Franzin auch noch einen seiner Besten wegen Verletzung verloren hatte, trotz Unterzahl die Begegnung. Nur der indirekte Freistoß im Mannheimer Strafraum von Chhunly Pagenburg aus zwölf Metern schwor so etwas wie Gefahr vor dem Tor der Gastgeber herauf (54.). Trier wusste sich in vielen Situationen nur durch Fouls zu helfen. So musste Seitz den rot gefährdeten Thomas Konrad in der 69. Minute vom Platz nehmen und durch Michael Dingels ersetzen.

Als den Kurpfälzern so langsam, aber sicher die Kräfte schwanden, kam Trier zurück ins Spiel. Pagenburg bediente Fuchs, der in der 74. Minute zum 1:2-Anschlusstreffer vollstreckte. Doch die Hoffnung im Trierer Lager währte nicht lange. Der ebenfalls eingewechselte Ajdin Zeric machte in der 80. Minute mit seinem Tor zum 3:1-Endstand den Sack im Carl-Benz-Stadion endgültig zu. Die Trierer Abwehr hatte auf Abseits gespielt – ohne jedoch auf Zeric zu achten, der sich die Möglichkeit alleine vor Andreas Lengsfeld nicht entgehen ließ. (red/et)

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1 KOMMENTAR

  1. Taktische Meisterleistung von Herrn Seitz : kuduzovic raus , Fuchs rein!!! Super offensivsignal , frage mich wieso er nicht noch einen defensivmann eingewechselt hat! Mit dieser trainerdrüse gewinnt man keinen Blumentopf ! Herr Seitz gehen sie freiwillig , bevor dieser Verein durch ihr gewurschtel die letzten Zuschauer verliert .

  2. @Eintracht Hautz. So ein Blödsinn , der Trainer kann nur mit dem arbeiten was der Vorstand ihm an die Handgibt; und ausser Chun, Abelski und Hollmann ist das doch alles nur Fallobst. Und meinst du die haben Lust sich den Arsch aufzureissen wenn sie lesen das es immer noch Zoff um die Prämien gibt und es ihren spätestens im Januar genauso geht?

  3. @ Vorstand raus! So einen Quatsch hab ich ja noch nie gehört: „Der Trainer kann nur mit dem arbeiten was der Vorstand ihm an die Hand gibt“ Ich glaube Sie haben noch nicht bemerkt, dass Seitz auch Sportdirektor ist und somit auch für die Verpflichtung der Spieler verantwortlich! Er holt sich seine Wunschspieler Saison für Saison nach Trier. Das heißt, wenn er mit diesen Spielern nicht klar kommt, ist das ganz allein seine Schuld und nicht die des Vorstands!

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