Jensen wehrt sich gegen Pauschalkritik

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TRIER. Das Rathaus hat sich am Freitag in einer eigenen Pressemitteilung zum Treffen zwischen den Ortsvorstehern und Oberbürgermeister Klaus Jensen (SPD) am Donnerstag geäußert (wir berichteten). Gestern Abend hatte bereits Elisabeth Ruschel (CDU) vom Ortsbeirat Heiligkreuz gegenüber lokalo ihre Bilanz des Gespräches gezogen.

In der Mitteilung des Rathauses heißt es: „Eindeutig und mit großer Mehrheit haben sich die Vertreterinnen und Vertreter der Trierer Ortsbezirke in einer außerplanmäßigen Ortsvorsteher-Besprechung, zu der Oberbürgermeister Klaus Jensen ins Rathaus eingeladen hatte, gestern von den in einem offenen Brief des Heiligkreuzer Ortsbeirates erhobenen Vorwürfen gegen die Verwaltung distanziert.“ Weder Form noch Inhalt der pauschalen und undifferenzierten Kritik seien mitgetragen worden. Überwiegend sei die Zusammenarbeit der Ortsbeiräte mit der Trierer Stadtverwaltung von einer fachlich und sachlich guten Atmosphäre geprägt. Probleme träten zwar immer mal wieder auf, rechtfertigten aber in keiner Weise Ton und Stil des Schreibens, sei der Grundtenor der Ortsbeiräte gewesen.

Jensen dankte laut Mitteilung den Vertretern der Ortsbezirke und habe auf die Anstrengungen der Stadt Trier hingewiesen, gerade die Ortsbeiräte frühzeitig in Entscheidungsprozesse einzubinden. Als OB habe er gemeinsam mit Rat und Verwaltung die Verpflichtung, immer das Wohl der Gesamtstadt im Auge zu haben. Gleichzeitig sei die Zusammenarbeit mit den Ortsbezirken sicher noch zu optimieren, und Jensen habe eine regelmäßige Information im Vorfeld von Ausschusssitzungen zugesagt. Auch der Anregung, häufiger zu Ortsvorsteher-Besprechungen einzuladen und die Abstimmung zwischen Verwaltung und Ortsbeiräten zu verbessern, folge er gerne.

Gleichzeitig habe Jensen sich gegen die undifferenzierte und pauschale Kritik des Heiligkreuzer Ortsbeirates an der Arbeit der Verwaltung und damit an den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt verwahrt. „Einen offenen Brief schreibt man dann, wenn der Dialog gescheitert ist – aber mit mir hat keiner vorher gesprochen“, wird der OB in der Mitteilung zitiert.

Anlass der außerplanmäßigen rund zweistündigen Sitzung sei der offene Protestbrief des Ortsbeirates Heiligkreuz an alle Ortsbeiräte der Stadt Trier gewesen, in dem die mangelnde Wahrnehmung der Ortsbeiräte durch die Verwaltung scharf kritisiert worden sei und die übrigen Ortsbeiräte aufgefordert worden seien, ebenfalls ihren Unmut zu artikulieren.

Alle Ortsbezirksvertreter hätten sich für eine weitere vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit im Sinne der Stadtteile, aber auch der Gesamtstadt mit der Stadtverwaltung ausgesprochen und angekündigt, das Thema in den jeweiligen Ortsbeiräten zu besprechen. (red/et)

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