Eintracht Trier: Prämien-Streit jetzt vor Gericht

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TRIER. Der Prämienstreit zwischen ehemaligen Spielern von Fußball-Regionalligist Eintracht Trier und der Klubführung (wir berichteten mehrfach) geht in die nächste Runde. Nach Informationen von lokalo hat das Arbeitsgericht Trier für den kommenden Freitag (21. September) einen ersten Gütetermin angesetzt, nachdem mehrere Spieler über ihren Anwalt Klage eingereicht haben. Um 9.15 Uhr treffen sich die juristischen Vertreter der Streitparteien, um unter Mitwirkung des Gerichts eine gütliche Einigung zu finden.

Mehr als ein halbes Jahr zieht sich der Streit zwischen ehemaligen Spielern von Eintracht Trier und der Klubführung wegen nicht bezahlter Prämien aus der abgelaufenen Saison 2011/2012 nun schon hin. Alle Versuche der beteiligten Spielergewerkschaft VDV, den Konflikt außergerichtlich beizulegen, sind bisher gescheitert. Jetzt soll das Arbeitsgericht Trier als Vermittler für eine gütliche Einigung der beiden Streitparteien sorgen.

Die VDV vertritt über ihren Justitiar Dr. Frank Rybak aber nicht alle Spieler. Einige wie der ehemalige Verteidiger des Vereins, Cataldo Cozza, werden von ihren eigenen Anwälten vertreten. Andere wiederum, wie Thomas Kraus, Daniel Bauer und Thomas Drescher, vertrauen auf die Hilfe der Gewerkschaft. Das Trierer Arbeitsgericht sieht sich aktuell mit den Klagen dieser drei Spieler konfrontiert, zwei weitere – Cozza und Denny Herzig – haben Ansprüche gegenüber dem Klub geltend gemacht. Die jeweiligen Forderungen der einzelnen Spieler sind allerdings unterschiedlich hoch. Dabei geht es um Summen im drei- und vierstelligen Bereich – bis über 1.500 Euro hinaus. Von jenen Spielern, die noch im Verein sind und die ebenfalls von der umstrittenen Prämienregelung betroffen waren, hat bisher noch keiner Forderungen gegenüber dem Klub erhoben.

Der neue Geschäftsführer des Vereins, Dirk Jacobs, hatte die Position des Klubs schon im Juni gegenüber lokalo deutlich gemacht. „Bei uns werden die Prämien immer montags nach dem Spieltag abgerechnet“, hatte Jacobs damals betont. Das Problem dabei: In der abgelaufenen Saison fielen gleich mehrere Spiele wegen der schlechten Witterung aus. Dadurch geriet der Spielplan der Liga durcheinander. Die klagenden Spieler bestehen nun ihrerseits darauf, dass die Nachholspiele zum ursprünglichen Termin abgerechnet werden müssen.

Fronten nach wie vor verhärtet

Die Regelung bei Eintracht Trier sah vor, dass nur unter bestimmten Voraussetzungen Prämien gezahlt werden – etwa wenn der Verein nicht mehr als neun Punkte hinter dem Tabellenführer zurückliegt (vom 24. Spieltag an). Und auch für den jeweiligen Tabellenplatz gab es unterschiedlich viel Geld. Jacobs hatte schon im Juni gesagt, dass aus Sicht des Klubs alles korrekt abgerechnet worden sei. An dieser Auffassung hält der Verein bis heute fest.

Das bestätigte auch der Rechtsvertreter des Klubs, Alexander Bergweiler, am Donnerstag gegenüber lokalo. „Die Position des Verein ist klar und eindeutig“, sagte der Jurist. Als Beispiel für die korrekte und mit dem Spielerrat auch so ausgehandelte Regelung führte Bergweiler das Spiel in Wiedenbrück von Dezember 2011 an. Ursprünglich war die Begegnung auf Ende Januar 2012 terminiert, wurde jedoch noch ins alte Jahr vorgezogen. „Die Spieler haben ihre Punktprämie dann im Januar mit dem Dezembergehalt bekommen“, so Bergweiler. „Damals hat sich keiner beschwert.“ Erst als die Regelung den Spielern im April und Mai nicht mehr gepasst habe, seien Forderungen laut geworden. „Aber nach Logik und Auffassung der Spieler hätte demnach auch das Spiel in Wiedenbrück erst im Januar für den Februar abgerechnet werden dürfen, obwohl es im Dezember stattfand.“

Der Justitiar der VDV sieht das anders. Ursprünglich wollte Dr. Frank Rybak die Angelegenheit außergerichtlich beilegen. „Im Sinne der Spieler, aber auch in jenem des Vereins“, wie er am Donnerstag im Gespräch mit unserer Redaktion betonte. „Für mich ist nach wie vor unverständlich, warum die Klubführung sich nicht mit den Spielern einigen wollte, obwohl diese mehrfach Kompromissvorschläge unterbreitet haben und es hier ja auch nicht um Summen geht, die astronomisch sind“, so Rybak.

Der VDV-Jurist sieht dem Gütetermin, aber auch möglichen weiteren Terminen, sollte es nicht zu einer Einigung kommen, optimistisch entgegen. „Ich bin recht zuversichtlich, dass das Gericht im Sinne der Spieler entscheiden wird.“ Schließlich könne eine solche Regelung, wie sie in Trier praktiziert worden sei, ja nicht dazu führen, dass „nach Zufallsergebnissen entschieden“ werde. „Man stelle sich einmal vor“, so Rybak, „die Mannschaft stünde auf dem ersten Platz, und der Verein sagt: Weil ihr drei Spiele Vorsprung habt, zahlen wir die Prämien für den Platz nicht, weil ihr ja eigentlich gar nicht Erster seid.“ Einzig die schwammige Regelung des Klubs habe dazu geführt, dass der Streit jetzt vor Gericht fortgesetzt würde. „Und das kann auch nicht im Sinne des Vereins sein“, betonte der Jurist. (et)

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1 KOMMENTAR

  1. damit ist der gr0ße neue geschäftsführer,von willhelmis gnaden, wieder total überfordert!wie blöd muß man sein für diese paar euro den verein so ins negative licht zu rücken .grandios herr getränkehändler jakobs!!

  2. Warum ist eigentlich alles nur noch peinlich was von diesem Verein kommt? Das kann doch wirklich kein Zufall sein: in jedes Fettnäpfchen hinein, keine Peinlichkeit auslassen,aber Glauben man sei mental mindestens zweite Liga. Ich seh das so: entweder ändert sich bald so ziemlich alles oder man macht das Licht im Moselstadion aus! Ich habe fertig, Flasche leer gibt’s in dem Verein wirklich genug.

  3. Offensichtlich sind nicht nur die Vereinsverantwortlichen überfordert, sondern auch deren Rechtsvertreter Alexander Bergweiler. Anscheinend suchen sich unsere Vereinsverantwortlichen immer nur Verbündete auf ihrem Niveau. Da führt doch dieser Rechtsvertreter doch tatsächlich auch die damals falsche Verhaltensweise unserer Eintracht bei der Auszahlung der Prämie für das vorgezogene Spiel in Wiedenbrück an, um die Rechtmäßigkeit des jetzigen Vereinshandelns zu beweisen. Der Verein hat damals falsch gehandelt. Warum sollten sich Spieler hierüber beschweren, wenn sie keinen Nachteil dadurch haben?

    Dieser Rechtsbeistand sagt doch tatsächlich: „Aber nach Logik und Auffassung der Spieler hätte demnach auch das Spiel in Wiedenbrück erst im Januar für den Februar abgerechnet werden dürfen, obwohl es im Dezember stattfand.“ Damit hat er in allen Punkten recht und lastet doch tatsächlich die falsche Abrechnung unseres Geschäftsführers den Spielern an.

    Für was soll dieses Beispiel denn gut sein? Zum Beweis für die Dummheit unserer Verantwortlichen oder dem schlampigen Umgang mit dem Geld unseres Vereins?

    Unsere Herren sollen die paar Peanuts, die den Spielern noch zustehen, endlich bezahlen, bevor die Brühe noch teurer wird als der Braten und damit dieses unrühmliche Spektakel endlich ein Ende hat.

    Aber so wie ich unsere Herren vorne dran kennen gelernt habe, setzen sie lieber wieder unsere Mitgliedsbeiträge in den Sand, um ihre sturen Köpfe durchzusetzen.

    Aber das ist ja nicht ihr Geld, sondern unseres. Ich werde jedenfalls meine 14-tägigen nicht unerheblichen Zahlungen in die Vereinskasse unserer Jugendlichen bei den Sammlungen an den Heimspielen vorerst einmal einfrieren, da ich nicht einsehe, für die Sturheit unserer Vorstandschaft auch noch zu spenden.

  4. @ B.B wie recht du hast. Andere Vereine die ehrlicher arbeiten haben das Geld wahrlich mehr verdient als dieser Club namens Zwietracht 05.

    Die Wahrheit wird nach Außen vertuscht, das Forum gleicht einem China und die drei Herren ganz oben an der Spitze werden mit dem Verein gemeinsam in den Abgrund stürzen.

    TBB, Mietzen und Tarforst, euch würde das Geld der Eintracht wohl besser stehen!

  5. Das Resultat ist schon offenbar: 3 zu 1 in Mannheim verloren. Von denen hat jetzt schon keiner mehr Lust sich den Arsch aufzureissen.

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