Neuer Kai zum 50. Geburtstag

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TRIER. Als führende Logistik-Drehscheibe der Region und wichtigen Geschäftspartner für zahlreiche Unternehmen würdigte Aufsichtsratschef Jürgen Häfner den Trierer Hafen an dessen 50. Geburtstag. Die hochprofitable GmbH habe die Investition von 4,5 Millionen Euro für einen neuen Westkai ohne Förderung schultern können. Bereits 2003 musste das Hafenbecken erstmals erweitert werden, um den massiv gestiegenen Umschlagzahlen von über einer Million Tonnen Rechnung zu tragen. Der knapp 160 Meter lange Westkai schließt sich an einen ebenfalls neuen, 2,2 Hektar großen Umschlagplatz für Güter zwischen 200 und 300 Tonnen an. Jetzt können zum Beispiel auch Flugzeugbauteile und Komponenten von Windturbinen verladen werden.

Auf dem Hafengelände sind heute mehr als 50 Unternehmen mit rund 2600 Mitarbeitern ansässig. Das Land hält 63 Prozent der Anteile der GmbH, den Rest teilen sich Stadt und Kreis Trier-Saarburg. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist Jürgen Häfner, Staatssekretär im Mainzer Innen- und Infrastrukturministerium. Wie Landrat Günther Schartz als weiteres Aufsichtsratsmitglied äußerte er deutliche Kritik am drohenden Stillstand bei der Fertigstellung der zweiten Trierer Moselschleuse. Diese Entwicklung ist nach Aussage von Volker Klaasen, Geschäftsführer der Hafengesellschaft, den Kunden nur sehr schwer zu vermitteln.

Zur Unterstützung des Hafens entstand ebenfalls 1962 der Zweckverband Wirtschaftsförderung im Trierer Tal. Er verwaltet heute mehr als 465 Hektar regionale Gewerbe- und Industrieflächen, auf den rund 280 Betriebe mit mehr als 600 Arbeitsplätzen ansässig sind. Der Zweckverband schuf nach Aussage von Schartz vor 50 Jahren das erste große Gewerbegebiet der Region und habe eine positive Ausstrahlung nach vielen Seiten gehabt. „Um die sehr guten Entwicklungsmöglichkeiten zu nutzen, müssen jetzt neue Flächen zur Verfügung gestellt werden“, betonte er. (red)

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