Bildungs-Gipfel: Ministerin Hubig nennt Beschlüsse der Kultusminister historisch

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MAINZ/BERLIN. Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Stefanie Hubig (SPD), hat die Beschlüsse der 16 Minister als «einen historischen Tag für die Bildung in Deutschland» bezeichnet.

Die Entscheidungen stärkten den Bildungsstandort Deutschland nachhaltig, sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin nach der Videokonferenz der Minister am Donnerstag in Mainz. Seit dem «Hamburger Abkommen» zur «Vereinheitlichung auf dem Gebiet des Schulwesens» von 1964 hätten die Kultusminister nicht mehr so viele Beschlüsse gefasst, die die gesamte Bildung beträfen. Die Länder hätten seit mehr als zwei Jahren verhandelt und mehr erreicht als damals für möglich gehalten. «Wir haben heute ein sehr ambitioniertes Vorhaben auf den Weg gebracht.»

«Wir wollen mehr Vergleichbarkeit schon in der Grundschule», sagte Hubig. So sollten etwa alle Kinder die verbundene Handschrift lernen. Beim Abitur müssten mindestens 50 Prozent aus einem einheitlichen Aufgaben-Pool eingebracht werden. Ein neues Gremium, die «Ständige wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz», werde unabhängig arbeiten können, Empfehlungen veröffentlichen und für mehr Qualität, Transparenz und Vergleichbarkeit sorgen. Empfehlungen der Minister zur Europabildung in Schulen und zur neuen beruflichen Bildung, auf die sich die Minister geeinigt hätten, habe es noch nie gegeben.

«Die Menschen haben den Wunsch nach mehr Einheitlichkeit bei der Bildung und diesem Wunsch kommen wir nach», betonte Hubig. Es dürfe keinen Unterschied machen, ob ein Kind in Aachen oder Zwickau geboren sei, und der Umzug von einem Bundesland ins andere müsse gelingen. Zugleich seien länderspezifische Werte von Bedeutung, so habe etwa Französisch in Rheinland-Pfalz und dem Saarland wegen der Nähe zu Frankreich und Belgien eine besondere Bedeutung.

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