Zweiter Warnstreik-Tag wird große Herausforderung für Kreiskrankenhaus

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Symbolbild; Foto:dpa

SAARBURG. Die Geschäftsführung und die Klinikleitung des Kreiskrankenhauses Saarburg bedauern, dass die Tarifvertragsparteien auf Bundesebene in ihrer jüngsten Verhandlungsrunde nicht zu einer Annäherung gekommen sind und sich das Krankenhaus vor Ort einer weiteren Streikmaßnahme ausgesetzt sieht.

Der von der Gewerkschaft ver.di angekündigte 24-stündige Warnstreik stellt die Organisation und Personaldisposition vor große Herausforderungen. Im Einvernehmen mit den Mitarbeitern, die die Streikmaßnahmen organisieren, soll der Verlauf so gestaltet werden, dass die Patientenversorgung in gewohnt hoher Qualität sichergestellt bleibt. Auch den Streikenden ist daran gelegen, die Patientensicherheit durch den Warnstreik nicht zu gefährden.

Die Beschäftigten in Krankenhäusern aller Berufsgruppen sind, wie wir spätestens seit der Corona-Pandemie wissen, systemrelevant. Es vergeht kaum eine Talkshow, in der nicht mit großem Einvernehmen davon gesprochen wird, die Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern, insbesondere für die Berufsgruppe der Pflege, zu verbessern, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Immer wieder wird in diesem Zusammenhang auch von den politisch Verantwortlichen ausdrücklich eine bessere Vergütung genannt. Dieser grundsätzlichen Forderung schließt sich der Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses Saarburg, Dr. Gerald Gaß, zugleich auch Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, ausdrücklich an.

Zwingende Voraussetzung ist aber, so Gaß, dass die Krankenhäuser dann nicht mit den Personalmehrkosten im Regen stehen gelassen werden und die Personalkostensteigerungen in vollem Umfang finanziert werden. „Als systemrelevante Institutionen der Daseinsvorsorge müssen notfalls Steuermittel zur Sicherung der Krankenhausversorgung der Bevölkerung eingesetzt werden“, fordert Gaß

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