„Millionenschwere illegale Geschäfte“ – Prozess um Darknet-«Cyberbunker» an der Mosel vor dem Start

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Polizisten sichern das Gelände eines ehemaligen Bundeswehr-Bunkers. Foto: Thomas Frey / dpa-Archiv

Ein gutes Jahr nach der Zerschlagung eines Darknet-Rechenzentrums in einem früheren Bunker an der Mosel kommt die Betreiber-Bande vor Gericht: Acht Tatverdächtige sollen in der unterirdischen Anlage in Traben-Trarbach (Rheinland-Pfalz) auf Servern Webseiten gehabt haben, über die Kriminelle aus aller Welt millionenschwere illegale Geschäfte abwickelten, heißt es in der Anklage. Hauptakteur soll ein 60-jähriger Niederländer sein, der den Bunker Ende 2013 erworben und nach und nach ausgebaut habe. Der Prozess beginnt am 19. Oktober vor dem Landgericht Trier.

Den vier Niederländern, drei Deutschen und einem Bulgaren wird Beihilfe zu rund 250 000 Straftaten vorgeworfen. Die Deals, die über die Server gelaufen sein sollen, reichten vom Drogenhandel über das Verschicken von Kinderpornos und Falschgeldgeschäften bis zu Datenhehlerei und Cyberangriffen. Das Rechenzentrum war Ende September 2019 in einer großen Aktion ausgehoben worden. 403 Server wurden sichergestellt. In der Hauptverhandlung vor dem Landgericht sind in der Regel zweimal wöchentlich bis Ende 2021 Termine vorgesehen.

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