Appell an Ärzte in Pension: Gesundheitsämter in Rheinland-Pfalz brauchen Hilfe

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Angesichts der steigenden Zahl an Infektionen mit dem Coronavirus arbeiten die Gesundheitsämter in Rheinland-Pfalz nach Angaben von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) an der Grenze der Belastbarkeit und brauchen Unterstützung.

Es solle an Mediziner in Pension oder Menschen aus verwandten Berufen in Pension appelliert werden, ob sie nicht mithelfen könnten, sagte Dreyer am Montag in Mainz. Das Land werde zusätzlich 50 Personen etwa zur Nachverfolgung von Infektionsketten bereitstellen.

Dreyer sagte, die in der Pandemie viel beachtete Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen sei eine politisch gesetzte. Bis zu diesem Wert ließen sich Infektionsketten gerade nach nachvollziehen. In einigen Gegenden von Rheinland-Pfalz liegt die sogenannte 7-Tage-Inzidenz derzeit über 50. «Wir haben eine besondere Situation», sagte Dreyer.

4 KOMMENTARE

  1. Kenne einige pensionierte Mediziner. Glaube nicht, das diese nochmal ins Berufsleben zurück wollen. Wie mit diesen Leuten umgegangen wurde in Kliniken, kann ich diese gut verstehen.Teils wurden diese raus geekelt. So ergeht es auch manchen Pfegekräften.Selbst war ich auch 20 Jahre in einer Klinik tätig. Sage ja immer, das arme Gesundheitssystem in Deutschland, in anderen Ländern sieht es nicht besser aus.

  2. Hat die deutsche Regierung viel Unsinn angerichtet, und jetzt kommt der Wagen nicht, wie gewünscht, aus dem Dreck.
    Nun die Hilfeschreie, man muss ja das Material etc. unter die Leute bringen. Wurde der Mund zu voll genommen .

  3. Die deutsche Regierung,Gesundheitssystem, Banken braucht die Menschen, und nicht umgekehrt. Würde man im Berufsleben humanvoller mit den Leuten umgehen, glaube, da würden sich bestimmt einige melden.

  4. Wenn das so ist. Warum werden dann in den letzten Tagen, wie zu besten Zeiten, Busladungen von neuen Bürgern vor dem Gesundheitsamt Trier abgegeben ?

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