Sparkasse Trier unterstützt regionale Schuldnerberatungsstellen

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TRIER. Überschuldung ist ein großes gesellschaftliches Problem. Daher unterstützt die Sparkasse Trier die Schuldnerberatungsstellen 
der Region auch in diesem Jahr mit einer Spende in Höhe von 80.000 Euro.

Im vergangenen Jahr betrug die Überschuldungsquote laut dem Schuldenatlas der Creditreform bundesweit 10%. Dies bedeutet, dass über 6,9 Mio. der Bundesbürger überschuldet sind und somit nachhaltige Zahlungsstörungen haben. Für den Kreis Trier-Saarburg liegt die Überschuldungsquote bei 6,7% und für die Stadt Trier sogar bei 10,6%.
Nicht nur Geringverdiener und Empfänger von Transferleistungen, sondern auch die Mittelschicht und Bezieher von höheren Einkommen sind betroffen.

Hauptauslöser für die Überschuldung ist immer noch die Arbeitslosigkeit mit 20%. Erkrankungen, Suchtprobleme und Unfälle mit 16%, unwirtschaftliche Haushaltsführung mit 14,3% sowie Trennung, Scheidung, Tod mit 12,5% folgen auf den weiteren Rängen.

Da in 35% der betroffenen Haushalte mindestens ein Kind lebt, hat die Überschuldungssituation auch direkte Auswirkungen auf die nachfolgende Generation. Personen über 70 Jahre sind nur mit knapp 3% betroffen. Allerdings hat die Zahl um 45% zugenommen. Dies zeigt, dass das Thema Altersarmut in Zukunft ein stärkeres Gewicht haben wird.
„In dieser gesellschaftlich schwierigen Lage können wir uns glücklich schätzen, dass es Organisationen und Vereine gibt, die den betroffenen Menschen zur Seite stehen“, so der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Trier, Dr. Peter Späth.

Mit dem Caritasverband, dem Diakonischen Werk, der Gesellschaft für Psychologie und Soziale Dienste und der Suchtberatung „Die Tür“ gibt es in Trier gleich vier starke Partner, die sich den Problemen der Menschen annehmen.
In diesem Jahr kommt die Corona-Pandemie noch erschwerend hinzu. Die Sparkasse Trier hat hier mit verschiedenen Maßnahmen, z.B. der Aussetzung der Zins- und Tilgungsraten versucht, finanzielle Engpässe zu überbrücken und die Menschen in dieser Situation zu entlasten.

„Für uns als Sparkasse Trier ist es ein wichtiges Anliegen, die Beratungsstellen vor Ort aktiv zu unterstützen“, betont Dr. Späth. Wie in den vergangenen Jahren stellt die Sparkasse Trier auch im Jahr 2020 dafür einen Betrag von 80.000 € zur Verfügung, der auf Basis der erhobenen Fallzahlen auf die vier Beratungsstellen verteilt wird.
Um den Schuldnerberatungen für ihr großartiges Engagement und ihre Arbeit zu danken, hat die Sparkasse Trier ihre Wertschätzung bei der Überreichung der Förderbescheide für 2020 in Anwesenheit der Vertreter der Träger der Sparkasse, Herrn Landrat Günther Schartz und Herrn Oberbürgermeister Herrn Wolfram Leibe, zum Ausdruck gebracht.
Landrat Schartz dankte den Beratungsstellen im Namen von Stadt und Landkreis für deren engagierte Arbeit. Er legte Wert auf die Feststellung, dass sich die Sparkasse Trier durch ihr großes Engagement im Rahmen der Schuldnerberatung sehr von den Mitbewerbern unterscheidet.

Die Vertreter der Schuldnerberatungsstellen bedankten sich für die regelmäßige Unterstützung durch die Sparkasse Trier. Hervorgehoben wurde auch die Zusammenarbeit mit den Filialen und der Rechtsabteilung bei der Bearbeitung der einzelnen Fälle. Herr Stumpenhorst vom Diakonischen Werk betonte, dass die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Sparkasse sehr kooperativ ist und im Interesse der Klienten fast immer hilfreiche Ergebnisse erzielt werden können.

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