Ministerpräsidentin zu steigenden Infektionszahlen: „Es sind jetzt entscheidende Tage!“

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ. In einer Pressemitteilung hat sich Ministerpräsidentin Malu Dreyer heute zu den steigenden Corona-Infektionszahlen in Rheinland-Pfalz geäußert. „Die Infektionszahlen steigen auch in Rheinland-Pfalz stark. Die Lage ist ernst. Ernster, als diejenigen glauben, die sich nicht an die Schutzmaßnahmen halten“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Die Gesundheitsämter führen den starken Anstieg auf große Familienfeiern zurück, wie Hochzeiten oder Partys. Im Landkreis Kaiserslautern hingegen beruht der Anstieg auf einer Nachmeldung von zahlreichen Infektionsfällen aus der US-Militärgemeinde.

„Ich bin mir sicher, keiner und keine will der Auslöser für Ansteckungen seiner Freunde, Eltern, Großeltern, Mitschülerinnen und –schüler oder Kollegen sein. Aber jedem muss klar sein: Das Corona Virus lebt davon, dass es sich von Mensch zu Mensch verbreitet. Nur wenn wir unsere Kontakte reduzieren und die AHA-Regeln befolgen, können wir das Virus ‚aushungern‘. Wir stehen in engem Austausch mit den Landräten und Oberbürgermeistern unserer Städte. Die Taskforces aus Kommune, Landesregierung und Gesundheitssektor erarbeiten entlang des Corona-Warn- und -Aktionsplans des Landes vor Ort passgenaue Maßnahmen, um die Ansteckung zu stoppen. Wir können das schaffen, wenn alle mitmachen. Das können wir am Beispiel von München oder Passau sehen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Auch wenn sie die Sehnsucht nach Normalität und Ausgelassenheit verstehe, so sei jetzt die Zeit, für größte Konsequenz gegenüber den Wenigen, die durch ihr Verhalten riskieren, dass für alle Menschen in ganz Deutschland ein Lockdown drohe. Das würde unsere Wirtschaft, die sich gerade erholt, in die Knie zwingen und Kinder und Ihre Familien überaus belasten.

4 KOMMENTARE

  1. Das Virus kann man nicht „aushungern“, so ein Schwachsinn: Ein Virus kehrt immer wieder. Das kann sich jeder ausrechnen.
    Wie soll das denn funktionieren?
    1. Möglichkeit: Es gibt einen Impfstoff: Dann wirds vielleicht 3 Jahre dauern bis sich alles weitgehend normalisiert.
    2. Möglichkeit: Wahrscheinlicher, es gibt keinen Impfstoff. Was soll dann passieren? Soll es Jahrzehnte so weitergehen, wollt ihr das? Man kann in einer offenen Gesellschaft ein Virus nicht ausrotten. Sobald man dann wieder zur Normalität zurückkehrt wird das Virus eben auch wiederkehren. Selbst in Neuseeland gelang es nicht, durch Dichtmachen der Grenzen das Virus auszurotten, in Nordkorea eventuell schon.

    Hier werden wieder all jene, die berechtigte Zweifel an der gegenwärtigen Strategie haben, kriminalisiert. Eine Schande für ein demokratisches Gemeinwesen.

    Und dann noch die Aussage: „es sind entscheidende Tage“. Total hohle Phrase. Für mich ist heute ein entscheidender Tag, weil ich nicht arbeiten muss, morgen ist ein entscheidender Tag, weil Montag immer der härteste Arbeitstag ist, wenn auch im Homeoffice. Dienstag ist auch ein entscheidender Tag, weil da ist Montag rum. Mittwoch ist entscheidend, weil Mitte der Woche. Donnerstag ist entscheidend, weil morgen ist Freitag. Freitag ist entscheidend, weil das Wochenende da ist. Mit Worten kann man unendlich spielen.
    Aber lassen wir uns ruhig noch Zeit, ich hab auch keinen Bock ganz ins Büro zurückzukehren. So jetzt muss ich erstmal bei Amazon was bestellen, schönen Sonntag.

    • Im Kern der Aussage stimme ich Ihnen und merke zusätzlich an:
      zu 1.) Impfstoff
      Wenn ein Impfstoff zugelassen wird, können sich Risikogruppen freiwillig impfen lassen. Damit ist die mortale Gefahr und damit die Pandemie beendet. Für den überwiegenden Rest der Bevölkerung ist das Virus ungefährlich.
      zu 2.) kein Impfstoff
      Es gibt weltweit bereits mehrere Impfstoffe in der Zulassungsphase. Ich bin optimistisch und denke, dass schon bald Impfstoffe zur Verfügung stehen. Zudem wurden inzwischen die medizinischen Behandlungsmethoden verbessert, was inzwischen auch erkennbar zu einer fallenden Letalität führt.

    • Mensch, an dir ist ja ein echter Hobby-Virologe verloren gegangen!

      Wenn du jetzt noch deinen notorisch-faulen Hartz IV Arsch von der Couch aufs Arbeitsamt bewegen würdest, dann könnte aus dir noch was werden!

  2. Wenn hochspezifische Maßnahmen unwirksam werden, sobald sich auch nur ein Querkopf daneben benimmt, dann sind diese Maßnahmen von Anfang an sinnlos gewesen. Es gibt nämlich IMMER Deppen*innen, die die Regeln verletzen. Wenn alles an ein paar einzelnen Idioten scheitern kann, war die Maßnahme Blödsinn. Beispiel: Musikspielende öffentliche Mülleimer. Da reicht ein Querkopf, der den Müll trotzdem einfach auf die Strasse wirft, und schon ist das gesamte Projekt komplett gescheitert. Also lieber evidenzbasierte Maßnahmen ergreifen.

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