Polizei Trier beendet Party mit weit über 100 Teilnehmern

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TRIER. Trotz steigender Zahlen von Coronainfektionen und der drohenden Folgen scheint der Ernst der Situation und die Verantwortung füreinander noch immer nicht überall angekommen zu sein.

Alarmiert durch Anwohner und besorgte Eltern trafen die Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Trier vergangene Nacht gegen 3 Uhr in einem sogenannten Partyraum, unweit des Schützenhauses in Trier-Feyen, auf eine Partygesellschaft von weit mehr als 100 Personen. Ungeachtet der geltenden Coronavorschriften und unter Missachtung jeglicher Vorsichtsmaßnahmen feierten diese lautstark eine Fete.

Beim Eintreffen der Polizei flüchtete, offensichtlich vom schlechten Gewissen getrieben, eine Vielzahl der Gäste in den nahegelegenen Wald.

Dennoch konnten die Beamt*innen die Personalien von mehr als 70 Jugendlichen und jungen Erwachsenen, vorrangig aus dem Raum Trier, Konz, Bitburg und Luxemburg, sowie einige Kennzeichen abgestellter Fahrzeuge feststellen. Ein Verantwortlicher gab sich jedoch nicht zu erkennen.

Aufgrund der vorgefundenen Zustände beendete die verantwortliche Einsatzleiterin die Feier, die Musikanlage wurde sichergestellt.

Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Veranstaltung möglicherweise einen kommerziellen Charakter hatte.

Die Polizei wird weitere Ermittlungen zu den Hintergründen und den Verantwortlichen durchführen. Ihre Erkenntnisse werden der zuständigen Stadtverwaltung Trier zur Einleitung entsprechender Ordnungswidrigkeitsverfahren sowie weiterer rechtlicher Schritte gegen die Verantwortlichen und die Teilnehmer zugeleitet.

Die Polizeiinspektion Trier bittet in diesem Zusammenhang um Zeugenhinweise unter der Telefonnummer 0651/9779-3200.

32 KOMMENTARE

  1. Es scheint so, als hätten diese jungen Menschen keinerlei Erziehung genossen. Zudem ignorieren sie sämtliche notwendige Regeln und Vorgaben. Wie dumm kann man sein. Hier helfen nur empfindliche Geldstrafen, denn klüger werden die nicht. Es muss zumindest weh tun. Ausserdem soziale Stunden in einer Einrichtung mit an Corona kranken Menschen.

  2. Die Regierung hat die Bevölkerung gebeten Hygiene Massnahmen einzuhalten.. Die Länder und Kommunen haben daraus Zwangsmassnahmen gemacht um die Kassen aufzubessern..
    Ich habe jetzt in der ganzen corona Zeit keine jungen Leute feiern sehen.. Aber ich habe alte Menschen gesehen die in Gruppen beim Italiener in der Brauerei sitzen und vergnügt ihr Bier trinken und eng beieinander sitzen.. komisch das diesen risikobehafteten das egal ist.. ich werde ständig beim einkaufen an der Kasse von älteren bedrängt denen es nicht schnell genug geht.. Und die weder ihre Maske ordentlich anhaben noch den Mindestabstand einhalten.. Diese sollten auch mit einem empfindlichen Bußgeld belegt werden..
    Wo soll es ein corona Einrichtung geben.. Sollen ihrer Meinung nach hundert Jugendliche die 3 stationär aufgenommenen corona Patienten betreuen.. Es reicht doch langsam mit solchen haltlosen und informationsresitenten aussagen..

  3. Solch rücksichts- und verantwortungslosen, offensichtlich beratungsresistenten Menschen sollte man Bußgelder von min. 250€ auferlegen. Zusätzlich sollten 2 selbstbezahlte Corona Tests im Abstand von 2 Wochen angeordnet werden. In der Zwischenzeit wäre eine nette Quarantäne angesagt (selbstredend sollte hier Urlaub zu nehmen sein oder Beurlaubung ohne Lohnzahlung). Offensichtlich scheissen solche Leute auf die Gesundheit anderer und verbreiten absichtlich und böswillig eine Seuche oder nehmen dies zumindest billigend in Kauf. dieser Art Menschen sollte es zumindest schwer an den Geldbeutel gehen damit wenigstens ein winziger Lerneffekt zu verzeichnen ist.
    Hoffentlich hat die sichergestellte Musikanlage einen beachtlichen Wert, und wird meistbietend zu wohltätigen Zwecken versteigert.
    **An die Teilnehmer solcher Veranstaltungen:
    Ihr seid rücksicktslose Egoisten, die auf das Wohl anderer – insbesonders der Menschen in Risikogruppen- einen Dreck geben. Ihr gefährdet eure Familien, Arbeitskollegen und aller Menschen denen ihr über den Tag begegnet. Falls ihr euch sagt: „oh der übertreibt aber“ oder „ist alles nicht so wild“ schaut euch die aktuelle Entwicklung an , und was die Lockerungen der Regeln, die damit einhergehende Sorglosigkeit minderbemittelter Menschen und die daraus resultiernde Steigerung der Neuinfektionen aussagt.
    **An die Veranstalter solcher „Partys“:
    Ihr scheißt auf das Wohl anderer so lange ihr Geld raffen könnt. Ihr solltet zu eurem Bußgeld den doppelten Preis aller notwendigen Corona Tests zahlen müssen.
    Man sollte euch in jedem einzelnen Fall einer Infektion auf diesen Partys wegen schwerer Körperverletzung verurteilen. Im Falle einer Weiterinfektion und/ oder dem Tod eines so Infizierten wegen Beihilfe zum Todschlag.
    Geld zieht ihr eurem dummen Publikum genug aus der Tasche, Euch ist nur mit Freiheitsentzug eine Lektion zu erteilen.

  4. Diese jungen Menschen/Erwachsenen haben den Knall noch nicht gehört.
    Hier zeigt es sich doch, wie nötig die strengeren Coronamaßnahmen sind.
    100 Verteiler vom Virus, die keinen Verstand haben, keine Rücksicht auf Andere nehmen und unbelehrbar scheinen.
    Passt aber in die heutige Zeit, kein Verzicht auf irgendetwas, ich will aber…. Eltern sorgen schon dafür, das alles möglich ist.

  5. „sowie einige Kennzeichen abgestellter Fahrzeuge feststellen“
    Wenn man sein Auto in der Nähe einer Party abstellt, ist das noch lange kein Beweis, dass man an der Party teilgenommen hat.
    Da oben ist auch eine Pizzeria. Wenn Frau Ahnen und Frau Dreyer dort Pizza essen waren und ein Gläschen zuviel tranken und dann das Auto stehen liessen sind die dann auch unter Verdacht an der Party teilgenommen zu haben?
    Beweis für die Teilnahme an der Party im juristischen Sinn ist:
    1. der Augenschein, sprich die betreffende Person wird von den Ordnungskräften auf der Party angetroffen
    oder
    2. die betreffende Person gibt zu auf der Party gewesen zu sein. Da wir aber in einer Demokratie leben und niemand sich selbst beschuldigen muss ist es sein Recht, entweder keine Angaben zur Sache zu machen oder dies abzustreiten.
    Das simple Antreffen eines abgestellten PKWs in der Nähe eines juristischen Tatortes ist kein Beweis.
    Wir sind nämlich in einem Rechtsstaat.

  6. An Keiner: Vielleicht haben Sie noch keine feiernden Jugendlichen gesehen, wir aber mehrfach in Trier. Egoismus und Rücksichtslosigkeit sind leider keine Seltenheit. Vielleicht sollten Sie sich mehr informieren. Jeder kann dazu beitragen, dass es nicht so viele Einschränkungen gibt. Nur die Uneinsichtigen sorgen für weitere Maßnahmen. Infomationsresistent sind wir sicher in keinster Weise.

  7. In Trier kann man doch seit Wochen im Metropolis und im Ghost feiern obwohl alle Diskotheken explizit schließen müssten! Aber wie gesagt;wen interessiert das in der Trierer Verwaltung

  8. @ Peter

    “ Wir sind nämlich in einem Rechtsstaat. “

    Formal ja. Wie aber die Meldungen hier auch auf Lokalo zeigen, nur in der Theorie.

  9. Wer kann mir erklären, warum beim Friseur Kunden und Personal Masken tragen müssen, dagegen in einem Fitneßstudio (z. B. Body Street, Metzelstraße) niemand ??? – gut sichtbar von jedem Passanten -.

  10. Vorab: Ich bin voll und ganz der Meinung das Feiern dieser Art aktuell in keinster Weise angebracht sind.
    Aber: Die Verantwortlichen in der Regierung ignorieren aktuell nahezu komplett die damit entstehenden Problem. Das sind zum einen natürlich die wirtschaftlichen Probleme für den ganzen Bereich der Veranstaltungswirtschaft (Künstler, Event-Catering, Locations, Technik Dienstleister, Personal Dienstleister, … ). Es gibt darüber hinaus aber die Gesellschaftlichen Probleme die durch das Wegfallen von Kultur entstehen. Gerade für Junge Mitmenschen ist die Feier-Kultur nun mal ein wichtiger Faktor. In all seiner Tragweite sollte man und vor allem die Politik sich über diese Aspekte mal Gedanken machen.

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