Pinselohren werden heimisch: Mindestens 17 Luchse lebten im Pfälzerwald

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Zwei Luchsjunge liegen in einer Felsnische im Pfälzerwald (Rheinland-Pfalz). © picture alliance / Alexander Sommer/Stiftung Natur und Umwelt RLP/dpa

TRIPPSTADT. Nach dem Aussetzen von insgesamt 20 Luchsen im Pfälzerwald lebt einer ersten Zählung im vergangenen Winter zufolge mittlerweile eine ganze Reihe der Tiere in dem Gebiet. Konkret seien es im Winterhalbjahr 2019/20 mindestens 17 selbstständige Luchse gewesen, teilte die Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft in Trippstadt am Freitag mit.

Allerdings hätten sich die Tiere noch nicht über den gesamten Pfälzerwald verbreitet, im zentralen und westlichen Teil seien es mehr Tiere als im östlichen. Im kommenden Winter ist eine zweite Zählung geplant, deren Ergebnisse sollen bis Sommer 2021 vorliegen.

Zwischen 2016 und Frühjahr dieses Jahres hatte die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz 20 Luchse im Rahmen eines Wiederansiedlungsprojekts im Pfälzerwald freigelassen. Zwischen Dezember 2019 und April 2020 wurden für die Zählung auf einer Fläche von 1000 Quadratkilometern an 67 Standorten im Pfälzerwald jeweils zwei Fotofallen aufgestellt. Sie erstellten insgesamt 114 Aufnahmen von Luchsen. Diese zeigten den Angaben zufolge 17 individuelle Exemplare, wobei Jungtiere, die noch mit ihrer Mutter umherstreiften, nicht mitgezählt wurden. Da die zwei Kameras im optimalen Fall Bilder der Tiere von mehreren Seiten anfertigten, konnten individuelle Exemplare anhand ihres Fleckenmusters im Fell erkannt werden.

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